26. Herbstpokal: Wasserfreunde sammeln außer Konkurrenz die meisten Punkte. – Der 1. Paderborner SV löst Schwimmteam als Pokalsieger ab.

Ganz nach vorne ohne Vorbereitung

 

  1. Herbstpokal: Wasserfreunde sammeln außer Konkurrenz die meisten Punkte. – Der 1. Paderborner SV löst Schwimmteam als Pokalsieger ab.

 

„Beim diesjährigen Herbstpokal haben wir ohne eine gezielte Vorbereitung trotzdem sehr gute Leistungen erzielt“, lobte Alexander Bockhorst, der die Schwimmer anstelle des erkrankten Christof Taube auf die Strecken einstimmte. Dass trotz des enormen Pensums herausragende Leistungen heraus gesprungen, verdeutlicht der Blick auf die vielen persönlichen Bestzeiten und die Resultate in den spannenden Finalläufen. An dem kräftezehrenden Wochenende im DMS-Modus absolvierte jeder der 48 Aktiven der Wasserfreunde in der Spitze bis zu 16 Starts – darunter der 22-jährige Niklas Klingenberg, der über 200 Schmetterling (2:19,08 Min) triumphierte.

 

Highlights beim 26. Herbstpokal der Wasserfreunde Bielefeld sind traditionell die 50-Meter-Finalrennen am Sonntagnachmittag, bei denen die Wasserfreunde Bielefeld unter ohrenbetäubendem Jubel insgesamt fünfmal triumphierten. Einen Doppelsieg in der offenen Klasse (Jahrgang 2002 und älter) feierte der 21-jährige Vorjahressieger Gabriel Lotz, der nicht nur als schnellster Sprinter über 50 Meter Freistil in 23,84 Sekunden aus dem Wasser stieg, sondern auch über 50 Meter Rücken (27,44 sec) der Konkurrenz keine Chance ließ.

 

Aus Wasserfreunde-Sicht ist es zudem erfreulich, dass mit dem ein Jahr jüngeren Thorben Oevermann (2. / 24,16 sec) sowie mit dem erst sechszehnjährigen Rückenschwimmer Alexander Teubert (2. / 27,75 sec) mit neuer Bestzeit zwei weitere Wasserfreunde-Schwimmer direkt dahinter folgten. In die Finalläufe schafften es bei den Männern auch Fabian Mund (2. Platz / 50 m Brust / 30,11 sec) und Philipp Strehle (3. Platz / 50 Meter Schmetterling / 26,44 sec). Vierter wurde über 50 m Schmetterling Timo Pohlmann (26,51 sec.).

 

Für den dritten Finalsieg sorgte Lena Rosenstengel mit einer neuen Bestmarke über 50 m Rücken (29,44 sec), die sich in diesem Rennen mit hauchdünnem Vorsprung vor Karolin Kuhlmann (29,49 sec) behauptete. Die 22-jährige Lehramtsstudentin konnte sich außerdem über zwei zweite Ränge über 50 m Freistil (26,54 sec) und 50 m Schmetterling (28,44 sec) freuen, wo sich jeweils hinter der DM-Finalistin Kuhlmann vom SC Steinhagen-Amshausen landete. Dritte über 50 m Freistil wurde Lara Pohlmann (27,02 sec), die zudem noch als Fünfte im Finale über 50 m Rücken (31,23 sec) anschlug. Nur knapp einen Podestplatz verfehlte dagegen Sarah Seipolt mit neuer Bestzeit über 50 m Brust (36,60 sec / 4.).

 

Ebenso dominant präsentierte sich in den Sprint-Finalläufen der jüngeren Jahrgänge (2003 – 2009) die 13-jährige Lina Haberstroh bei ihrem Doppelerfolg über 50 Meter Brust (36,26 sec.) und 50 Meter Schmetterling (31,79 sec). Sie blieb damit nicht nur deutlich unter ihren alten Bestmarken, sondern sorgte außerdem für die Finalsiege vier und fünf.

 

Generell schult das anspruchsvolle Programm die Wettkampfhärte. So können sich die erzielten Leistungen auch deshalb sehen lassen, weil das Grundlagentraining in den Herbstferien noch vor den Schwimmern liegt. Angesichts der Fülle an bemerkenswerten Leistungen, fällt es ohnehin schwer alle Schwimmer samt ihrer Ergebnisse zu würdigen.

