Ganz nach vorne ohne Vorbereitung

 

  1. Herbstpokal: Wasserfreunde sammeln außer Konkurrenz die meisten Punkte. – Der 1. Paderborner SV löst Schwimmteam als Pokalsieger ab.

 

„Beim diesjährigen Herbstpokal haben wir ohne eine gezielte Vorbereitung trotzdem sehr gute Leistungen erzielt“, lobte Alexander Bockhorst, der die Schwimmer anstelle des erkrankten Christof Taube auf die Strecken einstimmte. Dass trotz des enormen Pensums herausragende Leistungen heraus gesprungen, verdeutlicht der Blick auf die vielen persönlichen Bestzeiten und die Resultate in den spannenden Finalläufen. An dem kräftezehrenden Wochenende im DMS-Modus absolvierte jeder der 48 Aktiven der Wasserfreunde in der Spitze bis zu 16 Starts – darunter der 22-jährige Niklas Klingenberg, der über 200 Schmetterling (2:19,08 Min) triumphierte.

 

Highlights beim 26. Herbstpokal der Wasserfreunde Bielefeld sind traditionell die 50-Meter-Finalrennen am Sonntagnachmittag, bei denen die Wasserfreunde Bielefeld unter ohrenbetäubendem Jubel insgesamt fünfmal triumphierten. Einen Doppelsieg in der offenen Klasse (Jahrgang 2002 und älter) feierte der 21-jährige Vorjahressieger Gabriel Lotz, der nicht nur als schnellster Sprinter über 50 Meter Freistil in 23,84 Sekunden aus dem Wasser stieg, sondern auch über 50 Meter Rücken (27,44 sec) der Konkurrenz keine Chance ließ.

 

Aus Wasserfreunde-Sicht ist es zudem erfreulich, dass mit dem ein Jahr jüngeren Thorben Oevermann (2. / 24,16 sec) sowie mit dem erst sechszehnjährigen Rückenschwimmer Alexander Teubert (2. / 27,75 sec) mit neuer Bestzeit zwei weitere Wasserfreunde-Schwimmer direkt dahinter folgten. In die Finalläufe schafften es bei den Männern auch Fabian Mund (2. Platz / 50 m Brust / 30,11 sec) und Philipp Strehle (3. Platz / 50 Meter Schmetterling / 26,44 sec). Vierter wurde über 50 m Schmetterling Timo Pohlmann (26,51 sec.).

 

Für den dritten Finalsieg sorgte Lena Rosenstengel mit einer neuen Bestmarke über 50 m Rücken (29,44 sec), die sich in diesem Rennen mit hauchdünnem Vorsprung vor Karolin Kuhlmann (29,49 sec) behauptete. Die 22-jährige Lehramtsstudentin konnte sich außerdem über zwei zweite Ränge über 50 m Freistil (26,54 sec) und 50 m Schmetterling (28,44 sec) freuen, wo sich jeweils hinter der DM-Finalistin Kuhlmann vom SC Steinhagen-Amshausen landete. Dritte über 50 m Freistil wurde Lara Pohlmann (27,02 sec), die zudem noch als Fünfte im Finale über 50 m Rücken (31,23 sec) anschlug. Nur knapp einen Podestplatz verfehlte dagegen Sarah Seipolt mit neuer Bestzeit über 50 m Brust (36,60 sec / 4.).

 

Ebenso dominant präsentierte sich in den Sprint-Finalläufen der jüngeren Jahrgänge (2003 – 2009) die 13-jährige Lina Haberstroh bei ihrem Doppelerfolg über 50 Meter Brust (36,26 sec.) und 50 Meter Schmetterling (31,79 sec). Sie blieb damit nicht nur deutlich unter ihren alten Bestmarken, sondern sorgte außerdem für die Finalsiege vier und fünf.

 

Generell schult das anspruchsvolle Programm die Wettkampfhärte. So können sich die erzielten Leistungen auch deshalb sehen lassen, weil das Grundlagentraining in den Herbstferien noch vor den Schwimmern liegt. Angesichts der Fülle an bemerkenswerten Leistungen, fällt es ohnehin schwer alle Schwimmer samt ihrer Ergebnisse zu würdigen.

 

Neben Lena Rosenstengel (15 Starts / 5Siege), die durchweg gute Zeiten und schnelle Rennen über 100 m und 200 m Schmetterling sowie über 200 m Lagen hinlegte, überzeugte auch Karolin Taube. Die 26-jährige Gymnasiallehrerin stieg ohne gezieltes Training nach einer Klassenfahrt ins Wasser. Um so erstaunlicher ihre Erfolge über 200 m Rücken in 2:19,80 Minuten, einer Zeit in Nähe ihres Vereinsrekordes, sowie über 200 m Freistil (2:06,39 min) und über 400m Lagen in 5:06,23 min, nur vier Zehntel über ihrer Bestmarke. „Dank konstant hohem Tempo konnte Karo das Rennen auf den letzten 25 Metern zu ihren Gunsten entscheiden“, kommentierte Wasserfreunde-Coach Alexander Bockhorst. Karolin Pult, Lena Rosenstengel und Pia Oberhokamp (Dritte über 200 m Freistil) sorgten zudem noch für einen Dreifacherfolg über 400 m Freistil.

 

Obwohl krankheitsgeschwächt überzeugte Philipp Strehle (21) über 100 m Schmetterling (1:00,42 min / 2.) mit einer Zeit knapp über einer Minute. Flott unterwegs war auch Torben Knollmann (19) über 200 m Lagen (2:20,00 min / 5.). Zeitlich knapp darüber blieb der ebenfalls mit vielen Starts bedachte Alexander Teubert (16) bei seinem Sieg (2:22,85 min) über dieselbe Strecke. Stark auch Teubert’s neue Bestmarken über 100 m Freistil (55,64 sec / 3.) und über 400 m Lagen (5:04,85 min / 6.). Auf dem Wege zu alter Stärke absolvierte Vasileios Tekidis (17) die 400 m Freistil (2. Platz) in 4:18,59 Minuten. Auch der 23-jährige Claudius Ditz war bei seinen 13 Starts mit fünf neuen Bestzeiten auf nahezu allen Strecken deutlich schneller als am Anfang der Saison. Am meisten freute er sich über den dritten Platz über 200 m Freistil (2:04,63 min).

 

In den jüngeren Jahrgängen überzeugte Lina Haberstroh (13 Starts / 8 Siege) nicht nur in den Finalrennen, sondern auch über 100 m Schmetterling (1:11,28 min / 1.) und 400 m Lagen (5:36,65 min / 1.) mit neuen Bestzeiten. Während der 14-jährige Janne Lüngen über 200 m Lagen (2:20,56 min / 2.) und 400 m Freistil (4:26,88 min / 1.) um bis zu zehn (!) Sekunden unter seinen Bestzeiten blieb, schwamm auch Zwillingsbruder Gerrit über 400 m Freistil (4:42,32 min / 2.) unter fünf Minuten. Trotz eines verstauchten Fingers überzeugte der 15-jährige Timo Pohlmann (12 Starts / 5 Siege über 100 m Schmetterling (1:01,17 min / 1.) und über 200 m Freistil (2:02,12 min / 1.).

