In Topform beim Weltcup

 Karolin Pult und Tobias Lange messen sich in Berlin mit Olympiasiegern

 

Von Peter Unger

 

In Bestform präsentierten sich zwei Bielefelder beim Weltcup in Berlin. Tobias Lange (23) und Karolin Pult (25) hatten es bei ihren Starts mit hochwertiger Konkurrenz zu tun.

 

Nach den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro war die Hauptstadt nach zweijähriger Unterbrechung erneut Schauplatz der hoch dotierten Kurzbahnwettkämpfe im Europasportpark. „Unser Konzept ist voll aufgegangen“, jubelte Christof Taube. „Trotz der kurzen, aber intensiven Vorbereitung haben beide einen starken Wettkampf hingelegt und sind wirklich hervorragend geschwommen.“

 

Karolin Pult hatte sich für zwei Starts qualifiziert und zeigte gleich bei ihrem ersten Auftritt für die Wasserfreunde, dass das intensive Training in den Sommerferien voll gefruchtet hat. Die ‚Wasserfreundin’ knüpfte in Berlin an ihre Bestleistungen an, die sie vor vier Jahren das letzte Mal geschwommen ist. Ihren Vorlauf über 50 Meter Rücken (29,98 sec) bestritt die Bielefelderin immerhin an der Seite von Katinka Hosszu (26,45 sec), dreifache Olympiasiegerin in Rio, die im Berliner Weltcup-Finale nur von der Australierin Emily Seebohm (26,38 sec) geschlagen wurde. In dieser Disziplin wurde Karolin Pult Gesamtzwölfte.

 

Noch besser lief es für die 25-jährige Gymnasiallehrerin für Sport und Physik am Ravensberger Gymnasium in Herford über 100 Meter Rücken (1:03,28 Min), wo sie ihre eigene Bestmarke nur um siebenhundertstel Sekunden verfehlte. „Es war schade, dass sie mit dieser Zeit das Finale äußerst knapp verpasst hat“, erläuterte Christof Taube. Auf der anderen Seite war die Bielefelder Vorzeigeschwimmerin bei ihrer vierten Weltcup-Teilnahme auf Rang 10 gelistet noch nie so gut platziert. Das macht Hoffnung auf ähnlich gute Ergebnisse bei den deutschen Kurzbahnmeisterschaften an gleicher Stelle.

 

Ähnlich souverän präsentiert sich Tobias Lange, der noch vor den Sommerferien und mit eingeschränktem Training weit von seiner Bestform entfernt war. Der 23-jährige Student hatte nicht mal die NRW-Pflichtzeiten geschafft und sich erst in den Ferien in Form gebracht. „Nach den Leistungen in Berlin hat Tobi wieder Feuer gefangen und Spaß am Schwimmen“, berichtet Christof Taube. Im Vorlauf über 100 Meter Lagen sprintete der Bielefelder in 58,37 Sekunden (15. Platz) ins Ziel – im Schlepptau des Australiers Mitch Larkin (53,81 sec), zweifacher Medaillen-Gewinner in Rio. Christof Taube: „Tobi’s Zwischenzeit über 50 Meter lag bei 25,9 Sekunden. So schnell war er noch nie im Lagensprint. Am Ende fehlte leider das Stehvermögen.“ Mit den erbrachten Leistungen haben beide Schwimmer die harten Pflichtzeiten unterboten. Was neben den Top-Zeiten bleibt, ist das beeindruckende Pensum der Top-Stars zu hautnah zu verfolgen. So war die Ungarin Katinka Hosszu nahezu in jedem Vorlauf zu sehen und ist danach auch fast jedes Finale geschwommen.

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