Lagen-Staffel der Wasserfreunde überrascht als DM-Vierte

Drei Top-Ten-Platzierungen in Berlin für starke Staffeln – Überzeugender Team-Auftritt

 

„Das ist der Hammer“, jubelte Wasserfreunde-Coach Christof Taube. Während Marco Koch und Paul Biedermann bei den deutschen Meisterschaften in Berlin eindrucksvoll ihre Olympia-Ambitionen für Rio unter Beweis stellten, sprang für die Wasserfreunde das beste Ergebnis ihrer langen Historie heraus: Im schnellsten Lauf über 4 x 100-Meter-Lagen lagen die Bielefelderinnen auf Augenhöhe mit der SGR Karlsruhe (4:27,48 Minuten), die am Ende mit gut einer Sekunde Vorsprung als Dritte anschlugen.

 

Hinter dem Meisterteam der SG Stadtwerke München (4:20,41 min), den Wassersportfreunden aus Hannvover (4:26,50 min) und den Karlsruherinnen schlugen die Bielefelder Wasserfreunde (4:28,45 min) sensationell als Vierte an. „Damit hatten wir überhaupt nicht gerechnet“, jubelte Wasserfreunde-Coach Christof Taube. „Normalerweise kratzen wir mit den Staffeln an Platz Zehn.“ Trotz der knapp verpassten Bronze-Medaille hielt sich die Enttäuschung beim flotten Damen-Quartett mit Startschwimmerin Karolin Pult (Rücken), Ilka Bathge (Brust), Lena Rosenstengel (Schmetterling) und Schlussschwimmerin Annika Günzel (Freistil) in Grenzen. Denn mit diesem Ergebnis krönten die Wasserfreunde ausgerechnet am Schlusstag der deutschen Meisterschaften ihre starke Vorstellung.

 

„Vor allen Dingen hat erstmals die Bandbreite an guten Leistungen von 50 bis 200 Metern optimal gepasst“, freute sich Christof Taube mit seinen Schwimmern. „So gut haben wir uns lange nicht mehr bei deutschen Meisterschaften präsentiert. Herausragend waren natürlich die Leistungen der vier Staffeln. Aber auch in den Einzelrennen sind wir sehr viele Bestzeiten geschwommen. Insofern sind wir sehr zufrieden.“ Bestes Beispiel für die rasante sportliche Entwicklung ist der 20-jährige Gabriel Lotz, der sich Anfang des Jahres den Wasserfreunden anschloss und erstmals bei den Deutschen startete. Seine Startzeit mit der Staffel: 53,87 Sekunden (!). Ebenso flott unterwegs war Fabian Mund, der mit der Staffel über Kraul (55,3 sec) und Brust (1:08,00 Min) sehr gute Zeiten verbuchte.

 

Für das beste Einzelresultat der Wasserfreunde sorgte Lena Rosenstengel über 200 m Schmetterling (2:21,66 min), die als Siebzehnte nur denkbar knapp das B-Finale verpasste. Dafür erzielte die 21-jährige Studentin sowohl auf dieser Strecke, als auch über 100 m Schmetterling (1:03,61 min / 20.) jeweils ihre zweitbeste Zeit auf der langen Bahn. In derselben Lage und auf den gleichen Strecken unterwegs war Annika Günzel (16) nur unwesentlich langsamer. Als Lohn für das harte Training stieg sie mit drei Bestzeiten aus dem Wasser – über 50 m (28,83 sec / 33.), über 100 m (1:04,64 min / 36.) und über 200 m Schmetterling (2:26,21 min / 33.). „Noch nicht da, wo sie letztes Jahr war, ist Lara Pohlmann“. Das soll sich bis zu den NRW-Meisterschaften noch ändern. Die als Staffelschwimmerin unverzichtbare 16-jährige Schülerin erzielte über 50 m Freistil (27,28 sec / 38.) ihr bestes Resultat.

 

Wieder besser in Schwung kommt Karolin Pult (24), die als Saisonhöhepunkt die EM der Masters in drei Wochen in London im Visier hat. „Karo hat sich in allen Schwimmarten deutlich gesteigert und ist wieder nah an ihren Bestzeiten dran. So peilt sie über 200 m Rücken in London eine neuen Masters-Rekord an.“ In Berlin konnte sie zumindest schon mal wieder über gute 2:25,26 Minuten (42. Platz) jubeln. „Phänomenal geschwommen“ ist für Christof Taube Vasileios Tekidis, mit 15 Jahren jüngster DM-Starter der Wasserfreunde, der seine Vielseitigkeit als Starter über 200 m Lagen (2:23,73 min / 62.) und 800 m Freistil (9:03,35 min / 49.) unter Beweis stellte.

 

Bereits an den Tagen zuvor erreichte sowohl die 4 x 100 Meter-Freistil-Staffel (3:57,41 min) der Damen mit Lara Pohlmann, Lena Rosenstengel, Karolin Pult und Annika Günzel als DM-Siebte, als auch die 4 x 100 Meter-Freistil-Mixed-Staffel mit Gabriel Lotz, Fabian Mund, Lena Rosenstengel und Annika Günzel als DM-Zehnte weitere Top-Ten-Platzierungen – und das jeweils mit neuem OWL-Rekord. Dieses Kunststück gelang auch der der 4 x 100 Meter-Freistil-Mixed-Staffel in 3:46,10 (12. Platz), die erst zum dritten Mal im DM-Programm auftauchten. Bemerkenswert ist, dass diese Rekorde ohne die zurückgetretene Christine Schubert aus Steinhagen erzielt wurden, die in den vergangenen drei Jahren für die Wasserfreunde startend immerhin dreimal im DM-Sprintfinale stand.

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