 

Über Podestplätze und Top-Ten-Platzierungen konnten sich zudem noch folgende Schwimmer freuen: Greta Bachmann, Carla Beckmann, Max Borchers, Dimitrij Bormann, Benedikt Fißmer, Svea Marleen-Haun, Tjalf Haun, Thomas Heinze, Lucean Barros Hemfort, Maren Knollmann, Lotta Krumins-Nemeth, Justin Mann, Anastasia Melissopoulo, Emma Nowitzki, Joke Oberhokamp, Janina Poppensieker, Joline Poppensieker, Maksimilian Pöschel, Juliane Schröder, Annika Schwalm, Andre Schweigert, Priyanga Selvenesan, Nikolai Tost, Leon Uwarow und Tim Nico Weihberg.

 

 

 

 

Zu ergänzen bleibt, dass die Wasserfreunde die meisten Wertungspunkte (832) sammelten – allerdings außer Konkurrenz. Somit konnte der 1. Paderborner SV mit 589 Punkten das Schwimmteam Bielefeld (5. Platz / 386 Punkte) als Pokalsieger ablösen. Dritter wurde der SC Herford (453 Punkte) vor der Warendorfer SU (388 Punkte. Auf den weiteren Plätzen landeten mit dem SC Steinhagen-Amshausen (322 Punkte), dem SV 1860 Minden, der TG Herford und dem TuS 08 Senne I (17. Platz / 18 Punkte) weitere Vereine aus der Region.

 

Doppelsieg der Wasserfreunde über 100 Meter Lagen: Lena Rosenstengel (Mitte) siegte vor Lara Pohlmann (links) und Julienne Fleer vom SC Herford. Fotos: Peter Unger

 

Strahlten nach ihrem Final-Erfolg: Die Wasserfreunde stellten mit Gabriel Lotz und Thorben Oevermann die schnellsten Sprinter.

Sonderpreise für Lena Rosenstengel und Alexander Teubert

Wasserfreunde gewinnen die Teamwertung beim 28. Quirkendörper Spezialisten-Cup im Aquawede – Prestigeträchtige Doppelsiege für die Lagen-Staffeln.

Zum Auftakt der Kurzbahnsaison nutzten 52 Aktive der Wasserfreunde Bielefeld den 28. Quirkendörper Spezialisten-Cup zur Standortbestimmung. Insgesamt sammelten die starken Wasserfreunde 145 Medaillen (67 x Gold, 46 x Silber, 32 x Bronze). Das reichte aus, um als bester von 15 Vereinen die Gesamtwertung zu gewinnen. Zum Start der Kurzbahn-Saison schickten die Wasserfreunde von der 1. bis zur 3. Mannschaft alle Leistungsgruppen in die Rennen im Aquawede.

Die Leistungsträger der 1. und 2. Mannschaften hatten bereits am ersten Wettkampftag ihren großen Auftritt, als sie die prestigeträchtigen 4 x 50 Meter Lagen-Staffeln in der offenen Wertung sowohl bei den Damen, als auch bei den Herren jeweils mit einem Doppelsieg überlegen gewannen. Während das erste Herrenteam in 1:50,54 Minuten vor der zweiten Mannschaft (1;55,46 min) siegte, feierten die Damen (Wasserfreunde I: 2:05,35 min / Wasserfreunde II: 2:09,70 min) ebenfalls einen Doppelerfolg.

Zudem gingen die beiden Sonderpreise für die jeweils höchste Wertung beim Spezialisten-Cup an zwei Wasserfreunde, die auch an den Staffelsiegen maßgeblich beteiligt waren. Während der 16-jährige Rückenspezialist Alexander Teubert mit seinen Leistungen über 100 m Rücken (1:00,05 min) und 200 m Rücken (2:11,60 min) 1318 Punkte sammelte, gingen auf das Konto der 22-jährigen Schmetterlingsspezialistin Lena Rosenstengel (100 m: 1:02,37 min / 200 m: 2:20,41 min) sogar 1438 Punkte.

Äußerst spannend verlief auch der schnellste Lauf über 100 Meter Freistil. Erst auf den letzten Metern wurde Thorben Oevermann (54,22 sec) von Gabriel Lotz (53,78 sec) eingefangen. Dritter wurde Philipp Strehle (54,44 min). Unter die flottesten acht Schwimmer schoben sich mit Max Borchers (5.) und Fabian Mund (6.) noch zwei weitere Wasserfreunde. Bei den Damen wurde Carla Beckmann Zweite in 1:02,84 Minuten. Mit Karolin Taube, Bette Buttwill (SC Steinhagen-Amshausen) und Julienne Fleer (SC Herford) teilten sich im 50-m-Freistil-Sprint gleich drei Damen den ersten Platz, nachdem sie zeitgleich in 27,55 Sekunden angeschlagen hatten und das Zielgericht keinen Sieger ausmachen konnte. Mit Thorben Oevermann stellten die Wasserfreunde auch den schnellsten Sprinter in 23,93 Sekunden.

Für bessere Zeiten langte es nicht, da die Wassertemperatur im ansonsten schnellen Brackweder Becken etwas zu hoch war, wie Wasserfreunde-Coach Christof Taube anmerkte. Darunter litten unter anderen die Ergebnisse der Lüngen-Zwillinge, die im Vergleich zum Sparkassen-Cup in Gelsenkirchen auf fast allen Strecken langsamer waren. Trotzdem konnten Janne und Gerrit sieben Siege feiern. Weniger Probleme hatten etwa Timo Pohlmann oder Pia Kleinebekel, die mit Bestzeiten glänzten. Sehr gut entwickeln sich Anna und Lina Haberstroh, die nach konstant guten Leistungen den Sprung in die erste Mannschaft geschafft haben. So schwamm Lina (13) über 200 m Lagen (2:37,67 min / 1. Platz) eine Topzeit. Ähnliches gilt für Juliane Schröder (14), die sich über 100 m Lagen (1:16,90 min / 3. Platz) gut in Szene setzte und über 100 m Brust (1:24,86 min / 4. Platz) eine neue Bestzeit schwamm.

Weitere Platzierungen beim Spezialisten-Cup gab es u.a. bei den Männern in der Freistilwertung für Benedikt Fißmer (Jahrgang 2007: 1. Platz), Leon Uwarow (2004: 3. Platz), Janne Lüngen (2003: 1. Platz), Timo Pohlmann (2002: 1. Platz), Alexander Teubert (2001: 1. Platz), Vasileios Tekidis (2000: 3. Platz), Torben Knollmann (1998/99: 2. Platz), Philipp Strehle (1997 und älter: 1. Platz). Bei den Frauen belegten hier u.a. vordere Plätze Greta Bachmann (2006: 4. Platz), Saskia Kalivoda (2004: 3. Platz), Dana Hellberg (2003: 4. Platz), Pia Kleinbekel (2002: 2. Platz), Sarah Seipolt (1997: 3. Platz).

In der Schmetterlingswertung landeten Leon Uwarow (2004: 2. Platz), Gerrit Lüngen (2003: 1. Platz), Timo Pohlmann (2002: 1. Platz), Vasileios Tekidis (2000: 3. Platz), Torben Knollmann (1998/99: 3. Platz), Christof Taube (1997/älter: 1. Platz) ganz vorne. Während bei den Damen Annika Knoche (2005: 3. Platz), Anna Haberstroh (2003: 2. Platz) und Lena Rosenstengel (1997/älter: 1. Platz) und Carla Beckmann (1997/älter: 1. Platz) überzeugten.

