Wasserfreunde halten die 2. Liga

Die „13“ bringt dem Damen-Team kein Unglück. Sie sichern sich in Gelsenkirchen im Deutschen Mannschaftswettbewerb erneut den Klassenerhalt.

Starten auch 2019 wieder in der 2. Bundesliga, untere Reihe von links: Lena Rosenstengel, Carla Beckmann, Karolin Taube und WF-Coach Christof Taube. Oben von links: Lara Pohlmann, Ilka Bathge, Pia Oberhokamp, Pia Kleinbekel, Annika Günzel und Sarah Seipolt. Foto: Peter Unger

 

Nach 52 Rennen im Gelsenkirchener Zentralbad hatten sie es erneut geschafft: Die Wasserfreunde-Damen sicherten sich mit Platz neun erneut den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga. „Es blieb bis zum Schluss spannend“, urteilte Christof Taube. „Letztlich lagen wir im Laufe des Tages nie auf einem Abstiegsplatz und belegten ziemlich durchgehend den neunten Platz.“

 

Immerhin hatte es der Wasserfreunde-Coach zum mittlerweile dreizehnten Mal (!) in Folge geschafft, ein konkurrenzfähiges Team in den Deutschen Mannschaftswettbewerb Schwimmen (DMS) zu schicken. Hinter den Bielefeldern landeten drei namhafte NRW-Teams: die SG Rhein-Erft Köln, der SV Blau-Weiß Bochum und die SG Gelsenkirchen, von denen zwei in die Oberliga absteigen.

 

Die Wasserfreunde haben mit 14.871 Punkten den Klassenerhalt geschafft. Es siegte der VfL Gladbeck (17.015 Punkte), der als erster Aufsteiger in die 1. Bundesliga feststehen dürfte, vor der SG Bayer (16.385 Punkte) und dem Drittplatzierten SG Ruhr (15.663 Punkte). Zu einer besseren Platzierung fehlten den Wasserfreunden gerade mal 366 Punkte. So gering war der Abstand zum 1. Paderborner SV und der SG Münster, die die Plätze vor ihnen belegten.

 

Der Klassenerhalt war nur möglich, weil nahezu alle Schwimmer die zuvor prognostizierten Leistungen erbracht haben. Da einige Schwimmerinnen gesundheitlich angeschlagen waren, war das keine Selbstverständlichkeit. Zudem erzielten die Bielefelderinnen teilweise sehr gute Resultate – darunter Lena Rosenstengel (100 m Schmetterling / 1:01,64 min / 695 Punkte), die zusammen mit Karolin Taube (200 m Freistil / 2:06,71 min / 668 Punkte) mit den punktbesten Einzelleistungen überzeugten. Erwähnenswert waren bei der 26-jährigen Karolin Taube noch die 100 m Rücken (1:05,26 min) und die 400 m Freistil (4:30,09 min), während die 21-jährige Lena Rosenstengel noch über 200 m Schmetterling (2:16,95 min / 666 Punkte) flotter unterwegs als bei den NRW-Titelkämpfen. „Lena und Karo waren in ihren Läufen jeweils sehr weit vorne und haben für uns wichtige Punkte geholt“, erläutert Christof Taube.

 

Beide, Lena Rosenstengel (2.634 Punkte) und Karolin Pult (2.511 Punkte), sammelten mit der 18-jährigen Lara Pohlmann (2.394 Punkte) sowie Pia Oberhokamp (2.052 Punkte) die meisten Punkte. Zudem absolvierte die 19-jährige Studentin bei dieser DMS die meisten Wettkampfmeter. Ihre beste Leistung erzielte sie über 800 m Freistil (9:50,54 min).

 

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich Lara Pohlmann noch einmal deutlich gesteigert. Bei ihren Starts hat die 18-jährige Schülerin zwei Bestzeiten auf den Rückenstrecken aufgestellt – über 100 Meter (1:06,53 min) und über 200 Meter (2:27,45 min). Über Freistil lag sie nur minimal über ihren Bestmarken. Den Erwartungen entsprechend hat auch Annika Günzel (18) ihre Leistungen gebracht – sowohl über 100 m Freistil (1:01,00 min), als auch über 200 m Freistil (2:13,40 min).

 

Ihre bisher stärkste DMS für die Wasserfreunde ist Carla Beckmann geschwommen. Unterm Strich stehen eine neue Bestzeit über 100 m Schmetterling (1:05,30 min) sowie eine starke Zeit auf der längeren kräftezehrenden 200-Meter-Distanz (2:24,81 min). Beide Strecken musste die 33-jährige Schmetterlings-Spezialistin in einem Abschnitt bewältigen. Ebenfalls an einer neuen Bestmarke kratzte die Langstrecklerin Pia Kleinebekel (15) über 800 m Freistil (9:43,23 min).

 

Obwohl sie berufsbedingt nicht mehr so viel trainieren kann, hat Sarah Seipolt (20) die Ergebnisse aus dem Vorjahr über 100 m Brust (1:19,82 min) und 200 m Brust (2:53,69 min) bestätigen können. „Das war besser als prognostiziert.“ Dagegen etwas abgefallen ist die ein Jahr ältere Ilka Bathge, die erst Ende November von einem halbjährigen Australien-Trip zurückgekehrt ist. „Bei ihren zwei Starts über dieselben Strecken (100 m / 1:19,70 min; 200 m / 2:56,80 min) ist sie bei weitem noch nicht da, wo sie schon mal leistungsmäßig war.“

 

In zehn Tagen (18. Februar 2018) haben die Wasserfreunde-Männer ihren Auftritt in der Oberliga „Unser Ziel ist es, im kommenden Jahr wieder mit zwei Mannschaften in der 2. Bundesliga vertreten zu sein“, wirft Christof Taube einen zuversichtlichen Blick in die Zukunft. Ein Wiederaufstieg ist mit der verjüngten Männer-Mannschaft durchaus machbar – zumal die gelungene Mischung aus jungen und versierten Kräften durchaus Erfolg versprechend ist.

 

 

 

 

 

 

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