Wasserfreunde lösen DM-Tickets für Berlin

Zehnter Platz für 15-köpfiges Wasserfreunde-Team beim 37. Warendorfer Sparkassen-Pokalschwimmen – OWL-Rekord mit der Freistil-Staffel.

Für die Wasserfreunde bot sich beim 37. Warendorfer Sparkassen-Pokalschwimmen die letzte Gelegenheit, um sich in das Ranking für die Deutschen Meisterschaften Anfang Mai in Berlin zu schwimmen. „Auch wenn nicht jeder Traum in Erfüllung ging, ist der Wettkampf in Warendorf sehr gut gelaufen“, erläuterte Wasserfreunde-Coach Christof Taube.

 

Optimal gelaufen ist der Wettkampf für Annika Günzel, die bei sechs Starts mit fünf neuen Bestzeiten aus dem Wasser stieg. Ihre starke Vorstellung bescherten der 16-jährigen Schülerin insgesamt vier Einzel-Medaillen. Die Bielefelderin hat für Berlin ganz sicher das Ranking auf allen drei Schmetterlingsstrecken ereicht – über 50 m (29,01 sec / 2. Platz), 100 m (1:05,11 min / 1.) und über 200 m Schmetterling (2:27,89 min / 2.). „Abzuwarten bleibt, ob sie auch über 100 m Freistil in Berlin starten darf“, berichtet Christof Taube. Bis zum Ende der Woche dürfte nach der Einspeisung aller Wochenend-Ergebnisse die endgültige Starter-Liste vorliegen.

Ihre Chance auf eine DM-Teilnahme nutzte auch Lena Rosenstengel (20), die wie Annika Günzel über die Schmetterlings-Strecken sicher im Ranking ist. Hervorzuheben aus einer Fülle an starken Leistungen auf der 50-Meter-Bahn im Hallenbad der Sportschule der Bundeswehr ist ihre Zeit über 100 m Schmetterling (1:03,98 sec / 2.) sowie ihre neue Bestmarke über 200 m Lagen (2:28,96 min / 2. ).

Dagegen bleibt Karolin Pult nach dem anstrengenden Oster-Trainingslager in Übach-Palenberg hinter ihren eigenen Erwartungen zurück. „Bei Karolin läuft es noch nicht rund. Deshalb soll sie die verbleibenden zwei Wochen vor den Deutschen in erster Linie zur Regeneration nutzen.“ Aufgrund ihrer Vorleistungen ist die angehende Lehrerin die dritte Schmetterlings-Schwimmerin der Wasserfreunde, die in Berlin um gute Zeiten und Platzierungen kämpfen wird. Außerdem startet die 24-jährige Bielefelderin bei der DM noch über 100 m und 200 m Rücken. In Warendorf schwamm sie in für sie mäßigen 2:28,52 Minuten immerhin noch auf einen Silberrang hinter Denise Gruhn (SG Dortmund).

Einen Medaillenrang knapp verpasst hat Lara Pohlmann (16), dafür egalisierte sie ihre 50 m Freistil-Zeit (27,52 sec / 4. Platz). „Das könnte für Berlin noch reichen.“ Vor dem Warendorfer Pokalschwimmen hatte sich Ilka Bathge (19) über 50 m Brust in 34,99 sec als 99. überraschend ins Ranking geschwommen. Diese Zeit verfehlte die gebürtige Detmolderin am vergangenen Wochenende – „allerdings ganz knapp“. Dafür schwamm sie in Paderborn drei Bestzeiten. Noch keine Kandidatin für die „Offenen Deutschen“ ist Pia Oberhokamp (17), die sich aber mit guten Leistungen für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften empfahl – etwa über 200 m Freistil (2:12,90 min / 4.). Nach einer Mandelentzündung noch geschwächt überzeugte Janina Poppensieker (13) über 200 m Freistil (2:23,53 min / 4.).

Nach seinem Wechsel zu den Wasserfreunden schwimmt Freistil-Spezialist Gabriel Lotz eine Bestzeit nach der anderen. Erstmals überzeugte der 19-jährige Student auch auf den Bruststrecken (50 m: 31,74 sec / 100 m: 1:12,18 min). Als Startschwimmer der 4 x 50 m Freistil-Staffel stieg der 19-jährige Student sogar mit 24,56 Sekunden (!) aus dem Wasser. „Eine Topzeit auf der langen Bahn – das könnte für Berlin reichen.“ Dagegen ist der Einsatz von Fabian Mund (19) über 50 m Brust (31,40 / 10.) fraglich. Aufgrund einer Autopanne startete Philipp Strehle (19) nur zweimal – u.a. über 50 m Schmetterling (26,87 sec / 7.). „Für’s Ranking hätte er 26,2 Sekunden gebraucht.“

Zwei Bestzeiten verbuchte der 15-jährige Vasileios Tekidis: über 50 m Schmetterling (29,95 sec) und über 400 m Freistil (4:25,84 min / 4.). Dasselbe Kunststück gelang auch Timo Pohlmann (13), der sich zudem noch über vier Gold-Medaillen freuen konnte – über 100 m / 200 m Freistil (1:00,21 min / 2:15,61 min) sowie über 100 m / 200 m Schmetterling (1:08,00 min / 2:36,94 min). Mit eben so vielen Bestzeiten wie Starts wussten auf ganzer Linie die zwölfjährigen Lüngen-Zwillinge zu überzeugen. Während Gerrit über 100 m Brust (1:24,07 min / 2.) in die Medaillenränge schwamm, konnte sich Janne über 200 m Rücken (2:34,41 min / 2.) noch vor seinem Bruder platzieren, der in diesem Rennen in 2:39,16 Minuten Dritter wurde.

Angetan war Christof Taube auch von den Staffel-Leistungen seines Teams. „Das war noch mal ein echter Höhepunkt.“ So siegte die 4 x 50m Freistilstaffel (Annika Günzel, Lara Pohlmann, Lena Rosenstengel, Karolin Pult) überlegen mit mehreren Längen Vorsprung in 1:48,76 Minuten und tilgte mit dieser Zeit gleich zwei Rekorde um gut vier Sekunden: den OWL-Rekord und den Veranstaltungsrekord. Zudem belegte die 8 x 50m Lagen Mixedstaffel einen hervorragenden zweiten Platz hinter der SG Dortmund (3:51,91 min) und die 4 x 50m Freistilstaffel der Männer (Gabriel Lotz, Fabian Mund, Philipp Strehle, Timo Pohlmann) wurde in guten 1:41,95 Sekunden Vierter hinter der SG Dortmund, der SG Gelsenkirchen und Gastgeber Warendorfer SU.

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