 

 

Die Wasserfreunde sichern sich in überlegener Manier die Teamwertung beim 28. Quirkendörper Spezialisten-Cup, hinten von links: Claudius Ditz, Torben Knollmann, Gabriel Lotz, Thorben Oevermann, Max Borchers, Fabian Mund, Philipp Strehle und André Schweigert. Mitte von links: Dana Hellberg, Leon Uwarow, Dimtrij Bormann, Gerrit Lüngen, Anna Haberstroh und Juliane Schröder. Vorne von links: Justin Mann, Anastasia Melissoupoulo, Lina Haberstroh, Joline Poppensieker und Miriam Unger.

Schwimmen: 42 Podestplätze für die 1. Mannschaft beim ‚Internationalen Sparkassen Team-Cup’ in Gelsenkirchen.

 

Von Peter Unger

 

Bielefeld (WB). Beim Internationalen Sparkassen-Team-Cup in Gelsenkirchen konnte sich das mit 19 Aktiven angereiste Wasserfreunde-Team nicht nur über die bemerkenswerte Ausbeute von insgesamt 42 Podestplätzen (13xGold/11xSilber/18xBronze) freuen, sondern auch über teils überragende Zeiten. „Das war ein hervorragender Wettkampf, zumal wir nach dem Ende der Sommerferien erst drei Wochen wieder im Training sind“, strahlte ein sichtlich zufriedener Wasserfreunde-Coach. „Wir fahren immer gerne zum Sparkassen-Cup nach Gelsenkirchen, da wir durch die starke Konkurrenz entsprechend gefordert werden.“

 

Bei Zuschauern und Aktiven gleichermaßen beliebt sind im Gelsenkirchener Zentralbad die Finalläufe. Die jeweils sechs zeitschnellsten Schwimmer aus allen Altersklassen ermitteln den Gesamtsieger über die 100-Meter-Distanz. Lena Rosenstengel (22) war zweimal im Finale vertreten – über 100 m Freistil (57,78 sec / 3.) und über 100 m Schmetterling (1:02,66 min / 4.). Auf ebenso hohem Niveau absolvierte sie im Laufe des Wettkampfs die 100 m Lagen (1:06,33 min / 2.) und die 200 m Schmetterling (2:19,05 min / 3.). Als zweite Wasserfreundin in einem Finale überzeugte die 26-jährige Karolin Pult als Drittplatzierte über 100 m Rücken in sehr guten 1:06,67 Minuten. Einziger männlicher Bielefelder Vertreter war der 16-jährige Alexander Teubert, der trotz Trainingsrückstand über 100 m Rücken (1:00,93 / 6.) an seiner Bestzeit kratzte.

 

Hervorzuheben aus der Fülle an guten Ergebnissen sind die Zeiten der 15-jährigen Lüngen-Zwillinge. Während sich Gerrit über 100 m Brust (1:09,49 min / 2. Platz) und 200 m Brust (2:34,22 min / 2.) um bis zu acht Sekunden verbesserte, überzeugte Janne bei seinen fünf Starts mit fünf Bestzeiten – etwa über 100 m Rücken (1:03,30 min / 1.), 200 m Rücken (2:15,48 min / 1.) und über 100 m Freistil (56,74 sec / 1.), wo er seine alte Bestmarke gleich um 2,68 Sekunden (!) förmlich pulverisierte.

 

Ebenso beeindruckend war die Bilanz von Tim Pohlmann, der bei fünf seiner sechs Starts als Sieger aus dem Wasser stieg. Über 100 m Schmetterling beeindruckte der der 15-jährige ehemalige Ennigerloher mit einer Zeit von 1:01,26 Minuten – eine Verbesserung um fast 3 (!) Sekunden. Ebenso stark waren seine Zeiten im Schmetterlingssprint (26,89 sec) sowie über 50 m Freistil (25,40 sec) und 100 m Freistil (55,42 sec). „Das war ein bärenstarker Auftakt, zumal er nach den Ferien eher wie eine bleierne Ente schwamm – ohne jegliches Wassergefühl“, urteilte Christof Taube. „Letzte Woche sah es bereits wieder richtig gut aus.“

 

Drei Bestzeiten erzielte die ebenfalls 15-jährige Pia Kleinbekel bei ihren vier Starts – etwa über 100 m Freistil (1:02,22 min / 2.) und über 200 m Rücken (2:31,69 min / 3.). „Damit ist sie ebenfalls gut in die Saison gestartet.“ Nach Klassenfahrt und krankheitsbedingtem Trainingsrückstand lief es für Janina Poppensieker (15) noch nicht rund, obwohl sie über 50 m Rücken (32,94 sec / 4.) und über 100 m Rücken (1:12.07 min / 4.) schon ganz ansprechende Resultate schaffte.

 

Einen großen Satz nach vorne gemacht hat Lara Pohlmann (18), die bereits am vergangenen Wochenende bei ihrem Ex-Verein Ennigerloh in die Kurzbahn-Saison startete. Im Vergleich dazu steigerte sie sich noch mal deutlich über 100 m Lagen (1:08,95 min / 5.). Aber auch ihre Zeiten über 50 m Rücken (31,37 sec / 3.) und 100 m Rücken (1:08,60 min / 7.) können sich sehen lassen. Über 100 m Schmetterling (59,36 sec / 5.) hat Philipp Strehle eine Finalteilnahme knapp verpasst.

 

In die erste Mannschaft aufgerückt sind mit Anna und Lina Haberstroh zwei Nachwuchschwimmerinnen, die sich in Gelsenkirchen ebenfalls pudelwohl fühlten und mit starken Leistungen aufwarteten. Während die ein Jahr ältere Anna (14) fünf Bestzeiten aufstellte und ihren Trainer besonders über 400 m Freistil (5:16,17 min / 12.) und über 100 m Schmetterling (1:12,15 / 3.) beeindruckte, pickte Christof Taube bei Lina (13) neben ihrer makellosen Bilanz (7 Starts/7 Bestzeiten) zwei Leistungen heraus. Über 200 m Schmetterling (2:42,77 min / 2.) steigerte sich Lina gleich um über 10 Sekunden (!). Über 100 m Brust (1:20,87 min) langte es für sie sogar zur Goldmedaille.

 

Carla Beckmann (33), Sechste über 200 m Freistil (2:17,59 min), schaffte als Dritte über 400 m Freistil (4:49,23 min) sogar den Sprung aufs Podest. Den verpasste Claudius Ditz (23) nach zweiwöchigem Urlaub leider. „Das merkte man ihm auch an.“ Trotzdem blieb er über sowohl über 100 m Schmetterling (1:02,87 min / 11.), als auch über 200 m Freistil (2:04,73 min / 7.) nur gut eine Sekunde über seinen Bestzeiten. Gesundheitlich nicht auf der Höhe präsentierte sich Pia Oberhokamp (19), die trotzdem über 400 m Freistil (4:47,31 min) einen starken zweiten Platz erkämpfte. Ihre Form noch nicht wieder gefunden hat Annika Günzel (18), die über 200 m Freistil (2:22,98 min) Siebte wurde. Thomas Heinze (19) hatte an diesem Wochenende nicht nur über 50 m Schmetterling (28,58 min / 25.) mit dem fehlenden Wassergefühl zu kämpfen. „Obwohl er gut trainiert hat“, ergänzt Christof Taube.

