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Bestens präpariert für die kommenden Titelkämpfe auf nationaler Ebene

 

Über 2200 Starts: Wasserfreunde freuen sich über den großen Zuspruch beim 24. Herbstpokal im Sennestadtbad.

 

Für die Wasserfreunde-Trainer war der Herbstpokal mit 425 Schwimmern aus 23 Vereinen wieder ein willkommener Anlass, die Form nach zwei harten Trainingswochen zu testen. Die Aktiven der ersten und zweiten Mannschaft stecken mitten in den Vorbereitungen zu den NRW- und Deutschen Meisterschaften. Um die Wettkampf-Härte zu testen, absolvierten einige Schwimmer sogar bis zu vierzehn Starts – darunter Janina Poppensieker, die für ihren Fleiß mit acht Siegen belohnt wurde. „Janina ist zur Zeit auf den kurzen Distanzen sehr schnell unterwegs, müsste sich allerdings die längeren Strecken noch besser einteilen“, urteilte Christof Taube. So schaffte die 13-jährige Schülerin über 50 m Freistil (28,01 sec) sogar die NRW-Norm für die offenen Titelkämpfe.

 

Generell überzeugten alle 64 Aktiven mit ansprechenden Leistungen, wie Wasserfreunde-Coach sein Team unisono lobte. Ebensoviel Zuspruch für den reibungslosen Ablauf der Rekord-Schwimm-Events mit 2200 Starts, erhielt Karin Bültermann von den Gastvereinen. Den gab die Vorsitzende gleich an die vielen Helfer weiter, ohne die die zweitägige Veranstaltung nicht zu stemmen wäre. Gleichzeitig bedankte sie sich bei Hans-Werner Bruns, dem Geschäftsführer der städtischen Bädergesellschaft BBF, für die Unterstützung. Immerhin zählt das Sennestadt-Bad zu den attraktivsten Schwimmsporthallen in der Region.

 

Bei den Männern wie bei den Frauen spulten einige Schwimmer ein wahres Mammut-Pensum, darunter Karolin Pult oder Lena Rosenstengel mit bis zu dreizehn Starts, die nicht nur dafür ein Sonderlob vom Trainer einheimsten. Neben den 100 m Lagen (1:06,76 min / Bestzeit) und 200 m Lagen (2:24,71 min) hat Lena Rosenstengel (20) noch die 100 m Schmetterling (1:03,10 min) und die 200 m Schmetterling (2:21,62 min) souverän gewonnen. „Das war durch die Bank wirklich sehr stark.“ Im Sog der beiden konnte Routinier Carla Beckmann (30) Dritte über 200 m Schmetterling (2:30,89 min) und Vierte über 100 m Schmetterling (1:07,84 min) werden.

 

Karolin Pult (24) düpierte nicht nur über 200 m Rücken (2:23,86 min) die Mitschwimmerinnen, sondern schlug auch im abschließenden 400-Meter-Lagen-Rennen (5:08,44 min) als Erste an. Außerdem findet die Gymnasiallehrerin auf den Sprint-Strecken zu alter Spritzigkeit zurück. Ein deutliches Ausrufezeichen setzte sie mit ihrem zweiten Rang im Sprintfinale über 50 m Freistil (27,39 sec) hinter Karolin Kuhlmann (SC Steinhagen-Amshausen). Sie lag damit noch vor Annika Günzel und Lara Pohlmann, der mit Vehemenz nachrückenden jüngeren vereinsinternen Konkurrenz.

 

Ihre Sprintqualitäten stellte Lara Pohlmann (16) auch auf den anderen Strecken unter Beweis. Bei ihren 14 (!) Starts steigerte sie sich teilweise um über 5 Sekunden, etwa über 400 m Freistil (4:47,93 min / 5.). Nur einen Start weniger hatte Annika Günzel, die sich u.a. über 50 m Freistil (26,80 sec) ins DSV-Ranking schwamm und sich auch über 50 m Schmetterling (29,34 min) und 100 m Schmetterling (1:04,98 min) stark präsentierte. Ebenso überragend Pia Oberhokamp (11 Starts) bei ihrem Erfolg über 200 m Lagen (2:31,88), die sich zudem über 100 m Schmetterling (1:06,96 min / 4.) derart verausgabte, dass sie danach kurz zusammenklappte. Sarah Seipolt (18) findet u.a. über 200 m Brust-Zeit (2:47,13 min) zu alter Stärke zurück. Gut gefallen hat Christof Taube auch der Auftritt von Christina Teubert (18), speziell über 100 m Freistil (1:05,28 min / 8.) und über 200 m Freistil (2:20,50 / 7.). Auf Bestzeiten-Niveau bewegte sich auch Ilka Bathge (19), Neuzugang aus Detmold.

