Herausragende Leistungen der Lüngen-Zwillinge

Die zweite Herrenmannschaft der Wasserfreunde schafft den Aufstieg in die Landesliga, von links: Claudius Ditz, Gerrit Lüngen, Timo Pohlmann, Alexander Bockhorst, Matthias Zinram, Jens Jagiella, Janne Lüngen und Christof Taube. Foto: Peter Unger

 

Herausragende Leistungen der Lüngen-Zwillinge

 

Schwimmen: Die zweiten Damen- und Herrenmannschaften der Wasserfreunde steigen auf. – 2018 startet das zweite Herrenteam in der DMS-Landesliga, während die zweite Damen in der DMS-Bezirksliga antreten. – Die Wasserfreunde sind von der Bezirksklasse bis zur 2. Bundesliga mit einem Team vertreten.

 

 

Das vergangene Wochenende stand ganz im Zeichen der Entscheidungen in den Bezirksligen und Bezirksklassen beim Deutschen Mannschaftswettbewerb Schwimmen (DMS). Im Fokus der Wasserfreunde standen dabei die zweiten und dritten Mannschaften der Bielefelder, die wie bereits die ersten Garnituren in der 2. Bundesliga (Damen) und in der Oberliga (Herren) mit Top-Leistungen aufwarteten.

 

Während die Aufstiegsträume des Schwimm-Teams Bielefeld I (11.690 Punkte) nach ihrem zweiten Platz hinter der zweiten Mannschaft der Wasserfreunde (12.104 Punkte) in der Bezirksliga vorerst platzten, steigen die Wasserfreunde als punktbester Vertreter in die Landesliga auf. Bereits nach dem zweiten Rennen hatten die Wasserfreunde die Führung im Gesamt-Klassement übernommen und bis zum Schluss verteidigt. Dabei musste Matthias Zinram kurzfristig für den erkrankten Thomas Heinze einspringen. Der 30-jährige Zinram hält sich zur Zeit mit einem gezielten Trockentraining (Laufen und Radfahren) ohne Wassereinheiten fit. Umso erstaunlicher waren seine Zeiten über 100 m Schmetterling (1:02,07 min) und über die Freistilstrecken (50 m: 25,61 sec / 100 m: 55,92 sec), mit denen er am Ende – mit insgesamt 1.703 Punkten belohnt – einen bemerkenswerten Beitrag zum Landesliga-Aufstieg leistete.

 

Herausragend aus der Sicht des Trainers waren die Leistungen der dreizehnjährigen Lüngen-Zwillinge, die nahezu nach jedem Start mit einer neuen Bestzeit aus dem Wasser stiegen. Während Janne (1.590 Punkte) über 100 m Rücken (1:06,02 min) und 200 m Rücken (2:19,26 min) sowie über 1.500 m Freistil (17:54,19 min) überzeugte, lobte Christof Taube die Rennen von Zwillingsbruder Gerrit (1.975 Punkte) über 200 m Lagen (2:23,70 min) und 400 m Lagen (5:09,10 min) sowie über 200 m Rücken (2:23,32 min) und 200 m Brust (2:42,66 min).

 

Die höchste Einzelpunktzahl verbuchte Claudius Ditz (22) mit 2.176 Punkten, die aus vier Starts und vier Bestzeiten resultierten. Seine beste Leistung erzielte der 22-jährige über 200 m Lagen (2:19,48 min). Zweibester Punktesammler war Timo Pohlmann (2.119 Punkte), der gleich im ersten Abschnitt über 1.500 Meter (17:43,29 min) und 400 m Lagen (5:15,98 min) extrem gefordert wurde. Nach muskulären Verspannungen und einer Lockerungs-Massage glänzte der 14-jährige im weiteren Verlauf mit Top-Leistungen auf Bestzeiten-Niveau über 200 m Freistil (2:05,07 min) und 400 m Freistil (4:28,98).

 

Erstmals unter 1:10 Minuten blieb Alexander Bockhorst (29) bei seinem Auftritt über 100 m Brust (1:08,67 min). „Dafür lief es für ihn über die Kraulstrecken nicht ganz so rund“, kommentierte Christof Taube. Ganz anders präsentierte sich Jens Jagiella (30) über die Freistilstrecken, der insbesondere über 200 m Freistil (2:02,60 min) Jannik Purschke vom Schwimm-Team Bielefeld das Leben schwer machte. „Jannik lag nach 100 Metern bereits eine Länge vor Jens, der wiederum auf den zweiten hundert Metern aufdrehte und das Rennen fast noch egalisieren konnte“, beschreibt Christof Taube den Rennverlauf.

 

Erstmalig versuchte sich Christof Taube über 100 m Rücken, wo er sich von 1:07 Minuten auf 1:05,87 Minuten steigern konnte. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell bin“, kommentierte der Aktiventrainer seine Premiere. Über 100 m Schmetterling (1:03,28 min) und 200 m Schmetterling (2:23,20 min) blieb der Schmetterlings-Spezialist im Rahmen dessen, was er momentan zu leisten in der Lage ist.

 

Parallel zum Titelgewinn der zweiten Herrenmannschaft in der DMS-Bezirksliga hat sich die zweite Wasserfreunde-Garnitur (10.373 Punkte) bei den Damen eine Klasse tiefer den Titel vor dem SV 1860 Minden (10.153 Punkte) in der DMS-Bezirksklasse gesichert. „Nach diesen tollen Ergebnissen sind die Wasserfreunde erstmalig in allen Klassen des Deutschen Mannschaftswettbewerb Schwimmen (DMS) vertreten – von der Bezirksklasse bis zur 2. Bundesliga“, jubelte Christof Taube. „Das gab es noch nie.“

 

Erfolgreichste Punktesammlerinnen waren im Bezirksklasse-Team Janina Poppensieker (1862 Punkte) gefolgt von Lina Haberstroh (1650 Punkte), Christina Teubert (1624 Punkte) und Maren Knollmann (1591 Punkte). Die weiteren Schwimmerinnen Anna Scheffler (1529 Punkte), Anna Haberstroh (1448 Punkte) und Juliane Schröder (678 Punkte) sorgten in der gleichmäßig besetzten zweiten Frauenmannschaft für einen knappen Vorsprung vor dem SV 1860 Minden. Hervorzuheben sind u.a. die Zeiten von Christina Teubert (19) über 400 m Lagen (5:43,31 min) und über 100 m Rücken (1:15,80 min). Aber auch die gesundheitlich leicht angeschlagene Janina Poppensieker (14) erzielte über 50 m Freistil (29,02 sec) und 200 m Rücken (2:34,64 min) respektable Zeiten genauso wie Anna Scheffler (19) über 200 m Schmetterling (2:46,55 min).

 

Auf Rang Sieben folgte die dritte Damen-Mannschaft der Wasserfreunde mit 6903 Punkten. Am meisten Zähler sammelten Lena-Marie Heinze (1345 Punkte), Annika Schwalm (1152 Punkte) und Priyanga Selvenesan (1079 Punkte). Komplettiert wurde das Team mit Joke Oberhokamp, Annika Knoche, Joline Poppensieker und Anastas Melissopoulou. Ebenfalls Rang Sieben erreichten das dritte Männer-Team der Wasserfreunde mit Nils Kombrink (1594 Punkte), Felix Tiekemeier (1120 Punkte), Maksimilian Pöschel (752 Punkte) sowie Mohammad Gholami, Dimitrij Bormann und Leon Uwarow.

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