Wasserfreunde-Quartett ist auf den Punkt topfit

Elf Medaillen für den Wasserfreunde-Nachwuchs bei der NRW-Jahrgangsmeisterchaft im Dortmunder Südbad

 

Dreimal Gold, dreimal Silber und fünfmal Bronze lautete die beeindruckende Bilanz der Wasserfreunde bei den NRW-Jahrgangsmeisterschaften in Dortmund. Jeweils vier Medaillen gingen auf das Konto von Timo Pohlmann und Gerrit Lüngen, die zudem völlig unerwartet als dreifach dekorierte Landesmeister für den ersten Saison-Höhepunkt sorgten.

 

„Alle vier Schwimmer waren auf den Punkt topfit und dadurch extrem erfolgreich“, jubelten die beiden Wasserfreunde-Trainer Christof Taube und Alexander Bockhorst nach 24 absolvierten Starts und den daraus resultierenden 17 persönlichen Bestzeiten. Damit bestätigten die vier gemeldeten Schwimmer nicht nur ihre guten Trainingsleistungen, sondern unterboten teils deutlich die Meldezeiten. „Vom Meldeergebnis her war diese Leistungsexplosion nicht zu erwarten. Wir sind in kein Rennen als Favorit ins Wasser gestiegen. Bei optimalem Ausgang sollte ein dritter bzw. vierter Platz drin sein.“ Herausgekommen sind dagegen so viele Medaillen wie lange nicht mehr bei NRW-Titelkämpfen.

 

Vier Medaillen sammelte allein Timo Pohlmann, der seine ohnehin schon beeindruckenden Zeiten bei fünf Starts nochmals deutlich unterbot. So deklassierte der fünfzehnjährige Schüler die Konkurrenz über 50 Meter Schmetterling (26,42 sec) bei einem Vorsprung von einer halben Sekunde deutlich. „Das war ein Rennen wie aus einem Guss – vom Start weg über die Unterwasserphase bis hin zu stilistischen Feinheiten.“

 

Den zweiten NRW-Jahrgangstitel sicherte sich Timo Pohlmann über 100 m Freistil in 55,61 Sekunden, als er nach einer extrem starken zweiten Bahn zeitgleich mit Jan Wenske vom Ohligser TV anschlug. „Nach der Wende lag Timo noch auf dem vierten Rang. Die zweite Bahn ist er dann noch mal deutlich unter 30 Sekunden geschwommen.“ Zudem blieb Timo Pohlmann über 100 m Schmetterling (59,70 Sekunden) erstmalig unter einer Minute und wurde dafür mit Silber belohnt. Seine vierte, diesmal bronzene Medaille holte er über 200 m Freistil (2:03,62 min) – ebenso mit neuer persönlicher Bestmarke wie über die abschließenden 50 m Freistil (25,14 sec / 4. Platz).

 

Mit einer vergleichbaren beeindruckenden Bilanz (4 Medaillen) überzeugte auch der ein Jahr jüngere Gerrit Lüngen, der am ersten Wettkampftag völlig überraschend die 200-Meter-Brust (2:32,50 min) gewonnen hat. „Gerrit hat gleich die Initiative ergriffen und lag nach einer Durchgangszeit von 1:12 Minuten deutlich vor der Konkurrenz. Das war ein richtig geiles Rennen“, berichtet Christof Taube. Ebenso groß war die Verbesserung über 200 m Lagen (2:15,99 min / Bronze) beim frischgebackenen NRW-Meister. Zwei weitere Bronze-Medaillen holte er sich über 100 m Brust (1:10,86 min) und über 50 m Schmetterling (28,04 sec), eher eine Nebenstrecke für Gerrit Lüngen. „Wenn es läuft, holt man auch da mal eben noch eine Medaille.“

 

Einen Wettkampf auf ähnlich hohem Niveau hat auch sein Zwillingsbruder Janne abgeliefert, der drei Medaillen zum herausragenden Gesamtergebnis der Wasserfreunde beisteuerte. Janne adelte sein Wochenende mit zwei NRW-Vizemeisterschaften über seine Parade-Disziplin, dem Rückenschwimmen. Sowohl über 100 m Rücken (1:04,11 min), als auch über 200 m Rücken (2:18,48 min) musste der Bielefelder allerdings Fynn Redemann von der SG Gladbeck/Recklinghausen ziehen lassen. Dafür konnte er den Dauerkonkurrenten Cedric Büssing (SG Dortmund) über die 200-Meter-Distanz nach einem packenden Finish hinter sich lassen. Büssing konterte mit einem Klasse-Rennen und dem Gewinn der NRW-Meisterschaft über 400 m Freistil in 4:13,74 Minuten. Bronze ging an Janne Lüngen in 4:21,88 Minuten.

 

In ebenso guter Form präsentierte sich Lina Haberstroh, die insgesamt sieben (!) Starts absolvierte. Besonders herauszuheben ist ihre Leistung über 200 m Schmetterling (2:37,87 min), wo sie trotz deutlicher Verbesserung knapp an einer Medaille vorbei schrammte und Vierte wurde. „Lina lag durchweg auf einem Medaillen-Rang. Auf den letzten Metern hat leider die Kraft nicht gereicht.“ Erwähnenswert ist auch ihre Leistung über 200 m Brust (2:56,97 min / 13.). „Alle anderen Zeiten bewegten sich bei Lina auf Bestzeiten-Niveau.“

 

„Die Leistungen sprechen für sich.“ Anerkennende Worte für die starke Leistung des Wasserfreunde-Quartetts gab es auch von Landestrainer Jürgen Verhülsdonk. Entsprechend positiv fiel das Fazit für Christof Taube aus: „Die Ergebnisse sind ein schöner Beweis dafür, dass im Oster-Trainingslager im dänischen Tondern mit einem Wochen-Pensum von bis zu 90 (!) Kilometern ordentlich gearbeitet wurde. Die Zeiten sprechen für sich.“ Insofern ist Christof Taube guter Dinge, dass die Saison so weiter geht. Fix ist, dass sich mit Janne und Gerrit Lüngen, Timo Pohlmann, Lina Haberstroh, Vasileios Tekidis, Alexander Teubert und Pia Kleinebekel sieben Wasserfreunde für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin (29. Mai – 2. Juni) qualifiziert haben.

 

Flotte Wasserfreunde, von links: Janne Lüngen, Lina Haberstroh, Timo Pohlmann und Gerrit Lüngen.

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