 

Tobias Lange, der sich im Laufe des Wettkampfs deutlich steigerte, kam an diesem langen Schwimmwochenende auf 12 Starts inklusive drei Finalläufen. Hervorzuheben sind bei dem 22-jährigen Brust-, Rücken- und Lagenspezialisten neben zwei Finalsiegen noch der zweite Platz über 200 m Lagen in guten 2:14,81 Minuten, wo er knapp hinter Niklas Kunst (2:12,59 min) von der Ahlener SG und vor seinem Wasserfreunde-Sparringspartner Martin Stoffel (2:18,69 min/4.) lag. Der gebürtige Münchner, der nach einem sechswöchigen Island-Aufenthalt „aus der kalten Badehose“ ins Becken stieg, wurde immerhin noch Dritter über 100 m Lagen (1:01,81 min). Über zwei Finalteilnahmen, über 50 m Brust (30,70 sec / 5.) und über 50 m Rücken (29,78 sec / 6.) konnte sich Fabian Mund freuen, der zudem über 100 m Brust (1:07,63 min / 3.) und 100 m Freistil (55,82 sec / 3.) zur vereinsinternen Konkurrenz aufschloss.

 

Bei den Männern glänzten zudem der erst dreizehnjährige Timo Pohlmann, etwa über 100 m Schmetterling (1:09,28 min) und über 200 m Freistil (2:16,99 min) sowie der zwei Jahre ältere Vasileios Tekidis mit jeweils vier Siegen. Überragend war für Christof Taube bei dem Griechen das Erreichen der NRW-Norm über 400 m Lagen (4:58,06 min / 3.) sowie die enorme Steigerung um über fünf Sekunden über 400 m Freistil (4:16,12 min / 1.). Hier lag er sogar vor dem Routinier Matthias Zinram (29), der in der Offenen Wertung hinter Vasileios Tekidis in 4:18,41 Minuten Zweiter wurde. Mit komfortablem Vorsprung siegte der trainingsfleißige Fünfzehnjährige auch über 200 m Lagen (2:23,69 min) und über 200 m Schmetterling (2:21,48 min). Matthias Zinram überzeugte den Trainer noch mit zwei starken Zeiten über 100 m (59,98 sec) und 200 m Schmetterling (2:16,64 min).

 

Gut in Form präsentierte sich auch Max Borchers (21) – speziell über 200 m Freistil (2:09,28 min / 3.) und über 100 m Lagen (1:06,85 min). Lobenswert auch die Einstellung und die Leistung von Philipp Strehle (19), der als Final-Zweiter über 50 m Schmetterling (26,63 sec) seine beste Leistung erzielte und auch über 100 m Schmetterling (1:00,66 min / 3.) überzeugte. Ins Schmetterlings-Finale (28,48 sec) schaffte es auch Claudius Ditz (21), der sich über 200 m Lagen (2:24,20 min) um fast zehn Sekunden verbesserte. Exrem hart hat Torben Knollmann (17) in den Ferien trainiert, der über 200 m Lagen (2:24,13 / 4.) mit neuer Bestzeit aus dem Wasser stieg. „Torben hat nahezu jede Einheit mitgemacht, entsprechend platt war er. Für bessere Zeiten war die Regenerationszeit einfach zu kurz“, urteilt sein Trainer. Nach Bestzeiten und zweiten Plätzen über 100 m (1:08,26 min) und 200 m Rücken (2:25,80 min) verläuft die Leistungskurve bei Alexander Teubert (14) weiter nach oben.

 

Zu ergänzen bleibt, dass die Wasserfreunde die meisten Wertungspunkte (1053) sammelten – allerdings außer Konkurrenz. Als Ausrichter ließen sie dem 1. Paderborner SV (582 Punkte) den Vortritt, der zum fünften Mal in Folge den Pokal mit nach Hause nehmen konnte. Dritter wurde das stark verbesserte Schwimm-Team Bielefeld (465 Punkte) vor der Warendorfer SU (439 Punkte), die ebenso wie die Paderborner auf einer 50 Meter Bahn trainieren können. Auf den weiteren Plätzen landete der SC Steinhagen-Amshausen (294 Punkte) mit 60 Zählern Vorsprung vor dem der TV Jahn Wolfsburg (234 Punkte). Dahinter rangierten mit der TSG 07 Burg Gretesch (13. / 47 Punkte) und dem Hamelner SV (14. / 34 Punkte) weitere Vereine aus dem benachbarten Niedersachsen.