Gerrit Lüngen mit Top-Zeiten im DM-Finale

Drei Top-Ten-Platzierungen der Wasserfreunde bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften – Vasileios Tekidis Siebter über 1500 Meter Freistil – Drei Vereinsrekorde

 

Diese Bilanz kann sich sehen lassen! Mit drei Top-Ten-Platzierungen und zwölf Bestzeiten kehrten die sieben für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften qualifizierten Schwimmer aus Berlin zurück. „Besonders die Lüngen-Zwillinge haben nach den NRW-Meisterschaften noch mal einige Bestzeiten erzielt“, strahlte Wasserfreunde-Coach Christof Lange.

 

An erster Stelle aus einer Fülle an bemerkenswerten Leistungen sind die zwei Finalteilnahmen von Gerrit Lüngen (Jahrgang 2003) zu nennen, der sich nach starken Vorläufen in den Endläufen nochmals bis zu elf Sekunden (!) mehr als deutlich steigerte. In die 400 Meter Lagen-Konkurrenz ist er mit einer Bestzeit von knapp über 5 Minuten in die Rennen gegangen. Als Siebtschnellster im Vorlauf hat der 15-jährige Schüler in 4:53,88 Minuten dann die Endlauf-Teilnahme geschafft. Im Finale sollte er noch einmal voll angreifen und wurde überraschend in 4:49,93 Minuten Fünfter.

 

Ähnlich fokussiert präsentierte sich der Bielefelder am letzten Wettkampftag. Nachdem er im Vorlauf seine NRW-Zeit (2:32,47 min) bestätigt hatte, ist er als Achtschnellster im Finale wieder volles Risiko gegangen, was am Ende mit einer erneuten Bestzeit auf 2:30,74 Minuten und einem weiteren fünften Platz belohnt wurde. Der Abstand zu einem Medaillenrang betrug gerade mal 1,5 Sekunden. Eine weitere Top-Ten-Platzierung gelang Gerrit Lüngen noch über 200 m Lagen (2:18,59 min / 10. Platz). Über 100 m Brust (1:10,85 min) wurde er Elfter.

 

Eine Platzierung mit der sich auch Zwillingsbruder Janne über 200 m Rücken (11. Platz) angesichts der starken Konkurrenz zufrieden geben musste, obwohl er bei seinen insgesamt acht Starts (!) reihenweise mit neuen Bestzeiten aus dem Wasser stieg – über 50 m (26,08 sec / 22.), 200 m (2:03,35 min / 14.) und 400 m Freistil (4:20,79 min / 13.) sowie über 200 m Lagen (2:18,59 min / 13.) und über besagte 200 m Rücken (2:17,36 min), die ihm seine beste Platzierung einbrachte. Zudem war Janne Lüngen über 100 m Rücken (1:04,22 / 12.) und über 100 m Freistil (57,19 sec / 31.) jeweils auf Bestzeiten-Niveau unterwegs. „Vor allen auf den Mittelstrecken hat mich Janne überzeugt, etwa mit dem neuen Vereinsrekord über 200 m Freistil. Das war absolut super“, lobte Christof Taube.

 

Nach einem überzeugenden Wettkampf mit fünf Starts und fünf Bestzeiten im Rücken, alle bei den NRW-Meisterschaften erzielt, hatte sich der ein Jahr ältere Timo Pohlmann (Jahrgang 2002) auch für die Deutschen einiges ausgerechnet. Mit Finalhoffnungen ist er zum Beispiel über 50 m Schmetterling (26,84 sec / 14.) gestartet. „Möglicherweise hat er sich zu sehr unter Druck gesetzt. So fehlte die Lockerheit für eine bessere Zeit und Platzierung“, stellte Christof Taube fest. Zudem klappte auch der Anschlag nicht wie gewohnt. Trotzdem hat Timo Pohlmann die zweibeste Zeit erzielt, die er je geschwommen ist. Ausgerechnet über 200 m Freistil (2:02,21 min / 18.), eine Strecke, wo er sich am wenigsten ausgerechnet hatte, schlug er dann mit neuer Bestzeit an.

 

Dasselbe Kunststück gelang Vasileios Tekidis (Jahrgang 2000), der nach 16:58,04 Minuten über 1500 Meter Freistil als Siebter anschlug. „Vasi ist ein konstantes Rennen geschwommen. Nachdem er schnell angegangen ist, hat er die restlichen 28 Bahnen wie ein Uhrwerk abgespult“, lobte Christof Taube. Mit einer neuen Bestzeit hat auch Alexander Teubert (Jahrgang 2001) seinen DM-Start über 50 m Rücken (28,75 min / 22.) abgeschlossen. Vom Start weg war er schnell unterwegs – nur der Anschlag war nicht optimal. Leicht angeschlagen ging Lina Haberstroh (Jahrgang 2004) bei ihrer ersten Deutschen Meisterschaft das Rennen über 200 m Lagen (2:35,59 min / 22.) an, nachdem sie zuvor über 50 m Brust (36,69 sec / 31.) ihre Bestzeit bestätigte, was auch Pia Kleinebekel bei ihrem DM-Auftritt über 50 m Freistil (28,62 sec / 43.) gelang.

 

„Wir rufen bereits seit einigen Jahren Top-Leistungen auf der Langbahn ab. Deshalb freue ich mich umso mehr über den Leistungsschub beim Nachwuchs, der teils schon schneller als die etablierten Schwimmer unterwegs ist. Außerdem waren wir mit Abstand das größte Team aus Ostwestfalen.“ Angesichts der Leistungen fällt das Fazit von Christof Taube mehr als positiv aus: „Wir haben die NRW-Zeiten nicht nur bestätigt, sondern sind mit neuen Bestleistungen aus Berlin heimgekehrt. Um das Niveau zu halten, mussten wir nach NRW über Wochen die Spannung halten. Insofern war die Vorbereitung nicht ganz einfach. Trotzdem hat alles gut geklappt.“

 

Das DM-Team der Wasserfreunde, von links: Pia Kleinebekel, Alexander Teubert, Timo Pohlmann, Janne Lüngen, Gerrit Lüngen und Lina Haberstroh. Auf dem Foto fehlt Vasileios Tekidis. Foto: Peter Unger

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