Pia Oberhokamp wird OWL-Meisterin über 1500 Meter Freistil

Doppelerfolg für die Wasserfreunde: Pia Oberhokamp, frisch gebackene OWL-Meisterin in der Offenen Klasse, und die neue Vizemeisterin Pia Kleinebekel liefern sich über 1500 Freistil ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Foto: Peter Unger

Schwimmen: Kleines Aufgebot der Wasserfreunde holt in Lübbecke bei den OWL-Meisterschaften über die lange Strecke insgesamt 39 Medaillen.

 

Obwohl die Wasserfreunde nur mit einem kleinen Team bei den OWL-Meisterschaften „Lange Strecke“ in Lübbecke gestartet sind, kehrten sie mit 39 Medaillen (21xGold/10xSilber/8xBronze) zurück nach Bielefeld. Aufgrund der Termindichte verzichteten einige Aktive, die demnächst bei NRW- und deutschen Meisterschaften, auf die Teilnahme.

 

„Sie hätten über sechs Wochen jedes Wochenende einen Wettkampf zu absolvieren“, erläutert Christof Taube. „Das ist von der Belastung her viel zu hoch, zumal bei einem Wettkampf immer das ganze Wochenende belegt ist.“ Der andere Grund ist, dass einige Schwimmer noch gesundheitlich angeschlagen sind. Dazu zählt u.a. Vasileios Tekidis, der im Vorjahr die langen Freistilstrecken dominierte und im Vorfeld als Top-Favorit über 800 Meter und 1500 Meter Freistil gehandelt wurde.

 

Dafür glänzten dieses Mal andere Schwimmer in der Offenen Klasse, etwa Pia Oberhokamp (18) und Pia Kleinebekel (14), die sich über 1500 Freistil ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten. Mit gut acht Sekunden Vorsprung siegte am Ende Pia Oberhokamp in beachtlichen 18:37,35 Minuten vor der neuen Vizemeisterin Pia Kleinebekel (18:45,84 min), die ihre persönliche Bestzeit um fast 50 (!) Sekunden verbessert hat. Nach dem kräftezehrenden Rennen verzichteten beide auf ihren Start über 800 Meter Freistil. Die nahm dafür Maren Knollmann (14) in Angriff, die in 10:59,27 Minuten auf einen Bronzerang schwamm.

 

Timo Pohlmann (14) war der einzige Wasserfreund auf dieser Strecke, der als OWL-Vizemeister in 9:03,26 Minuten einen neuen OWL-Jugendrekord aufstellte und erst im Schlussspurt von Jannik Purschke (Schwimmteam) abgefangen wurde. Noch nicht ganz für einen Titel in der offenen Wertung reichte es für den dreizehnjährigen Janne Lüngen, der in 17:53,34 Minuten über 1500 Meter Freistil hinter Jannik Purschke (Schwimmteam) und Jan Kaltschmidt (TG Ennigloh) immerhin schon Dritter wurde. Zwillingsbruder Gerrit wurde ebenfalls Dritter, allerdings in der Jahrgangswertung, die Janne klar dominierte. Die fünfte Medaille in der Offenen Klasse, eine in Silber, ging an Annika Günzel (17) über 400 m Lagen (5:30,33 min), die sich in Abwesenheit von Karolin Pult und Lena Rosenstengel gut in Szene setzte. Gleiches gilt für drei Jahre jüngere Janina Poppensieker, die sich den Jahrgangstitel über 400 m Lagen (5:38,10 min) holte.

 

Mit sehr vielen guten Zeiten glänzten auch die Männer der Wasserfreunde über 400 m Lagen, darunter Alexander Teubert (15), der als Jahrgangsbester in 5:07,92 min gleichzeitig Vierter in der offenen Klasse wurde. Im Jahrgang 2003 belegten die Zwillinge Gerrit (5:09,64 min) und Janne Lüngen (5:09,68 min) fast zeitgleich die vorderen Podestplätze, obwohl sie in unterschiedlichen Läufe gestartet sind. Unwesentlich langsamer war Timo Pohlmann (Jg. 2002), Jahrgangsbester in 5:10,14 Minuten.

 

Weiteres Edelmetall sammelten die Wasserfreunde in den jüngeren Jahrgängen. Lina Haberstroh (12) ließ der Konkurrenz über 400 m Lagen (5:40,57 min) keine Chance, während sich ihre ein Jahr jüngere Schwester Anna über zwei Silbermedaillen über 400 m Lagen und 800 m Freistil (10:54,73 min) freuen konnte. Mit gleich zwei Bronzemedaillen und starken Leistungen schwamm sich auch Juliane Schröder (13) aus der zweiten Mannschaft über 400 m Lagen (6:13,76 min) und über 800 m Freistil in den Fokus des Trainers.

 

Ein dickes Trainerlob erhielt auch Tjalf Haun (12), der erstmals über 1500 m Freistil (21:52,97 min / 2.) an den Start ging. „Tjalf hat sehr schnell seinen Rhythmus gefunden und ist sehr konstant geschwommen“, urteilte Christof Taube. Dasselbe gilt für Leon Uwarow als Fünfter in 22:50,44 Minuten in derselben Altersklasse. Enorm verbessert erkämpfte sich Annika Knoche (11) Silber und Bronze über 800 m Freistil (12:33,22 min) und 400 m Lagen (6:46,48 min). Dasselbe gilt für den gleichaltrigen Nikolai Tost mit Doppel-Gold über 400m Lagen (6:28,03 min) und über 1500m Freistil (24:27,29 min).

 

Bei den jüngsten Startern glänzte die erst zehnjährige Greta Bachmann, die nicht nur den Jugendmehrkampf gewann, sondern auch bei jedem ihrer sieben (!) Starts auf dem Podest landete. Die Medaillenflut setzte sich mit vier Siegen bei den Masters fort. Während Ingeborg Seidel (AK 70) sich über ihren Erfolg über 200 m Brust (3:50,13 min) freute, überzeugte Carla Beckmann (AK 30) über 200 m Schmetterling (2:26,23 min) mit einer deutlich schnelleren Zeit als bei der DMS. Seine Zeiten bestätigte Claudius Ditz (AK 20) bei seinen Titeln über 200 m Brust (2:36,12 min) und über 800 m Freistil (9:51,02 min).

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