 

Ordentlich Fahrt aufgenommen hat Thorben Oevermann, wie seine Zeiten über 50 m Rücken (28,53 sec / 7.) und über 100 m Freistil (55,25 sec / 15.) belegen. Dagegen hadert Vasileios Tekidis (17) mit seiner Form, der sich bei den NRW-Freiwassermeisterschaften gut präsentierte, und in Gelsenkirchen Siebter über 200 m Schmetterling (2:22,30 min) wurde. „Im Wettkampfbecken wird im Vergleich zum Freiwasser natürlich ein ganz anderes Tempo geschwommen“, erläuterte Christof Taube. „Die Ausdauer ist bei Vasileios schon gut, an der Schnelligkeit müssen wir noch arbeiten.“

Medaillenflut für starkes Wasserfreunde-Team – 101 Medaillen bei 193 Starts – 6 OWL-Staffelsiege – Neuer OWL-Rekord für die 4x200-m-Freistil-Staffel der Männer.

 

Insgesamt sechs Staffel-Siege feierten die Wasserfreunde bei den OWL-Meisterschaften im Herforder Freibad in der Offenen Klasse, darunter die 4x200-Meter-Freistil-Staffel der Männer mit Timo Pohlmann und Philipp Strehle (hinten von links) sowie Alexander Teubert und Claudius Ditz (vorne von links). Foto: Peter Unger

 

„Das waren souveräne Siege, die mit deutlichem Vorsprung herausgeschwommen wurden“, schwärmte Christof Taube. Zu den Highlights der OWL-Meisterschaften gehören für den Wasserfreunde-Coach neben den Siegen in der offenen Klasse regelmäßig die Staffelwettbewerbe. Immerhin sind die Wasserfreunde im Bezirk Ostwestfalen-Lippe sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern seit drei Jahren ungeschlagen. Und das bleiben sie auch im vierten Jahr in Folge.

 

Denn alle sechs gemeldeten Staffeln konnten sich am vergangenen Wochenende im Herforder Freibad über ungefährdete Start-Ziel-Siege freuen. Die 4 x 200-Meter-Freistil-Staffel der Männer ist mit Startschwimmer Claudius Ditz, Timo Pohlmann, Philipp Strehle und  Alexander Teubert sogar einen neuen Vereinsrekord (8:37,77 min) geschwommen. Sie siegte mit deutlichem Vorsprung vor dem schneller gemeldeten SCSA Steinhagen. Zudem krönte Schlussschwimmer Alexander Teubert (16) ein starkes Wochenende mit drei Einzeltiteln über die Rückenstrecken – über 50/100/200 Meter (29,37 sec/1:03,83 min/2:21,36 min). Christof Taube: „Das war beeindruckend.“

 

Während bei den Frauen bewährte Kräfte wie Lena Rosenstengel und Karolin Taube weitere Einzel-Titel in der Offenen Klasse beisteuerten, schoben sich bei den Männern neue Gesichter in den Vordergrund. So dominierte Philipp Strehle (21) nicht nur die 100 m Schmetterling (1:00,16 min), sondern gewann auch völlig überraschend die 200 m Freistil-Königsdisziplin (2:04,86 min) vor Jannik Pursche (2:05,53 min) vom Schwimmteam Bielefeld. Dritter wurde in diesem Rennen der 23-jährige Claudius Ditz (2:06,80 min), der sein Wochenende mit einem Titel über 200 m Schmetterling (2:29,01 min) versüßte. Den Vizetitel holte hier der 16-jährige Vasileios Tekidis (2:30,17 min). Für einen weiteren Paukenschlag sorgte Fabian Mund (21) über 50 m Brust (31,05 sec), als er voll fokussiert den haushoch favorisierten Bent Buttwill (SCSA/31,09 sec) um vierhundertstel Sekunden in einem Anschlagfinale auf den zweiten Platz verwies. Den achten Einzeltitel für die Wasserfreunde sicherte sich über 50 m Freistil (24,76 sec) mit Thorben Oevermann (20) der schnellste Schwimmer der OWL-Meisterschaften. „Für Thorben und Claudius waren es die ersten Titel in der offenen Klasse.“

 

Ebenso flott unterwegs waren bei den Frauen zwei DM-Teilnehmerinnen der Wasserfreunde. „Obwohl es der letzte Wettkampf der Saison ist und die meisten schon Deutsche - und NRW-Meisterschaften hinter sich haben und die Luft raus ist, haben sich trotzdem alle Schwimmer noch einmal richtig reingehängt. Das ist ein Beweis für den Charakter der Mannschaft. Entsprechend feiern wir die Erfolge“, lobte Christof Taube. Das gilt auch für Lena Rosenstengel (22) über 100 m Schmetterling (1:03,93 min), die ebenso wie Karolin Taube (26) über 100 m Rücken mit dieser Einstellung die auf diesen Strecken favorisierte Marie Brockhaus (1. Paderborner SV) hinter sich ließen. Die beiden Schwimmerinnen waren auch maßgeblich an den drei Staffelsiegen der Frauen mit Lara Pohlmann, Pia Oberhokamp, Annika Günzel und Ilka Bathge beteiligt.

 

„Mit dieser positiven Bilanz hatte ich gar nicht gerechnet, da einige Medaillen-Kandidaten aus den unterschiedlichsten Gründen fehlten“, freute sich Christof Taube. „Dafür war zum Beispiel der aus Brasilien heimgekehrte Gabriel Lotz wieder dabei, der ohne große Vorbereitung in der 4x100-m-Freistil-Staffel phänomenale 55 Sekunden kraulte.“ So verbuchten die 46 Schwimmer der Wasserfreunde allein sechzehn Titel in der Offenen Klasse (10 Einzel- und 6 Staffelerfolge). Außerdem holten sie 36 Jahrgangstitel und erzielten eine Vielzahl an persönlichen Bestzeiten.

 

Über weitere Vizemeisterschaften in der Offenen Klasse konnten sich etwa Lara Pohlmann über 50 m Freistil (27,17 sec) und 100 m Freistil (1:01,03 min) freuen, genauso wie Carla Beckmann (33) über 200 m Schmetterling (2:29,30 min). Aus Wasserfreunde-Sicht ist es ebenso erfreulich, dass sich auch der Nachwuchs unter den Fittichen von Julia Wolff (2. Mannschaft) und Steve Rulik (3. Mannschaft) gegen die ostwestfälische Konkurrenz bestens behaupten konnte. Immerhin hatten 27 Vereine über 365 Schwimmer in die Rennen geschickt.

In den jüngeren Jahrgängen gehörten neben Lina Haberstroh (4 Titel) und Anna Haberstroh (2 Titel) noch Benedikt Fißmer (2 Titel) und Anastasia Melissopoulou (2 Titel) – beide erst 11 Jahre alt – zu den fleißigsten Medaillensammlern.

 

In die Medaillenränge schafften es zudem noch Ilka Bathge (50 m Brust / 2. Platz), Max Borchers (400 m Freistil / 2.), Benedikt Fißmer (200 m Lagen / 400m Freistil / 2 Titel), Annika Günzel (100 m Freistil / 2.), Anna Haberstroh (100 m / 200 m Schmetterling / Zwei Titel), Lina Haberstroh (100 m und 200 m Brust / 100 m und 200 m Schmetterling / 4 Titel), Tjalf Haun (200m Lagen / 1 Titel), Thomas Heinze (100m Schmetterling / 3.), Liam Hellberg (400 m Freistil / 3.), Pia Kleinebekel (100 m und 200 m Rücken / 400 m Freistil / 3 Titel), Annika Knoche (200 m Schmetterling / 1 Titel), Maren Knollmann (100 m und 200 m Brust / jeweils 2.), Nils Kombrink (200 m Lagen / 2.), Gerrit Lüngen (200 m Rücken / 1 Titel und 5 Vizetitel), Anastasia Melissopoulou (100 m und 200 m Brust / 2 Titel), Pia Oberhokamp (200 m und 400 m Freistil / 2 Titel), Timo Pohlmann (100 m Schmetterling / 100 m Freistil / 200 m Lagen / 3 Titel), Janina Poppensieker (200 m Lagen / 2. Platz), Vasileios Tekidis (400 m Freistil / 200 m Schmetterling 2 Titel), Christina Teubert (200 m Rücken / 3.), Nikolai Tost (100 m und 200 m Brust / 100 m Rücken / 3 Vizetitel), Leon Uwarow (100 m Freistil / 2. Platz).

