Tolle Zeiten trotz Riesenpensum bei OWL’s größtem Schwimm-Event

Herbstpokal der Wasserfreunde: 400 Schwimmer aus 20 Vereinen absolvieren im Sennestadtbad über 2000 Starts.

 

„Beim diesjährigen Herbstpokal haben wir durch die Bank wirklich sehr gute Leistungen erzielt“, lobte Christof Taube sein Team nach einem kräftezehrenden Wochenende, in denen jeder der 60 Aktiven der Wasserfreunde in der Spitze bis zu 15 Starts absolvierte.

 

Dass trotz des enormen Pensums herausragende Leistungen heraus springen, bewies etwa Lena Rosenstengel. Sie erzielte bei ihrem 100 Meter Schmetterling-Rennen in 1:01,96 Minuten nicht nur einen neuen Vereinsrekord, sondern kratzte mit dieser Zeit auch am OWL-Rekord von Marie Brockhaus vom 1. Paderborner SV. Zur Rekord-Flut beigetragen haben auch die neuen Startblöcke in Bielefelds Vorzeigebad in der Sennestadt. „Absolut lobenswert“ wie die Sportler aus NRW, Niedersachsen und dem Rheinland bestätigen.

 

„Dieses anspruchsvolle Programm schult die Wettkampfhärte“, erläuterte Lena Rosenstengel mit einem Lachen auf den Lippen ihr strammes Pensum. Die erzielten Leistungen können sich auch deshalb sehen lassen, weil sie aus dem vollen Training heraus geschwommen wurden. „Wir haben in den Herbstferien voll durchtrainiert und in der Woche acht Wassereinheiten à zwei Stunden und zusätzlich drei Landeinheiten absolviert“, berichtet Wasserfreunde-Coach Christof Taube, der sich auch über die extrem hohe Trainingsbeteiligung freute. Entsprechend ausgelaugt sind die Wasserfreunde in den Herbstpokal gegangen. „Sobald die Schwimmer im Wettkampf-Modus sind, fällt der Herbstpokal trotzdem recht leicht. Dafür sprechen auch die vielen Top-Zeiten.“

 

Angesichts der Fülle fällt es schwer, die Leistungen aller Schwimmer zu würdigen. Neben Lena Rosenstengel, die auch technisch ein perfektes Rennen über 100 m Schmetterling hinlegte, überzeugte auch Karolin Pult bei ihrem Sieg über 200 m Rücken in 2:18,24 Minuten, einer Zeit in Nähe ihres Vereinsrekordes. Gabriel Lotz drückte über 50 m Freistil (23,92 sec) im Vorlauf seine Bestmarke unter 24 Sekunden und siegte auch im Sprintfinale in der offenen Klasse (Jahrgang 2000 und älter) mit klarem Vorsprung. Der 20-jährige Wasserfreund feierte am Ende einen Doppelsieg, da er auch über 50 m Rücken (27,17 sec) der Konkurrenz keine Chance ließ.

 

Mit neuen Bestmarken beendeten auch Ilka Bathge (20), Zweite im Brust-Final (34,08 sec) und Fabian Mund, in 30,09 Sekunden Vierter bei den Männern, ihre Finals.

 

Ebenso dominant präsentierte sich in den Sprint-Finalläufen der jüngeren Jahrgänge (2002 – 2008) der 14jährige Timo Pohlmann bei seinem Doppelerfolg über 50 m Freistil (25,63 sec.) und 50 m Schmetterling (27,88 sec). Für die Siege fünf und sechs sorgten in den Finalläufen Gerrit Lüngen (13) über 50 m Brust (34,30 sec) und Lina Haberstroh (12) über dieselbe Strecke in 37,69 Sekunden. Schnellste Sprinterin über 50 m Freistil war in 26,08 Sekunden wie bereits im Vorjahr Karolin Kuhlmann (21 Jahre) vom SC Steinhagen-Amshausen. Dahinter platzierten sich mit Lena Rosenstengel (26,69 sec), Karolin Pult (27,36 sec), Lara Pohlmann (27,73 sec) und Annika Günzel (28,18 sec) ein Wasserfreunde-Quartett.

 

Äußerst erfreut war Christof Taube über das jetzt schon wieder hohe schwimmerische Niveau von Janina Poppensieker, die gesundheitsbedingt lange Zeit nicht trainieren konnte und sich gleich mit einem Paukenschlag eindrucksvoll zurückmeldete. Bei ihrem Goldrennen über 200 m Rücken (2:30,82 min) verbesserte sie ihre Bestzeit um gleich vier Sekunden. Richtig flott unterwegs war auch Vasilis Tekidis über 400 m Freistil (4:14,76 min / 2. Platz). Enorme Moral bewies Pia Oberhokamp, die trotz Kapselrissen in drei Fingern, die sie sich im Training zugezogen hatte, insgesamt zehn Starts absolvierte und mit zwei Bestzeiten über 50 m Freistil (28,83 sec) und 100 m Freistil (1:02,14 min / 3. Platz) glänzte.

 

Lange auf eine Bestzeit hin gearbeitet hat Carla Beckmann. Umso größer war die Freude bei der 31-jährigen Schwimmerin über ihre neue Bestmarken über 200 m Schmetterling (2:25,60 min).

 

Bei den Männern überzeugte Timo Pohlmann nicht nur in den Sprint-Finals. Der erst vierzehnjährige Schüler konnte nach seinen zehn Starts insgesamt neun Siege feiern – u.a. über 100 m Schmetterling (1:04,73 min) und über 200 m Freistil (2:07,05 min). Anerkennende Worte fand Christof Taube auch zu den Leistungen der ein Jahr jüngeren Lüngen-Zwillinge, die über 200 m Freistil die Plätze Eins (Gerrit: 2:11,94 min) und Zwei (Janne: 2:12,36 min) belegten.

 

Voll des Lobes war der Wasserfreunde-Trainer auch über die Neuzugänge, darunter die vom Schwimm-Team kommende Pia Kleinbekel (14), die das 400 m Freistil-Rennen (4:48,57 min) in ihrer Altersklasse gewann. Der Ex-Paderborner Thorben Oevermann (19) siegte über 100 m Rücken (1:02,41 min) und schwamm in zwei Finals. Über 50 m Rücken (28,05 sec) wurde er Zweiter hinter Gabriel Lotz. Gleich 14 Starts absolvierte Niklas Klingenberg, der dritte Neuzugang der Wasserfreunde. Der 21-jährige Ex-Ahlener überzeugte mit Platz Eins über 200 m Schmetterling in 2:17,13 Minuten. „Das geht aber noch deutlich schneller“, urteilte Christof Taube, der die neuen Schwimmer erst noch besser kennen lernen muss.

 

Zu ergänzen bleibt, dass die Wasserfreunde die meisten Wertungspunkte (1109) sammelten – allerdings außer Konkurrenz. Dafür löste das Schwimmteam Bielefeld mit 461 Punkten den Paderborner SV (5. Platz / 337 Punkte) als Pokalsieger ab. Dritter wurde die Warendorfer SU (379 Punkte), die ebenso wie die Paderborner auf einer 50 Meter Bahn trainieren können. Auf den weiteren Plätzen landete der SC Steinhagen-Amshausen (347 Punkte) mit gut 100 Zählern Vorsprung vor der SG Mühlheim (234 Punkte). Dahinter rangierten mit dem SC Herford (7. / 159 Punkte), der SG Beckum (8. / 157 Punkte) und dem MTV 1860 Minden (9. / 153 Punkte) weitere Vereine aus der Region.

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