Zehn neue Vereinsrekorde

Lena Rosenstengel ist der zweitschnellste Schmetterling in NRW

Wasserfreunde gewinnen insgesamt fünf Medaillen bei NRW-Kurzbahnmeisterschaften – Vierter Platz für die Damen-Lagenstaffel

Die Wasserfreunde blicken erneut auf erfolgreiche NRW-Kurzbahnmeisterschaften zurück. „Bei den Landesmeisterschaften waren wir wieder sehr erfolgreich mit sehr vielen, sehr guten Zeiten“, stellte Christof Taube seinem Team ein blendendes Zeugnis aus. 18 Aktive hatten die Tickets für die NRW-Meisterschaften in der Wuppertaler Schwimmoper gelöst – so viele wie noch nie. Unter dem Strich verbuchten die Bielefelder zahlreiche Finalteilnahmen, standen fünfmal auf dem Podest und verbuchten zehn Vereinsrekorde, zwei davon mit den Staffeln. Zudem stellten die Wasserfreunde mit Lena Rosenstengel die zweitschnellste Frau in NRW über 100 Meter Schmetterling.

 

Die 21-jährige Studentin zeigte zuletzt konstant starke Leistungen und präsentierte sich auch in Wuppertal in Topform. Die Bielefelderin war in 1:01,27 Minuten in das 100 Meter Schmetterlings-Finale gekommen. Im Finale bestätigte sie ihre Leistung und musste sich in 1:01,04 Minuten (!) und zweimal verbessertem Vereinsrekord nur Lisa Höpink von der SG Essen geschlagen geben. Nach dem Gewinn der Vizemeisterschaft holte Lena Rosenstengel noch Bronze über 200 m Schmetterling (2:15,93 min). Dabei lag sie nur dreizehntel Sekunden hinter Dana Volmerhaus von der SG Ruhr. Lisa Höpink konnte in diesem Rennen ihren zweiten Sieg feiern. „Das war für Lena mit insgesamt zehn Starts ein perfektes Wochenende“, urteilte Christof Taube. „Neben ihrer ohnehin schon sehr guten Technik zeichnet sie eine überragende Fitness aus.“

 

Drei weitere Medaillen sammelten die Wasserfreunde in der Jahrgangswertung. Ebenso topfit wie Lena Rosenstengel präsentierte sich Torben Knollmann in Wuppertal über 400 m Lagen (4:52,59 min). Knapp hinter dem neuen NRW-Kurzbahn-Jahrgangsmeister Omar Altolimy (4:49,48 min) vom TPSK aus Kölnliegend gewann der 18-jährige Schüler eine Silbermedaille. Mit Saisonbestzeit holte sich Torben Knollmann über 1500 m Freistil (17:07,34 min) eine zweite, dieses Mal bronzene Medaille. Mit einem Vereinsrekord (16:35,43 min) musste sich Vasileios Tekidis (16) trösten, der mit einer schnelleren Zeit auf derselben Strecke undankbarer Vierter wurde. „Immerhin hat er den über zehn Jahre alten Rekord von Bernd Kuhlmann um zwei Sekunden verbessert“, erläuterte Christof Taube. Bemerkenswert: „Bei seinem Rekord schwamm er nahezu konstant einen 33 Sekunden-Schnitt auf 50 Metern.“

 

Bronze gab es auch für Pia Kleinebekel, allerdings über 800 m Freistil (9:52,38 min). Ausgerechnet bei ihrem ersten Auftritt auf Landesebene gelang der 14-jährigen Schülerin ebenfalls auf einer längeren Distanz der Sprung aufs Treppchen. Neuzugang Niklas Klingenberg verbesserte den von Matthias Zinram gehalten Vereinsrekord über 200 m Schmetterling gleich zweimal. Im Finale (2:10,56 min) erreichte der 21-jährige Ex-Ahlener damit Rang 9. „Niklas fühlt sich wohl bei uns und die Trainingsumstellung hat ihm bei allen Starts noch einmal einen deutlichen Schub nach vorne gebracht.“ Niklas Klingenberg war auch am Vereinsrekord der 4x50m Freistil-Staffel (1:37,29 min / 8. Platz) der Männer mit Gabriel Lotz, Philipp Strehle und Thorben Oevermann beteiligt. Den verbesserte auch die 4x50m Lagen-Mixed-Staffel (1:52,54 min / 5. Platz).

 

Leider verfehlte die  4 x 50 Meter Lagen-Staffel der Damen mit Karolin Pult (25), Ilka Bathge (20), Lena Rosenstengel (21) und Lara Pohlmann (17) in 1:58,60 Minuten als Vierte nur denkbar einen Medaillenring. Immerhin wurde die 4 x 50 Meter-Freistil-Staffel der Frauen (1:47,84 min) in der Besetzung mit Lara Pohlmann, Lena Rosenstengel, Karolin Pult und Annika Günzel in einem illustren Feld noch gute Fünfte. Zudem schwamm Lara Pohlmann über 100 m Freistil (59,45 sec / 25.) eine neue Bestzeit. Den Anschluss geschafft hat auch wieder Janina Poppensieker (14) mit sehr guten Zeiten über 100 m Rücken (1:10,07 min / 11.) und 200 m Rücken (2:31,30 min / 10.).

 

Mit für sie wenigen Starts verpasste Karolin Pult ebenfalls nur denkbar knapp einen Podestplatz nach ihrem Finaleinzug über 100 m Rücken (1:03,98 min / 4. Platz). Dank einer extremen Steigerung über 200 m Schmetterling (2:24,79 min / 8. Platz) schaffte Carla Beckmann den Sprung in die Top-Ten. „Carla schwimmt schon länger stabil gute Zeiten. Mit etwas Glück reicht diese Zeit sogar für einen Ranking-Platz (Top 100) bei den deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Berlin. Diese Leistung schätzt sie sogar höher ein als ihren Masters-WM-Titel in Kazan.“ Sprinter Gabriel Lotz erreichte über 50 m Freistil (23,97 sec / 17.) seine beste Leistung. Gesteigert hat sich auch wieder Alexander Bockhorst über 50 m Brust (31,37 sec / 57.). Etwas langsamer war auf dieser Strecke Ilka Bathge (34,57 sec / 31.). Mit gesundheitlichen Problem kämpft zur Zeit Annika Günzel, die in der Staffel aber unverzichtbar ist und in Richtung der Deutschen immer besser in Schwung kommt.

 

Trotz Prüfungsstress hat der Brust-Spezialist Fabian Mund (20) eine sehr gute Meisterschaft geschwommen. Über 50 m Brust (30,17 sec / 22.) lag er nur achthundertstel Sekunden über seiner Bestmarke. Nach Anlaufschwierigkeiten überzeugte auch Pia Oberhokamp (18) mit starken Leistungen, herauszuheben sind die 400 m Freistil (4:35,62 min / 16.). Ebenso überzeugend präsentierte sich  Alexander Teubert bei seinem ersten Landesmeisterschaften über 200 m Rücken (2:14,76 min / 28.) und 100 m Rücken (1:02,40 min / 52.). Immer besser in Schwung kommt auch der Ex-Paderborner Thorben Oevermann (19), etwa über 100 m Rücken (1:00,78 min / 33.), während Philipp Strehle über 50 m Schmetterling (26,00 sec / 24.) seine Bestzeit einstellte.

Sponsoren

Braundach
Ishara
Berning