Lena Rosenstengel holte die meisten Punkte

 

Schwimmen: Wasserfreunde-Damen sichern sich souverän den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga – Fünfter Platz für das Taube-Team – Vereinsrekord für Karolin Pult

 

Bei ihrer zwölften Teilnahme in Folge präsentierten sich die Damen der Wasserfreunde Bielefeld erneut in Rekordlaune. Das Team von Christof Taube bestätigte mit einem fünften Platz nicht nur ihre bisher beste Platzierung, sondern kehrte auch mit einem Vereinsrekord und einigen persönlichen Bestzeiten mehr als zufrieden aus Gelsenkirchen zurück. Bei den Ligenwettkämpfen werden alle olympischen Strecken geschwommen.

 

„Der fünfte Platz ist in der Tat eine sehr gute Platzierung, vor allem, wenn man berücksichtigt, welche namhaften Vereine wir hinter uns gelassen haben“, jubelte der Wasserfreunde-Coach, der es immer wieder schafft, ein konkurrenzfähiges Team in den Deutschen Mannschaftswettbewerb Schwimmen (DMS) zu schicken. Hinter den Bielefelder landeten u.a. die SG Schwimmen Münster, der SV Blau-Weiß Bochum und die SG Gelsenkirchen auf den weiteren Plätzen.

 

So konnten die Wasserfreunde mit 15.173 Punkten letztlich souverän den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga sichern. Es siegte der VfL Gladbeck (16.675 Punkte), der als erster Aufsteiger in die 1. Bundesliga feststehen dürfte, vor der zweiten Mannschaft der SG Essen (16.181 Punkte) und dem 1. Paderborner SV (15.347 Punkte), der damit nur 146 Punkte mehr als die Bielefelder auf seinem Konto verbuchte.

 

Dieser Erfolg war nur möglich, weil alle Schwimmer die zuvor prognostizierten Leistungen erbracht haben. Das war umso erstaunlicher, da einige Schwimmerinnen gesundheitlich angeschlagen die Rennen absolvierten. „Trotzdem hat sich keiner hängen lassen“, lobte Christof Taube die vorbildliche Einstellung. So verbesserte die 25-jährige Karolin Pult, angefeuert von den mitgereisten Fans und den am Beckenrand platzierten Mitschwimmern, bei ihrem Auftaktrennen über 200 m Freistil (2:04,81 min / 699 Punkte) nicht nur ihren eigenen Vereinsrekord, sondern sorgte gleichzeitig für einen optimalen DMS-Einstieg.

 

Zudem erzielte Karolin Pult mit Lena Rosenstengel (100 m Schmetterling / 1:01,53 min / 699 Punkte) zusammen die punktbeste Einzelleistung aller Bielefelder Starter. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn die 21-jährige Lena Rosenstengel schwimmt seit Monaten äußerst stabil auf Top-Niveau. So steigerte die DM-Siebte auf der Kurzbahn ihre Bestzeit über 400 m Lagen auf 5:01,19 Minuten und bestätigte ihre Spitzenklasse über 100 m Schmetterling (1:01,53 min) und 200 m Schmetterling (2:15,73 min).

 

Fleißigste Punktesammler waren neben Lena Rosenstengel (2.678 Punkte) und Karolin Pult (2.479 Punkte) noch die 17-jährige Lara Pohlmann (2.355 Punkte) sowie die 18-jährige Pia Oberhokamp (2.299 Punkte), die am Wettkampftag mit Bravour die meisten Wettkampfmeter meisterte und über 200 m Freistil (2:11,57 min) und über 800 m Freistil (9:33,16 min) jeweils mit einer neuen Saisonbestzeit aus dem Wasser stieg.

 

„Ihre bisher beste DMS ist Lara Pohlmann geschwommen“, kommentierte Christof Taube die Zeiten des punktstarken Quartetts. Bei ihren Starts hat die 17-jährige Schülerin drei Bestzeiten aufgestellt – über 50 m Freistil (26,65 sec), über 100 m Freistil (58,84 sec) und über 200 m Rücken (2:29,07). „Die Freistil-Zeiten waren schon extrem gut. Noch mehr habe ich mich über ihre 100-m-Rückenzeit (1:07,82 min) gefreut – nach über einem Jahr endlich mal wieder deutlich unter 1:10,00 Minuten“, erläuterte Christof Taube.

 

Seit langer Zeit wieder einen richtig guten Wettkampf absolvierte Annika Günzel (17), die nach ihren 50 m Freistil (27,44 sec) und 100 m Freistilrennen (1:00,75 min) förmlich „ein Stein vom Herz gefallen ist“. Motiviert durch die DMS-Gänsehaut-Atmosphäre verbesserte Pia Kleinebekel (14) ihre Bestmarke über 800 m Freistil (9:40,28 min) gleich um zwölf Sekunden (!) und bestätigte ihre Leistungsfähigkeit über 400 m Freistil (4:45,91 min). Obwohl sie berufsbedingt nicht mehr so viel trainieren kann, hat Sarah Seipolt (19) die zurückliegenden Wettkampfergebnisse über 100 m Brust (1:19,23 min) und 200 m Brust (2:50,44 min) deutlich verbessern können. „Das sind Zeiten im Bereich ihrer Bestmarken.“

 

Ähnliches gilt für Ilka Bathge (20), die bei ihren zwei Starts über dieselben Strecken (100 m / 1:16,50 min; 200 m / 2:50,31 min) an ihren Bestzeiten kratzte. Nach zweiwöchiger, krankheitsbedingter Zwangspause konnte Carla Beckmann verständlicherweise nicht ganz an ihre Top-Leistungen anknüpfen. Umso bemerkenswerter ist ihre Zeit über 100 m Schmetterling (1:06,89 min). Dafür blieb sie auf der längeren kräftezehrenden 200-Meter-Distanz (2:31,04 min) deutlich über ihrer Bestzeit.

 

Am kommenden Wochenende (11. Februar) haben die Wasserfreunde-Männer nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga ihren Auftritt in der Oberliga. „Der Klassenerhalt sollte in Mühlheim zu schaffen zu sein“, ist sich Christof Taube sicher. Dagegen ist ein direkter Wiederaufstieg aufgrund des Ausfalls von drei Stammkräften eher illusorisch.

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