 

 

Ergebnisse im Überblick: www.sv-owl.de

Einen kompletten Medaillensatz sammelte Brustschwimmer Fabian Mund in der offenen Klasse: Neben seinem Erfolg über 50 Meter Brust holte er noch Silber und Bronze über 100 Meter und 200 Meter Brust. Foto: Peter Unger

 

 

 

 

 

Zwei Top-Ten-Plazierungen für Freistil- und Mixed-Staffel bei der DM in Berlin.

Zehn Wasserfreunde in Berlin, von links: Trainer Christof Taube, Carla Beckmann, Fabian Mund, Lara Pohlmann, Karolin Taube, Niklas Klingenberg, Annika Günzel, Trainer Alexander Bockhorst, Ilka Bathge und Lena Rosenstengel. Foto: Peter Unger

 

Das nationale Schwimm-Highlight gingen die Wasserfreunde in diesem Jahr mit einer außergewöhnlichen Vorbereitung an. Denn einen Tag vor dem Startschuss für die Deutschen Meisterschaften heirateten Christof Taube und Karolin Pult, die nun als Karolin Taube ihre erfolgreiche Schwimmkarriere fortsetzt.

 

„Das war sicherlich nicht optimal“, kommentierte der Wasserfreunde-Coach, der mit Alexander Bockhorst das Bielefelder Team während der vier DM-Tage betreute. Doch die durchweg gelungene Hochzeitsfeier trug entscheidend dazu bei, dass die Stimmung im Team ausgesprochen gut war. Und die hielt erst recht an, nachdem die 4 x 100 Meter-Freistilstaffel der Frauen in 3:59,70 Minuten hinter der SSG Leipzig auf dem neunten Rang landete und für die beste Wasserfreunde-Platzierung in Berlin sorgte. „Das war ein gelungener Auftakt, auch wenn wir schon mal schneller unterwegs waren. Aber unter den Umständen war das eine sehr gute Leistung“, meinte Christof Taube. „Ein neunter Platz unter 33 Teams in Deutschland ist für einen kleinen Verein wie die Wasserfreunde schon Spitze.“

 

Die beste Zeit des schnellen Freistil-Quartetts mit Lara Pohlmann (1:00,08 min), Karolin Taube (59,93 sec) und Schlussschwimmerin Annika Günzel (1:01,54 min) erzielte Lena Rosenstengel in 58,15 Sekunden, die auch für die beste Einzelleistung der Wasserfreunde sorgte. Über 100 Meter Schmetterling schaffte die 22-jährige Studentin den Sprung ins B-Finale, wo sie als Sechste in 1:02,48 Minuten hinter der Paderbornerin Marie Brockhaus anschlug. Die Gesamt-Fünfzehnte Lena Rosenstengel verbesserte in diesem Rennen ihren eigenen Vereinsrekord noch mal um 27/100 Sekunden. „Das war wirklich Spitze“, jubelte ein zufriedener Trainer.

 

Ein weiteres Glanzlicht setzten die Wasserfreunde mit ihrer 4 x 100 Meter-Freistil-Mixedstaffel, die es mit neuem Vereinsrekord in 3:52,49 Minuten ebenfalls unter die zehn besten Vereinsmannschaften in Deutschland schaffte und in folgender Besetzung antrat: Lara Pohlmann (59,97 sec), Fabian Mund (56,09 sec), Niklas Klingenberg (55,45 sec) und Annika Günzel (1:01,10 min). Unmittelbar vor der Freistil-Mixed-Staffel wurde die 4 x 100 Meter-Lagen-Mixedstaffel (4:14,03 min) Fünfzehnte. Am Schlusstag überraschte die ersatzgeschwächte 4 x 100 Meter-Lagen-Staffel der Frauen (4:33,64 min / 15. Platz) mit derselben Platzierung. Die Lagenstaffel bestritten Lara Pohlmann (Rücken: 1:09,71 min), Ilka Bathge (Brust: 1:19,97 min), Lena Rosenstengel (Schmetterling: 1:03,05 min) und Annika Günzel (Kraul: 1:00,91 min).

 

Einige Schwimmer hatten sich zusätzlich für die Einzelwettbewerbe qualifizieren können. Für ihren Trainingsfleiß und ihre konstant starken Leistungen belohnte sich Carla Beckmann (32) nicht nur mit einer weiteren DM-Teilnahme, sondern auch mit einer 200-Meter-Schmetterling-Zeit (2:26,53 min / 35.) im Bestzeiten-Bereich. „Sie ist mit 1:08,94 Minuten relativ schnell angegangen. Dadurch war die letzte Bahn etwas schlechter als sonst – trotzdem eine starke Leistung“, analysierte Christof Taube.

 

Nur eine Zehntelsekunde über seiner Bestzeit blieb Fabian Mund (20) über 50 m Brust (30,51 sec / 47.), dessen Startphase nicht optimal war. Lara Pohlmann (17) überzeugte in den Staffeln, haderte aber mit sich über ihre Leistung im 50-Meter-Freistil-Sprint (27,85 sec / 57.), in dem sie 88/100 Sekunden über ihrer Bestmarke blieb. Mit bemerkenswerten Ergebnissen in der Staffel und soliden guten Einzelleistungen über 50 m Rücken (31,63 sec / 49.) und 100 m Rücken (1:07,47 min / 47.) kehrte Karolin Taube aus Berlin zurück. „Mit dem Hochzeitsstress vorweg war nicht mehr zu erwarten. Ich hatte eher mit schlechteren Leistungen gerechnet“, urteilte Christof Taube.

 

Angesichts der Leistungen bestens präpariert, aber mit einer wesentlich größeren Mannschaft treten die Wasserfreunde dann beim letzten Wettkampf vor den Sommerferien an, den OWL-Meisterschaften Anfang Juli in Herford.

 

 

 

 

 

Drei Top-Ten-Platzierungen der Wasserfreunde bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin – Pia Oberhokamp wird Siebte über 800 m Freistil.

Acht Wasserfreunde hatten sich für die DJM qualifiziert, von links: Lara Pohlmann, Alexander Teubert, Gerrit Lüngen, Janne Lüngen, Thorben Oevermann, Timo Pohlmann, Pia Kleinebekel und Pia Oberhokamp. Foto: Peter Unger

 

 

 

Mit einer beachtlichen Bilanz sind die acht qualifizierten Schwimmer der Wasserfreunde aus Berlin zurückgekehrt. Herausragend aus einer Fülle an starken Leistungen war zum einen die Finalteilnahme der 17-jährigen Lara Pohlmann, die über 50 Meter Freistil auf den siebten Platz sprintete. Mit derselben Platzierung belohnte sich Pia Oberhokamp für ein couragiertes Rennen über 800 Meter Freistil.