 

Neben Lena Rosenstengel (15 Starts / 5Siege), die durchweg gute Zeiten und schnelle Rennen über 100 m und 200 m Schmetterling sowie über 200 m Lagen hinlegte, überzeugte auch Karolin Taube. Die 26-jährige Gymnasiallehrerin stieg ohne gezieltes Training nach einer Klassenfahrt ins Wasser. Um so erstaunlicher ihre Erfolge über 200 m Rücken in 2:19,80 Minuten, einer Zeit in Nähe ihres Vereinsrekordes, sowie über 200 m Freistil (2:06,39 min) und über 400m Lagen in 5:06,23 min, nur vier Zehntel über ihrer Bestmarke. „Dank konstant hohem Tempo konnte Karo das Rennen auf den letzten 25 Metern zu ihren Gunsten entscheiden“, kommentierte Wasserfreunde-Coach Alexander Bockhorst. Karolin Pult, Lena Rosenstengel und Pia Oberhokamp (Dritte über 200 m Freistil) sorgten zudem noch für einen Dreifacherfolg über 400 m Freistil.

 

Obwohl krankheitsgeschwächt überzeugte Philipp Strehle (21) über 100 m Schmetterling (1:00,42 min / 2.) mit einer Zeit knapp über einer Minute. Flott unterwegs war auch Torben Knollmann (19) über 200 m Lagen (2:20,00 min / 5.). Zeitlich knapp darüber blieb der ebenfalls mit vielen Starts bedachte Alexander Teubert (16) bei seinem Sieg (2:22,85 min) über dieselbe Strecke. Stark auch Teubert’s neue Bestmarken über 100 m Freistil (55,64 sec / 3.) und über 400 m Lagen (5:04,85 min / 6.). Auf dem Wege zu alter Stärke absolvierte Vasileios Tekidis (17) die 400 m Freistil (2. Platz) in 4:18,59 Minuten. Auch der 23-jährige Claudius Ditz war bei seinen 13 Starts mit fünf neuen Bestzeiten auf nahezu allen Strecken deutlich schneller als am Anfang der Saison. Am meisten freute er sich über den dritten Platz über 200 m Freistil (2:04,63 min).

 

In den jüngeren Jahrgängen überzeugte Lina Haberstroh (13 Starts / 8 Siege) nicht nur in den Finalrennen, sondern auch über 100 m Schmetterling (1:11,28 min / 1.) und 400 m Lagen (5:36,65 min / 1.) mit neuen Bestzeiten. Während der 14-jährige Janne Lüngen über 200 m Lagen (2:20,56 min / 2.) und 400 m Freistil (4:26,88 min / 1.) um bis zu zehn (!) Sekunden unter seinen Bestzeiten blieb, schwamm auch Zwillingsbruder Gerrit über 400 m Freistil (4:42,32 min / 2.) unter fünf Minuten. Trotz eines verstauchten Fingers überzeugte der 15-jährige Timo Pohlmann (12 Starts / 5 Siege über 100 m Schmetterling (1:01,17 min / 1.) und über 200 m Freistil (2:02,12 min / 1.).

 

Über Podestplätze und Top-Ten-Platzierungen konnten sich zudem noch folgende Schwimmer freuen: Greta Bachmann, Carla Beckmann, Max Borchers, Dimitrij Bormann, Benedikt Fißmer, Svea Marleen-Haun, Tjalf Haun, Thomas Heinze, Lucean Barros Hemfort, Maren Knollmann, Lotta Krumins-Nemeth, Justin Mann, Anastasia Melissopoulo, Emma Nowitzki, Joke Oberhokamp, Janina Poppensieker, Joline Poppensieker, Maksimilian Pöschel, Juliane Schröder, Annika Schwalm, Andre Schweigert, Priyanga Selvenesan, Nikolai Tost, Leon Uwarow und Tim Nico Weihberg.

 

 

 

 

Zu ergänzen bleibt, dass die Wasserfreunde die meisten Wertungspunkte (832) sammelten – allerdings außer Konkurrenz. Somit konnte der 1. Paderborner SV mit 589 Punkten das Schwimmteam Bielefeld (5. Platz / 386 Punkte) als Pokalsieger ablösen. Dritter wurde der SC Herford (453 Punkte) vor der Warendorfer SU (388 Punkte. Auf den weiteren Plätzen landeten mit dem SC Steinhagen-Amshausen (322 Punkte), dem SV 1860 Minden, der TG Herford und dem TuS 08 Senne I (17. Platz / 18 Punkte) weitere Vereine aus der Region.

 

Doppelsieg der Wasserfreunde über 100 Meter Lagen: Lena Rosenstengel (Mitte) siegte vor Lara Pohlmann (links) und Julienne Fleer vom SC Herford. Fotos: Peter Unger

 

Strahlten nach ihrem Final-Erfolg: Die Wasserfreunde stellten mit Gabriel Lotz und Thorben Oevermann die schnellsten Sprinter.

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