Philipp Strehle und Alexander Teubert schwimmen neue Vereinsrekorde

 

Das verjüngte DMS-Team der Wasserfreunde startet auch im kommenden Jahr wieder in der Oberliga, vorne von links: Alexander Teubert, Trainer Alexander Bockhorst, Torben Knollmann, Trainer Christof Taube, Claudius Ditz, Thorben Oevermann. Hinten von links: Niklas Klingenberg, Martin Wolff, Max Borchers, Philipp Strehle, Vasileios Tekidis und Fabian Mund. Foto: Peter Unger

 

Schwimmen: Wasserfreunde überzeugen mit Platz Fünf in der DMS-Oberliga – Torben Knollmann mit Mammutpensum

 

Noch vor einer Woche jubelten die Frauen über ihren Verbleib in der 2. Bundesliga. Jetzt legten die Männer der Wasserfreunde nach und feierten in Mühlheim ausgelassen den Klassenerhalt in der DMS-Oberliga. Mit diesem Doppel-Erfolg erfüllten beide Bielefelder Teams die in sie gesetzten Erwartungen beim Deutschen Mannschaftswettbewerb Schwimmen (DMS).

 

Entsprechend zufrieden äußerte sich Christof Taube nach den 13 Rennen auf der 25 Meter Bahn im Mühlheimer Hallenbad. „In der Endabrechnung hatten wir gerade mal hundert Punkte weniger als geplant. Unterm Strich können wir mit den Leistungen des deutlich verjüngten Teams sehr zufrieden sein. Darauf können wir in Zukunft aufbauen.“ Am Ende mussten sich die Bielefelder mit 13.969 Punkten als Fünfte nur der SG Gladbeck / Recklinghausen (15.017 Punkte), der SG Schwimmen Münster (14.364 Punkte), der SG Rhein Erft Köln (14.345 Punkte) und der gastgebenden SG Mühlheim (14.225 Punkte) geschlagen geben. Immerhin fehlten mit Tobias Lange, Martin Stoffel, Matthias Zinram sowie dem in China weilenden Gabriel Lotz vier Leistungsträger der vergangenen Jahre. „Vier Hochkaräter kann man eigentlich nicht ersetzen. Vor diesem Hintergrund ist das Ergebnis und die erzielte Punktzahl absolut beachtlich.“

 

Herausragend sind neben einigen persönlichen Bestmarken zwei neue Vereinsrekorde. Der eine geht auf das Konto des zwanzigjährigen Philipp Strehle, der den von ihm gehaltenen Rekord über 100 m Schmetterling um achtzehn Hundertstelsekunden auf 56,95 Sekunden verbessert hat. Den zweiten Vereinsrekord schwamm der fünfzehnjährige Alexander Teubert über 200 m Rücken in bärenstarken 2:09,11 Minuten. Der fünfzehnjährige Schüler blieb damit fast vier Sekunden (!) unter seiner Bestzeit.

 

„Zuvor hatten sich Tobias Lange und Martin Stoffel jahrelang vergeblich bemüht, den Rekord von Johannes Englisch aus dem Jahre 2013 zu tilgen“, berichtet Christof Taube. „So hatte Alexander den Rekord gar nicht auf dem Schirm.“ Als er sich aber über 100 m Rücken bereits um 1,58 Sekunden auf 1:00,10 Minuten steigerte, machte ihm der Trainer Mut, den Rekord über die 200 Meter-Distanz anzugehen. „Dann hat Alexander in der Tat ein Super-Rennen geliefert, das letztlich im neuen Vereinsrekord mündete.“

 

Überragend lief der Wettkampf auch für Torben Knollmann, der mit einem Mammutpensum – er schwamm insgesamt 2.500 Meter – mit 2.488 Punkten zum größten Punktesammler seiner Mannschaft avancierte. Der achtzehnjährige Schüler präsentierte sich Top-Form und spulte routiniert sein ambitioniertes Programm ab. Während er über 200 m Freistil (1:59,90 min) und 400 m Freistil (4:17,20 min) sowie über 400 m Lagen (4:48,40 min) deutlich unter seinen alten Bestmarken blieb, verfehlte er diese auf der Langdistanz über 1.500 m Freistil (17:02,75 min) nur ganz knapp.

 

Im mannschaftsinternen Punkte-Ranking folgten Niklas Klingenberg (2.410 Punkte) und Vasileios Tekidis (2.208 Punkte). Während es bei Niklas Klingenberg zumindest im ersten Abschnitt über 200 m Freistil (1:58,10 min) und über 200 m Lagen (2:16,39 min) sehr gut lief, hat Vasileios Tekidis mit einem Formtief zu kämpfen. „Wir haben auch keine eindeutige Erklärung für seinen Leistungsabfall. Bereits beim Vorbereitungs-Wettkampf in Recklinghausen lief es nicht rund. Vasileios hat aber in jedem Rennen alles gegeben und somit noch viele Punkte für uns gesammelt.“ Beide Schwimmer absolvierten wie Torben Knollmann das Maximum von vier Einsätzen.

 

Auf drei Einsätze kam der Ex-Paderborner Thorben Oevermann (1.704 Punkte), der sich mit zwei Bestzeiten über 50 m Freistil (23,91 sec) und 100 m Rücken (1:00,49 min) ebenfalls topfit präsentierte. Obwohl er sich seit einigen Wochen mit Knieproblemen herumschlägt und deshalb auch nur ein reduziertes Trainingsprogramm absolviert hat, überzeugte Fabian Mund (20) mit zwei bemerkenswerten Leistungen über 100 m Brust (1:06,68 min) und über 200 m Brust (2:29,74 min). Dagegen war Max Borchers (22) eher unzufrieden mit seiner Leistung über 200 m Rücken (2:20,06 min). „Wahrscheinlich ist Max sein Rennen zu schnell angegangen und ist auf den letzten 50 Metern eingebrochen“, meint Christof Taube.

 

In den Dienst der Mannschaft gestellt hat sich Martin Wolff (27), der sich nach der Absage von Tobias Lange als Brustschwimmer zur Verfügung stellte und sich bei der Gelegenheit auch über 200 m Lagen (2:19,40 min) zur Verfügung stellte. „Nach seiner Rückkehr aus Japan, wo er einige Zeit tätig war, hat sich Martin innerhalb von acht Wochen in Stuttgart vorbereitet und bei der DMS eine absolut respektable Leistung abgeliefert“, lobte Christof Taube seinen ehemaligen Schützling aus der ersten Mannschaft. „Über 200 m Brust (2:19,40 min) war Martin sogar etwas schneller als Fabian Mund, dagegen war die Frequenz über 100 m Brust (1:09,37 min) etwas zu hoch.“

Sponsoren

Braundach
Berning
Hanse