Die meisten Schwimmer hatten bereits bei den NRW-Meisterschaften mit Top-Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Da fällt es schwer, die Spannung zu halten und ein paar Wochen später noch einmal die eigene Bestmarke zu unterbieten. „Immerhin konnten die meisten Schwimmer ihre NRW-Zeiten bestätigen. Vereinzelt sind sogar noch einige Bestleistungen erzielt worden“, resümierte der zufriedene Wasserfreunde-Coach Christof Taube. Dafür schwächelten Pia Oberhokamp (steckt mitten im Abi) und Pia Kleinbekel (aufgrund von Rückenproblemen) jeweils über 1500 Meter Freistil. „Für Pia Kleinbekel war es der erste Start bei den Deutschen.“ Bei ihren weiteren Starts konnte sich Pia Oberhokamp mehr als rehabilitieren. Über 800 Meter Freistil (9:53,18 min) stimmte der Rhythmus und so erreichte sie mit Platz 7 die zweite Top-Ten-Platzierung für die Wasserfreunde.

Ansonsten präsentierten sich die Bielefelder in der Schwimmhalle im Europa-Sportpark in Berlin in sehr guter Verfassung. Für Lara Pohlmann hat sich das intensive Training der vergangenen Monate auf jeden Fall gelohnt. Als Viertschnellste erreichte sie in 27,09 Sekunden das Finale, in dem sich alle Teilnehmerinnen noch einmal deutlich steigerten – auch Lara Pohlmann. Sie unterbot ihre eigene Bestleistung um sechshundertstel Sekunden und wurde in 26,97 Sekunden in einem Doppel-Jahrgang (1998/1999) Gesamtsiebte. Es siegte Christina Lehr (26,28 sec) vom Hofheimer SC. Obwohl Lara Pohlmann dreizehntel Sekunden hinter dem Bronzerang blieb, jubelte sie lautstark über ihre starke Vorstellung. Bereits zwei Tage zuvor hatte sie ihre gute Form über 100 m Freistil (1:00,01 min) angedeutet.

Ihr jüngerer Bruder Timo hatte sich bereits bei den NRW-Meisterschaften extrem gesteigert. Über 50 m Schmetterling (27,24 sec) blieb der vierzehnjährige Schüler nur knapp über seiner Bestzeit, erreichte mit Platz 9 die dritte Top-Ten-Platzierung für die Wasserfreunde und verpasste damit das Finale nur denkbar knapp. Ein absolutes Spitzenrennen zeigte Timo Pohlmann bei seinem zweiten Auftritt über 50 m Freistil (25,51 sec/13.), wo er seine Bestmarke noch einmal 26/100 Sekunden verbesserte. Auf vergleichbar hohem Niveau präsentierte sich der ein Jahr ältere Rückenspezialist Alexander Teubert, der sich im Vergleich zum Vorjahr um bis zu vier Sekunden steigerte – über 50 m Rücken (28,89 sec / 14.), aber auch über 100 m Rücken (1:01,86 min / 17.) und 200 m Rücken (2:16,54 min / 14.).

Ähnlich fällt die Bilanz von Janne Lüngen aus, der sich wie Alexander Teubert für alle drei Rückenstrecken qualifiziert hatte. Nachdem es für den 14-jährigen Schüler über 200 m Rücken (2:23,53 min / 18.) noch nicht ganz rund lief, schrammte er über 100 m Rücken (1:06,24 min / 16.) und 50 m Rücken (31,18 sec / 24.) nur knapp an einer neuen Bestzeit vorbei. Zwillingsbruder Gerrit bestätigte über 100 m Brust (1:14,66 min / 22.) und 200 m Brust (2:41,96 min / 19.) seine bei den NRW-Titelkämpfen erzielten Zeiten. „Über 200 m Brust ist Gerrit zu schnell angegangen und konnte deshalb das Tempo auf den zweiten hundert Metern nicht halten“, erläuterte Christof Taube.

Besser lief es für Thorben Oevermann, nicht nur ältester Schwimmer der Wasserfreunde, sondern auch gleichzeitig Debütant bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften. Der hoch aufgeschossene Schwimmer bestätigte sowohl über 50 m Rücken (29,23 sec / 20.), als auch über 50 m Freistil (24,80 sec / 24.) seine guten Zeiten. Erfreulich aus Bielefelder Sicht: Das Gros der Wasserfreunde-Schwimmer hat sich auch für die 129. Offenen Deutschen Meisterschaften in ein paar Tagen an gleicher Stelle qualifiziert.

Wasserfreunde-Nachwuchs überzeugt bei 10. Arena-Meeting in Hannover

 

Fast 80 Bestzeiten:17 Aktive der zweiten und dritten Wasserfreunde-Mannschaft haben beim 10. Arena-Meeting in Hannover erfolgreich um Qualifikationszeiten für die OWL-Meisterschaften Anfang Juli in Herford gekämpft.

Fast 80 Bestzeiten:17 Aktive der zweiten und dritten Wasserfreunde-Mannschaft haben beim 10. Arena-Meeting in Hannover erfolgreich um Qualifikationszeiten für die OWL-Meisterschaften Anfang Juli in Herford gekämpft.

 

Das Arena-Meeting der Wassersportfreunde Hannover hat im Schwimmkalender vieler ambitionierter Vereine einen festen Platz – so auch bei den Wasserfreunden Bielefeld. Während sechs Schwimmer der ersten Mannschaft die 10. Auflage mit über 330 Schwimmern als willkommenen Test vor den nationalen Titelkämpfen nutzten, kämpften 17 Schwimmer der zweiten und dritten Mannschaft um die Qualifikationszeiten für die OWL-Meisterschaften Anfang Juli in Herford.

Immerhin fiel die Bilanz für das Trainer-Gespann Julia Wolff (2. MS) und Steve Rulik (3. MS) nach zwei Wettkampftagen sehr gut aus. Insgesamt sammelten die 23 Aktiven im Stadionbad 48 Medaillen (17 x Gold, 14 x Silber, 17 x Bronze). Entsprechend positiv fiel das Fazit aus. Für Julia Wolff ist es erfreulich zu sehen, dass das Oster-Trainingslager in Dänemark und Tschechien bereits erste Früchte zeigt. „Einige Schwimmer haben sich wirklich enorm verbessert“, strahlt die Trainerin.

Einen sehr guten Eindruck hat nach Wolff’s Angaben Tjalf Haun (12 Jahre) gemacht, etwa über 100 m Freistil (1:08,37 min) oder über 200 m Rücken (2:51,96 min / 2. Platz). Ein starkes Rennen mit optimaler Renneinteilung ist Leon Uwarow (12) über 400 m Freistil (5:38,33 min / 3.) geschwommen. Lobenswert aus der zweiten Mannschaft sind auch die Leistungen von Dimitrij Bormann (14) über 50 m Freistil (29,35 sec / 3.) und 100 m Freistil (1:05,52 min / 6.). Krankheitsbedingt geschwächt erzielte der gleichaltrige Maksimilian Pöschel eine sehr gute Zeit über 100 m Brust (1:31,21 min / 4.).

Ganz nah an die NRW-Pflichtzeiten herangeschwommen ist Emma Nowitzki bei ihren Siegen über 100 m Rücken (1:17,66 min) und 200 m Rücken (2:52,26 min). Außerdem erzielte die 12-jährige Schwimmerin bei fünf Starts nicht nur fünf Bestzeiten, sondern landete auch fünfmal auf dem Podest. „Damit ist Emma’s Einstieg nach längerer, krankheitsbedingter Pause vollends geglückt.“ Mit grandioser Technik schaffte Juliane Schröder (13) zweimal den Sprung auf das Podium – über 50 m Brust (41,97 sec / 3.) und über 200 m Brust (3:15,32 min / 2.). Lena-Marie Heinze (15) wurde Fünfte über 100 m Brust (1:36,92 min).

