Oktober 2007 — Herbstpokal

4 neue OWL-Rekorde durch Kansy, Knoll und Pult im Aquawede

Am Wochenende kämpften 12 ostwestfälische Vereine um den Herbstpokal der Wasserfreunde Bielefeld. Das dieser am Ende an den Ausrichter ging, war nicht nur das Ergebnis der gezeigten Leistungen. Vielmehr unterstrichen die Wasserfreunde ihre he rausragende Stellung in Bielefeld auch durch die beeindruckende Anzahl von 79 Schwimmern, welche mehr als 550 mal auf dem Startblock stan den. Aufgewertet wurde die Veranstaltung durch die zur Siegerehrung angereisten ehemaligen Spitzensportler Hendrik und Susen Dreekmann. Für noch größeres Aufsehen sorgte danach LOHMANN, welcher Arminia-Vorstand Andreas Mamerow klar in den Schatten stellte. Als beide am Sonntag das Bad betraten kochte nicht nur das Wasser. Sofort war das Armina-Maskottchen von einer Traube Kinder umringt, sodass es Lohmann anfangs kaum möglich war, sich seiner Hauptaufgabe, den Siegerehrungen, zu widmen.

 

War die Stimmung vorher schon gut, so explodierte sie bei den 50m-Finals regelrecht. Lautstark wurden die Finalisten durch das Wasser getrieben und erschwammen durchweg hervorragende Leistungen. So war der Geschäftsführer des BBF Hans-Werner Bruns, der die Finalsieger mit Geld- und Sachpreisen auszeichnete, von der Stimmung und den Leistungen mehr als angetan. Paul d’Heureuse, sportlicher Leiter der Wasserfreunde, zeigte sich von den Leistungen nach dem harten Training während der Herbstferien positiv überrascht, erreichten doch etwa 75% der Wasserfreunde neue persönliche Bestzeiten! Dabei war er besonders von den Jahrgängen 1994 und jünger angetan.

Mit gleich 4 neuen OWL-Rekorden setzten Celestina Kansy (Jg. '95)(Bild) über 50m und 100m Rücken (0:34,35 / 1,14:06), Charlotte Knoll (92) über 50m Freistil (0:27,38) und Karolin Pult (Jg. '91) über 400m Lagen (5:13,26) ein dickes Ausrufezeichen. Pult verbesserte sich bei ihrem Rekord gleich um 8 Sekunden und stellte damit auch einen neuen Vereinsrekord auf. Janina Kistenmacher (93) entschied neben den Bruststrecken auch 2 von 3 Finals für sich. Bemerkenswert waren ihre Steigerungen auf den Freistilstrecken. Erstmals unterbot sie in 0:29,65 die 30 Sekunden über 50m und konnte über 400m ihre Bestzeit gar um 34 Sek. auf 4:58,42 steigern. Knoll schwamm 7 mal auf das Treppchen, davon 5 mal als Sieger, während Pult dieses 10 bzw. 3 mal gelang.

Die jüngeren Schwimmer der 1.Mannschaft trumpften ebenfalls mächtig auf. So überzeugte neben Kansy (7 erste Plätze bei 11 Starts) die erst 13-jährige Sandra Mößinger mit 2 Finals und 6 Podestplätzen. Über 400m Freistil verbesserte sie sich gleich um 55 Sek. auf 5:28,28. Lena Rosenstengel (95) konnte sich über 100m und 200m Delphin (1:18,30/2:51,28) ebenfalls in die Siegerlisten eintragen und verbesserte ihre Bestzeit über 50m Freistil um sagenhafte 8,86 Sek. auf 0:30,36. Komplettiert wurde das 94er-Trio durch Julia Naumann und Anna Rixen die ebenfalls Finalpodestplätze erreichten.

Standen die Männer auch etwas im Schatten der Frauen, so zeigten sie doch gegen eine starke Paderborner Mannschaft ansprechende Leistungen, allen voran Luca Wewel (Jg. '94), Marc-Niclas Tölle (Jg. '94) und Martin Wolff (Jg. '89). Wewel dominierte dabei mit 7 ersten Plätzen in der Altersklasse 1994/95 die Konkurrenz und zeigte sich besonders über die langen Freistilstrecken deutlich verbessert (200/400m in 2:22,99/5:16,91), Tölle konnte dafür das 50m-Rücken- und Del phinfinale in 0:34,16/0:35,23 für sich entscheiden. Auch Trainer Taube toppte seine Freistilzeiten über 50m, 100m und 200m. Insgesamt gelang es den Wasserfreunden gleich 33 mal die Pflichtzeit für die in 2 Wochen in Wuppertal stattfindenden NRW-Kurzbahnmeisterschaften zu unterbieten. Für die anstehenden NRW- und Mannschaftsmeisterschaften sieht d'Heureuse die Wasserfreunde gut gerüstet. Für die 2.Damenmannschaft, welche in der Bezirksliga an den Start geht, sieht er durchaus Potential nach oben.