Wasserfreunde avancieren zur Nummer eins in Ostwestfalen

Historischer Moment für die Wasserfreunde: Den erst zweiten Aufstieg einer Männermannschaft in die 2. Bundesliga schafften (vorne von links) Thorben Oevermann, Alexander Teubert, Torben Knollmann, Janne Lüngen, Gabriel Lotz und Trainer Christof Taube sowie (hinten von links) Gerrit Lüngen, Timo Pohlmann, Philipp Strehle, Vasileios Tekidis, Fabian Mund und Niklas Klingenberg.

 

 

 

 

 

Nach dem Aufstieg der Männermannschaft sind die Bielefelder nun als einziger OWL-Klub mit zwei Teams in der 2. Bundesliga vertreten. Beim Wettkampf in Mülheim an der Ruhr fallen zwei Vereinsrekorde.

 

Die Wasserfreunde Bielefeld feiern ihre „kleine Sensation“: Nach dem Klassenerhalt der Damen-Mannschaft schwimmen auch die Herren 2019 in der 2. Bundesliga. Auf dem Weg zum Aufstieg bekam das Team von Christof Taube unverhofft Schützenhilfe aus Wuppertal.

Beim Oberliga-Wettkampf in Mülheim an der Ruhr reichte es für die Wasserfreunde nach teils überragenden Leistungen mit 14.713 Punkten hinter den Teams aus Aachen (2./14.897) und Oberhausen (1./15.466) zum dritten Platz – trotzdem eigentlich zu wenig für den Aufstieg in Liga zwei. Doch das Glück war mit den Bielefeldern: Weil die SG Bayer Wuppertal selbst den Sprung aus der zweiten in die erste Liga schaffte, rückten die Wasserfreunde als dritter Aufsteiger unter den zwölf gestarteten Vereinen in die zweite Liga auf.

 

Und den angepeilten Sprung in die Zweitklassigkeit hatte sich der Oberligist redlich verdient – und das nicht erst am Wettkampftag im Mülheimer Bad. Wochenlang hatten sich die Bielefelder in der Heimat mit vielen Sonderschichten an den Wochenenden akribisch auf den alles entscheidenden Wettkampf vorbereitet.

 

Gerade Coach Christof Taube stand dabei vor einer großen Herausforderung, musste er doch ein kompliziertes Puzzle bis zum ersten Start in Mühlheim gelöst haben. Geschwommen wurde nämlich in 52 Rennen, bei denen in zwei Durchgängen das komplette olympische Programm abgespult werden musste.

 

Die Besonderheit: Jeder Schwimmer durfte maximal vier Mal ins Becken steigen. Taube gelang es allerdings einmal mehr, die für seine Wasserfreunde bestmögliche Konstellation zusammen zu stellen. Anders als in den Vorjahren setzten die Bielefelder dabei nicht mehr vorwiegend auf altbewährte Kräfte, sondern gaben vor allem der Jugend eine Chance, sich auf der größtmöglichen Bühne zu bewähren.

 

Seine Athleten gaben Christof Taube, der tags zuvor selbst noch in der Landesliga ins Becken gestiegen war und überraschend den Klassenerhalt mit der Wasserfreunde-Reserve feiern durfte, mit seiner Auswahl gleich an mehreren Stellen recht.

 

Fleißigster Punktesammler auf Seite der Wasserfreunde: Niklas Klingenberg. Der 22-Jährige sammelte bei seinen vier Starts mit 2348 die meisten Zähler für die Bielefelder. Hinter Klingenberg trumpfte auch der Wasserfreunde-Nachwuchs groß auf: Alexander Teubert (16) brach seinen selbst aufgestellten Vereinsrekord über die 200 Meter Rücken und schraubte die neue Bestmarke auf 2:08;41 Minuten.

 

Und auch eine zweite, rund zehn Jahre alte vereinsinterne Bestmarke fiel beim Bielefelder Aufstieg. Gabriel Lotz flog über die 50 Meter Freistil in 23,31 Sekunden ins Ziel. Der Lohn: Faire Glückwünsche vom bisherigen Rekordhalter Daniel Foest.

 

Zudem purzelte neben den beiden Vereinsrekorden bei den Wasserfreunden eine ganze Reihe an persönlichen Bestzeiten: Gerrit Lüngen verbesserte sich über 200 Meter Lagen auf 2:15,29 Minuten, Thorben Oevermann schlug über 100 Meter Freistil bei 53,71 Sekunden an. Auch Timo Pohlmann steigerte sich über die 100 Meter Schmetterling (59,29 Sekunden) und 400 Meter Freistil (4:18,65 Minuten).

 

Thorben Knollmann nahm die 400 Meter Lagen – der inoffizielle „Zehnkampf des Schwimmens“ – auf sich und schlug nach 4:45,27 Minuten an. Darüber hinaus leisteten Janne Lüngen (1500 Meter/17:11,52), Fabian Mund (100 Meter Brust/1:05,56) und Vasileios Tekidis (1500 Meter Freistil/16:47,80) ihren wichtigen Beitrag zum Aufstieg.

 

Christof Taube stellte dementsprechend auch die Teamleistung in den Vordergrund: „Ein Top-Wettkampf. Wir haben durch die Bank hervorragende Leistungen gebracht und hatten dieses Jahr das Glück, keine krankheitsbedingten Ausfälle dabei zu haben.“

Rekord: Gabriel Lotz knackte die zehn Jahre alte Bestmar- ke über 50 Meter Freistil.

Sponsoren

Fuellkrug
Braundach
Ishara