Im Vergleich zur vergangenen Langbahnsaison hat sich auch Joline Poppensieker (11), die erstmals im Trainingslager war, noch einmal deutlich verbessert,. „Das harte Training hat sich bei ihr besonders über 100 m Freistil (1:21,46 min) und 200 m Brust (3:32,66 min / 2.) ausgezahlt“, urteilt Julia Wolff. Maren Knollmann (14) blieb fast zehn (!) Sekunden unter ihrer Bestmarke über 200 m Rücken (2:58,45 min / 2.) und erzielte über 200 m Lagen (2:58,16 min) eine ähnlich ansprechende Zeit. Die im selben Jahrgang startende Priyanga Selvenesan wurde Dritte über 400 m Freistil (6:06,89 min).

Herausragend aus einer Fülle an guten Leistungen sind bei der 3. Mannschaft von Steve Rulik die Ergebnisse von Annika Knoche, die bei insgesamt neun Starts sieben (!) Bestzeiten erzielte und dazu noch zwei Finalteilnahmen verbuchte. Sowohl über 100 m Rücken (1:25,36 min / 3.) als auch über 100 m Schmetterling (1:35,56 min) steigerte sie sich in den Finalläufen noch einmal um bis zu drei Sekunden. Ins Finale schaffte es auch Anastasia Melissopoulou (10) über 100 m Brust (1:35,39 min / 8.). Ihre beste Platzierung erreichte sie über 800 m Freistil (13:42,26 min / 3.). Sogar noch einen Rang besser war hier die gleichaltrige Greta Bachmann, die über 800 m Freistil (12:53,93 min /2.) in neuer Bestzeit anschlug. Besonders stark sah Julia Wolff sie auf den Rückenstrecken, die auch Justin Mann (1:25,64 min) gut beherrscht. Der 13-jährige Schüler stand zudem noch über 200 m Freistil (2:49,57 min) ganz oben auf dem Podest.

Gut eingelebt bei den Wasserfreunden hat sich der erst neunjährige Neuzugang Benedikt Fißmer aus Herford. Der jüngste Wasserfreund präsentierte sich in Top-Form und feierte bei seinen sieben Starts drei Siege. „Besonders seine Zeiten über 200 m Freistil (2:49,18 min / 1.) und über 400 m Freistil (6:06,55 min / 1.) sind für sein Alter Top-Zeiten“, lobte Julia Wolff. Auch für Dana Hellberg (13) hat sich das enorme Pensum im Trainingslager ausgezahlt – etwa über 200 m Freistil (2:48,00 min / 4.), wo sie gleich „satt unter drei Minuten“ gelandet ist. Über gute Zeiten – z.Bsp. über 100 m Freistil (1:24,59 min / 7.) – freute sich auch Lotta Krumins-Nemeth.

Allein sechs Siege verbuchten die Aktiven der ersten Mannschaften. So überzeugte neben Fabian Mund (50 m Brust / 30,39 sec / 1.) auch Ilka Bathge im Brustsprint (35,00 sec / 1.) mit nur einer Zehntelsekunde über ihrer Bestmarke. Im Bereich ihrer Bestzeiten bewegte sich auch Janina Poppensieker (15) bei ihren fünf Starts, von denen sie die 200 m Rücken (2:36,03 / 1.) für sich entscheiden konnte. Weitere Siege feierten neben Pia Oberhokamp (18) über 1500 m Freistil (19:33,07 min) noch Lara Pohlmann (17) über 50 m Rücken (32,02 sec). Mit Saisonrekord erfolgreich zurück gemeldet hat sich auch Vasileios Tekidis (16). Bei seinem ersten Auftritt seit langer Zeit blieb die Uhr über 800 m Freistil (2.) bei 9:23,61 Minuten stehen.

Das Gros der Mannschaft startet bereits an diesem Wochendende (27. + 28. Mai) beim 43. Internationalen Schwimmfest des SC Herford im Freibad „Im kleinen Felde“.

 

 

 

 

Ergebnisse

Beckmann, Carla   200 S  02:26,53  Platz 35

Mund, Fabian          50 B  00:30,51  Platz 47

Pohlmann, Lara       50 F  00:27,85  Platz57

Taube , Karolin          100 R  01:07,47  Platz 47
Taube , Karolin            50 R  00:31,63  Platz 49

Rosenstengel, Lena 100 S  01:02,78  Platz 15
Rosenstengel, Lena 100 S  01:02,48  Platz 14  B Finale

 4x100 F   03:59,70  Platz 9
Pohlmann, Lara 1999 100m 01:00,08
Rosenstengel, Lena 1995 200m 01:58,23
Taube, Karolin 1991 300m 02:58,16
Günzel, Annika 1999 400m 03:59,70


4 x 100  L mixed 04:14,03  Platz 15
Taube, Karolin 1991 100m 01:07,70
Mund, Fabian 1996 200m 02:16,38
Rosenstengel, Lena 1995 300m 03:18,93
Klingenberg, Niklas 1995 400m 04:14,03

4x100 F mixed 03:52,49 Platz 10
Pohlmann, Lara 1999 100m 00:59,97
Mund, Fabian 1996 200m 01:56,06
Klingenberg, Niklas 1995 300m 02:51,39
Günzel, Annika 1999 400m 03:52,49

4x100 L 04:33,64 Platz 15
Pohlmann, Lara 1999 100m 01:09,71
Bathge, Ilka 1996 200m 02:29,68
Rosenstengel, Lena 1995 300m 03:32,73
Günzel, Annika 1999 400m 04:33,64

Erneut NRW-Bronze für die Lagenstaffel der Wasserfreunde mit Karolin Pult, Ilka Bathge, Lena Rosenstengel und Lara Pohlmann (von links).

 

Lena Rosenstengel (21) schwimmt zu Bronze in der offenen Klasse – Doppel-Gold für Lara Pohlmann (17) in der Jahrgangswertung

 

„Bei jedem ihrer Starts ist Lena ins Finale gekommen“, lobte Wasserfreunde-Coach Christof Taube die 21-jährige Lena Rosenstengel, die seit fünf Jahren nicht mehr so schnell unterwegs war. Lohn der Plackerei war für die Studentin der Gewinn einer Bronzemedaille über 200 Meter Schmetterling.

 

Als drittschnellste Frau im Lande verfehlte die Bielefelderin in 2:20,82 Minuten nur knapp eine bessere Platzierung. Einen Wimpernschlag schneller waren nur Jana Markgraf (2:18,93 min) von der SG Bayer und Leonie Göbels (2:19,63) von der SG Essen. Ebenso überzeugend präsentierte sich in diesem Endlauf Carla Beckmann (2:26,94 min/8.), die sich mit dieser Zeit wohl auch für die deutschen Titelkämpfe qualifiziert hat. Zudem erzielte die 32-jährige Schwimmerin über 100 m Schmetterling (1:06,86 min / 16.) noch eine persönliche Bestzeit.

 

Bereits zwei Wochen nach dem Trainingslager reisten die Wasserfreunde mit 20 (!) Aktiven zu den NRW-Meisterschaften nach Wuppertal – so vielen Athleten wie noch nie. Die Zeit zum Regenerieren war entsprechend kurz. „Zumal wir in der Woche vor Ostern täglich acht Stunden trainiert haben“, erläuterte Wasserfreunde-Coach Christof Taube. „In der Woche darauf kamen noch einmal sechs Trainingseinheiten dazu.“ Als Standortbestimmung diente danach ein Wettkampf in Bochum, bei dem allerdings die Schnelligkeit fehlte. „Manchen steckte das Trainingslager noch in den Knochen, so dass viele ihren Saisonhöhepunkt noch nicht erreicht haben.“ Diese Einschätzung gilt auch für die Titelkämpfe in Wuppertal.

