Schwimmen: Wasserfreunde-Damen sichern sich souverän den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga – Fünfter Platz für das Taube-Team – Vereinsrekord für Karolin Pult

 

Bei ihrer zwölften Teilnahme in Folge präsentierten sich die Damen der Wasserfreunde Bielefeld erneut in Rekordlaune. Das Team von Christof Taube bestätigte mit einem fünften Platz nicht nur ihre bisher beste Platzierung, sondern kehrte auch mit einem Vereinsrekord und einigen persönlichen Bestzeiten mehr als zufrieden aus Gelsenkirchen zurück. Bei den Ligenwettkämpfen werden alle olympischen Strecken geschwommen.

 

„Der fünfte Platz ist in der Tat eine sehr gute Platzierung, vor allem, wenn man berücksichtigt, welche namhaften Vereine wir hinter uns gelassen haben“, jubelte der Wasserfreunde-Coach, der es immer wieder schafft, ein konkurrenzfähiges Team in den Deutschen Mannschaftswettbewerb Schwimmen (DMS) zu schicken. Hinter den Bielefelder landeten u.a. die SG Schwimmen Münster, der SV Blau-Weiß Bochum und die SG Gelsenkirchen auf den weiteren Plätzen.

 

Klassenerhalt in der 2. Bundesliga gesichert!

15173 Punkte - Platz 5

Bereit für die OWL-Titelkämpfe: Die C-Jugend der Wasserfreunde landet nach einer satten Steigerung auf Rang 15.

Nach ihrem Sieg auf Bezirksebene startete seit langer Zeit mal wieder ein Nachwuchs-Team der Wasserfreunde beim Deutschen-Mannschaftswettbewerb-Schwimmen der Jugend (DMS-J) auf Landesebene. Die diesjährige weibliche C-Jugend (2003/2004) ist erst die dritte Nachwuchsmannschaft der Bielefelder, die den Sprung auf NRW-Niveau geschafft hat.

 

Entsprechend groß war die Vor- und Einsatzfreude der sechs Schwimmer, die für die Wasserfreunde in Wuppertal zum Einsatz kamen. „Das C-Jugendteam hat sich wirklich sehr gut geschlagen“, lobte Trainerin Julia Wolff ihr Team über den grünen Klee. Zumal sich ihre Schwimmerinnen mit Mannschaften messen mussten, die einen wesentlich höheren Trainingsaufwand mit bis zu zehn Einheiten in der Woche betreiben.

 

„Im Vergleich zum Wettbewerb auf OWL-Ebene hat sich meine Mannschaft in der Endabrechnung um 21 Sekunden (!) verbessert. Dadurch sind die Wasserfreunde immerhin um einen Platz weiter nach vorne gerutscht.“ Zudem purzelten, angespornt durch die inspirierende Atmosphäre in der Wuppertaler Schwimmoper, einige persönliche Bestleistungen.

 

Anders als die DMS werden die DMS-J als Staffelwettkampf geschwommen. In Wuppertal starteten die jeweils 16 besten Nachwuchsteams aus Nordrhein-Westfalen zu jeweils fünf Staffelrennen über 4 x 100 Meter Freistil, 4 x 100 Meter Brust, 4 x 100 Meter Rücken, 4 x 100 Meter Schmetterling sowie über 4 x 100 Meter Lagen ins Wasser. Aus der Addition der Staffelzeiten wird dann das Gesamtergebnis ermittelt.

 

Nach zwei Wettkampftagen landeten die Wasserfreunde (26:31,23 Minuten) noch vor dem SV Neptun Recklinghausen und hinter der SG Gladbeck/Recklinghausen auf dem 15. Platz. Deutscher Mannschaftsmeister der weiblichen C-Jugend wurde mit komfortablem Vorsprung die SG Bayer (23:11,84 min). Die weiteren Podestplätze belegten die SG Essen (24:00,35 min) und die TPSK Köln (24:04,04 min).

 

Für die hoch motivierte weibliche C-Jugend der Wasserfreunde gingen mit Anna und Lina Haberstroh zwei NRW-erfahrene Aktive in die Rennen. Dazu gesellten sich mit Juliane Schröder, Saskia Kalivoda, Emma Nowitzki und Miriam Unger Schwimmerinnen, die erstmals die Atmosphäre bei einem „großen Wettkampf“ genießen konnten. Hervorzuheben aus der Fülle an guten Leistungen ist die starke Zeit (1:26,16 min) von Lina Haberstroh, die sie als Schlussschwimmerin der Bruststaffel erzielte. Ebenso bemerkenswert sind die 1:17,82 Minuten von Startschwimmerin Emma Nowitzki mit der Rückenstaffel.

