Optimaler Saisoneinstieg für die Wasserfreunde

Schwimmen: 42 Podestplätze für die 1. Mannschaft beim ‚Internationalen Sparkassen Team-Cup’ in Gelsenkirchen.

 

Von Peter Unger

 

Bielefeld (WB). Beim Internationalen Sparkassen-Team-Cup in Gelsenkirchen konnte sich das mit 19 Aktiven angereiste Wasserfreunde-Team nicht nur über die bemerkenswerte Ausbeute von insgesamt 42 Podestplätzen (13xGold/11xSilber/18xBronze) freuen, sondern auch über teils überragende Zeiten. „Das war ein hervorragender Wettkampf, zumal wir nach dem Ende der Sommerferien erst drei Wochen wieder im Training sind“, strahlte ein sichtlich zufriedener Wasserfreunde-Coach. „Wir fahren immer gerne zum Sparkassen-Cup nach Gelsenkirchen, da wir durch die starke Konkurrenz entsprechend gefordert werden.“

 

Bei Zuschauern und Aktiven gleichermaßen beliebt sind im Gelsenkirchener Zentralbad die Finalläufe. Die jeweils sechs zeitschnellsten Schwimmer aus allen Altersklassen ermitteln den Gesamtsieger über die 100-Meter-Distanz. Lena Rosenstengel (22) war zweimal im Finale vertreten – über 100 m Freistil (57,78 sec / 3.) und über 100 m Schmetterling (1:02,66 min / 4.). Auf ebenso hohem Niveau absolvierte sie im Laufe des Wettkampfs die 100 m Lagen (1:06,33 min / 2.) und die 200 m Schmetterling (2:19,05 min / 3.). Als zweite Wasserfreundin in einem Finale überzeugte die 26-jährige Karolin Pult als Drittplatzierte über 100 m Rücken in sehr guten 1:06,67 Minuten. Einziger männlicher Bielefelder Vertreter war der 16-jährige Alexander Teubert, der trotz Trainingsrückstand über 100 m Rücken (1:00,93 / 6.) an seiner Bestzeit kratzte.

 

Hervorzuheben aus der Fülle an guten Ergebnissen sind die Zeiten der 15-jährigen Lüngen-Zwillinge. Während sich Gerrit über 100 m Brust (1:09,49 min / 2. Platz) und 200 m Brust (2:34,22 min / 2.) um bis zu acht Sekunden verbesserte, überzeugte Janne bei seinen fünf Starts mit fünf Bestzeiten – etwa über 100 m Rücken (1:03,30 min / 1.), 200 m Rücken (2:15,48 min / 1.) und über 100 m Freistil (56,74 sec / 1.), wo er seine alte Bestmarke gleich um 2,68 Sekunden (!) förmlich pulverisierte.

 

Ebenso beeindruckend war die Bilanz von Tim Pohlmann, der bei fünf seiner sechs Starts als Sieger aus dem Wasser stieg. Über 100 m Schmetterling beeindruckte der der 15-jährige ehemalige Ennigerloher mit einer Zeit von 1:01,26 Minuten – eine Verbesserung um fast 3 (!) Sekunden. Ebenso stark waren seine Zeiten im Schmetterlingssprint (26,89 sec) sowie über 50 m Freistil (25,40 sec) und 100 m Freistil (55,42 sec). „Das war ein bärenstarker Auftakt, zumal er nach den Ferien eher wie eine bleierne Ente schwamm – ohne jegliches Wassergefühl“, urteilte Christof Taube. „Letzte Woche sah es bereits wieder richtig gut aus.“

 

Drei Bestzeiten erzielte die ebenfalls 15-jährige Pia Kleinbekel bei ihren vier Starts – etwa über 100 m Freistil (1:02,22 min / 2.) und über 200 m Rücken (2:31,69 min / 3.). „Damit ist sie ebenfalls gut in die Saison gestartet.“ Nach Klassenfahrt und krankheitsbedingtem Trainingsrückstand lief es für Janina Poppensieker (15) noch nicht rund, obwohl sie über 50 m Rücken (32,94 sec / 4.) und über 100 m Rücken (1:12.07 min / 4.) schon ganz ansprechende Resultate schaffte.

 

Einen großen Satz nach vorne gemacht hat Lara Pohlmann (18), die bereits am vergangenen Wochenende bei ihrem Ex-Verein Ennigerloh in die Kurzbahn-Saison startete. Im Vergleich dazu steigerte sie sich noch mal deutlich über 100 m Lagen (1:08,95 min / 5.). Aber auch ihre Zeiten über 50 m Rücken (31,37 sec / 3.) und 100 m Rücken (1:08,60 min / 7.) können sich sehen lassen. Über 100 m Schmetterling (59,36 sec / 5.) hat Philipp Strehle eine Finalteilnahme knapp verpasst.

 

In die erste Mannschaft aufgerückt sind mit Anna und Lina Haberstroh zwei Nachwuchschwimmerinnen, die sich in Gelsenkirchen ebenfalls pudelwohl fühlten und mit starken Leistungen aufwarteten. Während die ein Jahr ältere Anna (14) fünf Bestzeiten aufstellte und ihren Trainer besonders über 400 m Freistil (5:16,17 min / 12.) und über 100 m Schmetterling (1:12,15 / 3.) beeindruckte, pickte Christof Taube bei Lina (13) neben ihrer makellosen Bilanz (7 Starts/7 Bestzeiten) zwei Leistungen heraus. Über 200 m Schmetterling (2:42,77 min / 2.) steigerte sich Lina gleich um über 10 Sekunden (!). Über 100 m Brust (1:20,87 min) langte es für sie sogar zur Goldmedaille.

 

Carla Beckmann (33), Sechste über 200 m Freistil (2:17,59 min), schaffte als Dritte über 400 m Freistil (4:49,23 min) sogar den Sprung aufs Podest. Den verpasste Claudius Ditz (23) nach zweiwöchigem Urlaub leider. „Das merkte man ihm auch an.“ Trotzdem blieb er über sowohl über 100 m Schmetterling (1:02,87 min / 11.), als auch über 200 m Freistil (2:04,73 min / 7.) nur gut eine Sekunde über seinen Bestzeiten. Gesundheitlich nicht auf der Höhe präsentierte sich Pia Oberhokamp (19), die trotzdem über 400 m Freistil (4:47,31 min) einen starken zweiten Platz erkämpfte. Ihre Form noch nicht wieder gefunden hat Annika Günzel (18), die über 200 m Freistil (2:22,98 min) Siebte wurde. Thomas Heinze (19) hatte an diesem Wochenende nicht nur über 50 m Schmetterling (28,58 min / 25.) mit dem fehlenden Wassergefühl zu kämpfen. „Obwohl er gut trainiert hat“, ergänzt Christof Taube.

 

Ordentlich Fahrt aufgenommen hat Thorben Oevermann, wie seine Zeiten über 50 m Rücken (28,53 sec / 7.) und über 100 m Freistil (55,25 sec / 15.) belegen. Dagegen hadert Vasileios Tekidis (17) mit seiner Form, der sich bei den NRW-Freiwassermeisterschaften gut präsentierte, und in Gelsenkirchen Siebter über 200 m Schmetterling (2:22,30 min) wurde. „Im Wettkampfbecken wird im Vergleich zum Freiwasser natürlich ein ganz anderes Tempo geschwommen“, erläuterte Christof Taube. „Die Ausdauer ist bei Vasileios schon gut, an der Schnelligkeit müssen wir noch arbeiten.“

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