 

Die dritte Medaille in der Offenen Klasse fischten die Wasserfreunde mit der 4 x 100-Meter-Lagenstaffel (Karolin Pult, Ilka Bathge, Lena Rosenstengel, Lara Pohlmann) aus dem Wasser. In 4:28,34 Minuten wurde das Bielefelder Quartett hinter der nationalen Elite der SG Essen (4:20,12) und der SG Dortmund (4:23,45) hervorragende Dritte. Auf einem undankbaren vierten Platz landete am Ende eines langen Wettkampf-Wochenendes die 4 x 100-Meter-Freistilstaffel (4:00,50), bei der Annika Günzel für Ilka Bathge ins Team rückte.

 

Weitere Top-Ten-Platzierungen erzielten die Wasserfreunde dann noch mit den Männern über 4 x 100-m-Lagen (4:07,63 min / 7.) und mit neuem Vereinsrekord über 4 x 100-m-Freistil (3:43,89 min / 6.). „Das war wirklich eine Super-Leistung, zumal der bestehende Rekord noch auf der Kurzbahn erzielt wurde“, erläuterte Christof Taube. „Bei der Lagenstaffel fehlte nicht mal eine Sekunde zum Rekord.“ Als Startschwimmer der Freistil-Staffel hatte Alexander Teubert (57,13 sec) die Wasserfreunde auf Kurs gebracht, es folgten Fabian Mund, Philipp Strehle und Niklas Klingenberg die dank eines 55-Sekunden-Schnitts den Vereinsrekord deutlich verbesserten. Neuer NRW-Staffelmeister wurde hier die SG Dortmund (3:33,99 min). Das starke Mannschaftsergebnis rundeten zwei sechste Plätze mit der 4 x 100-m-Freistil-Mixed-Staffel (3:51,19 min) sowie mit der 4 x 100-m-Lagen-Mixed-Staffel (4:15,84 min) ab.

 

Ein ‚Sahnewochenende’ erwischte Lara Pohlmann, die mit zwei Jahrgangstiteln geschmückt nach Bielefeld zurückkehrte. Sowohl über 50 m Freistil (27,27 sec) als auch über 100 m Freistil (59,82 sec) hatte die starke Konkurrenz das Nachsehen. Mit ihren neuen Bestzeiten erreichte sie auf beiden Strecken sogar das Finale in der offenen Klasse. Nach einer weiteren Steigerung über 50 m Freistil (27,03 sec) wurde die 17-jährige Schülerin sogar Gesamtfünfte. „Mit diesen Zeiten hat Lara sich bereits für die deutschen Jahrgangsmeisterschaften qualifiziert.“

 

Zweimal jubeln durfte auch Pia Oberhokamp (18) über ihre starke Jahrgangswertung. Zum einen über ihren Vize-Titel über 400 m Freistil (4:47,78 min), zum anderen über die Bronzemedaille, die sie auf der halben Distanz über 200 m Freistil (2:16,00 min) mit nach Hause nehmen konnte. „Da Pia im Abi-Stress steht, waren die Zeiten eher zweitrangig“, urteilte Christof Taube. Bei Annika Günzel (17) geht die Formkurve wieder nach oben – etwa über 50 m Schmetterling (30,25 sec / 6.) sowie über 100 m Freistil (1:02,41 min / 7.). Nach krankheitsbedingten Rückschlägen findet auch Janina Poppensieker (15) mit allein vier Bestzeiten und fünf Top-Ten-Platzierungen zu alter Stärke zurück. Ihre besten Platzierungen erreichte sie über 50 m Freistil (28,32 sec / 6.) und über 50 m Rücken (32,78 sec / 7.).

 

Neben zwei Bestzeiten über 50m Freistil (29,00 sec/18.) und 100m Rücken (1:13,73 min/18.) gelang Pia Kleinebekel (14) über 400 m Freistil (4:45,57 min / 5.) ebenfalls der Sprung unter die besten Sechs. Dasselbe Kunststück schaffte Torben Knollmann (18), der seine Bestmarken über 200 m Schmetterling (2:21,94 / 5.) sowie über 200 m Lagen (2:22,15 min / 13.) jeweils um mehr als zwei Sekunden (!) unterbot. Niklas Klingenberg (21) verbesserte sich teils deutlich über 50 m Rücken (29,19 / 28.) und 200 m Freistil (2:02,09 min / 28.).

 

Auf allen Rückenstrecken im Finale war Karolin Pult, die ihre Klasse nicht nur in den Staffeln, sondern auch in drei Finalläufen unter Beweis stellen konnte. Leider verfehlte sie als Vierte über 200 m Rücken (2:24,65 min) nur denkbar knapp einen Medaillenrang. Ansonsten liegt die 25-jährige Lehrerin sowohl über 50 m Rücken (32,44 sec / 10.) und über 100 m Rücken (1:06,97 min / 6.) in Schlagdistanz zu ihren Bestzeiten. „Das ist umso bemerkenswerter, da sie vor dem Trainingslager einen Auffahrunfall hatte und nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte ist.“

 

Einen weiteren Finalplatz in der offenen Klasse sicherte sich Philipp Strehle über 100 m Schmetterling (59,38 min / 9.), der seine beste Leistung über 50 m Schmetterling (26,45 sec / 17.) erzielte, wo er nur zwei Zehntelsekunden über seiner Bestzeit blieb. Schon im Trainingslager deutete sich die gute Form von Sarah Seipolt an, die sie bei den NRW-Meisterschaften nicht nur über 100 m Brust (1:20,51 min / 49.) und über 200 m Brust (2:54,61 min / 49.) bestätigte. Lange Zeit mit sich und seine Leistungen gehadert hatte Fabian Mund (20), der sich nach Knieproblemen eindrucksvoll über 50 m Brust (30,45 sec / 14.) und über 100 m Brust (1:08,59 min / 20.) zurückmeldete und sich damit ins DM-Ranking schwamm. Der Mindener Thorben Oevermann, der über den 1. Paderborner SV zu den Wasserfreunden lieferte über 50 m Freistil (24,90 / 23.) eine solide und über 100 m Rücken (1:04,77 min / 39.) eine starke Leistung ab.

 

Lobenswert auch die Leistungen des 15-jährigen Rückenspezialisten Alexander Teubert in der offenen Klasse, der seine Jahrgangsmeisterschaften (Jahrgänge 2000 – 2004) erst am kommenden Wochenende in Dortmund hat. Neben einer neuen Bestmarke über 100 m Rücken (1:02,59 min / 25.) schwamm er die beiden anderen Rückenstrecken (50 m: 29,33 sec / 32. und 200 m: 2:18,23 min / 19.) auf Bestzeitenniveau. „In Dortmund dürfte er noch etwas schneller sein.“

 

Dafür steckte Brustschwimmerin Ilka Bathe (20) das Trainingslager wohl noch in den Knochen, die ihre beste Leistung über 50 m Brust (35,31 sec / 30.) abrufen konnte. „Hier fehlen noch ein paar Zehntel an der ‚Quali-Zeit’ für die Deutschen.“ Alexander Bockhorst (32,53 sec / 63.) erzielte über dieselbe Strecke eine neue Saisonbestzeit.

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