 

„Das waren deutliche Verbesserungen im Vergleich zum OWL-Wettbewerb“, lobte Julia Wolff. „Aber auch Saskia, Juliane und Miriam konnten sich nochmals steigern und haben sich hier auf einem sehr guten Niveau präsentiert.“ Entsprechend selbstbewusst kann die 2. Mannschaft der Wasserfreunde zu den OWL-Meisterschaften nach Lübbecke reisen. „Insgesamt treten wir am kommenden Wochenende mit 16 Schwimmern an. Damit haben wir so viele Aktive wie noch nie aus der 2. Mannschaft am Start.“

 

„Marco Koch war einer der wenigen etablierten Stars, die bei der Kurzbahn-DM starteten“, erläuterte Christof Taube. Drei Monate nach Rio schwamm Marco Koch Weltrekord über 200 Meter Brust (2:00,44 Minuten) und Deutschen Rekord über 100 Meter Brust (56,75 Sekunden). Selten kochte die Stimmung im Berliner Europasportpark so über, selten wurde in der Schwimmhalle so lautstark angefeuert.

 

Da konnten die Wasserfreunde locker mithalten. Kein Wunder, denn für Stimmung und gute Laune sorgten allein schon die guten Zeiten und die prächtigen Platzierungen des Bielefelder Teams, die damit nahtlos an die überzeugende Vorstellung bei den NRW-Kurzbahn-Meisterschaften anknüpften. So fällt das Fazit von Wasserfreunde-Coach Christof Taube extrem gut aus: „Alle Schwimmer haben sich nach den Landesmeisterschaften noch einmal deutlich steigern können.“

 

Acht Vereinsrekorde und drei Finalteilnahmen verdeutlichen den Leistungssprung. „Wir sind durch die Bank wirklich Top-Zeiten geschwommen.“ Immerhin reisten in diesem Jahr zwölf Wasserfreunde zum Jahreshighlight auf der Kurzbahn, von denen sich allein acht Aktive für Einzelrennen qualifiziert hatten – so viele wie noch nie. Der Rest kam in den sechs Staffelrennen zu ihrem DM-Einsatz.

 

Eine perfekte DM schwamm Lena Rosenstengel, die bereits im Vorlauf über 200 m Schmetterling (2:14,67 min) ihre Klasse andeutete und mit neuem Vereinsrekord als Sechste den Sprung ins Finale schaffte. Hier steigerte sie ihre eigene Bestmarke um über 2 Sekunden (!) und wurde nach einem packenden Finish in 2:13,90 Minuten DM-Siebte, die beste Platzierung die je eine Bielefelderin bei einer Deutschen Kurzbahn-DM erreichte. Knapp zwei Sekunden trennten die 21-jährige Sportstudentin vom Bronze-Rang. Es siegte die NRW-Meisterin Lisa Höpink (SG Essen) in 2:08,22 Minuten.

 

Darüber hinaus überzeugte sie mit weiteren Auftritten in zwei B-Finals. So steigerte sie ihre Bestzeit über 50 m Schmetterling (9. Platz) auf 27,43 Sekunden – „eine wahnsinnig gute Zeit“. Über 100 Meter Schmetterling (10. Platz) blieb sie in 1:01,53 Minuten knapp über ihrer Bestmarke, schaffte damit aber immerhin ihre dritte Top-Ten-Platzierung in einem Einzelrennen. Außerdem war sie an zwei weiteren Top-Ten-Platzierungen der Wasserfreunde maßgeblich beteiligt.

 

Klangvolle Namen wie die SG München oder die TPSK Köln hinter sich ließ zum einen die 4 x 50m Freistil-Mixed-Staffel (1:38,95 min) mit Gabriel Lotz (23,57 sec), Niklas Klingenberg (23,28 sec), Lena Rosenstengel (25,99 sec) und Lara Pohlmann (26,11 sec), die ebenso Zehnte wurde wie die 4 x 50m Freistil-Staffel der Frauen (1:46,90 min). Für ein hohes Anfangstempo sorgte in dieser Formation gleich Startschwimmerin Lena Rosenstengel (26,09 sec), gefolgt von Karolin Pult (26,69 sec), der nervenstarken Lara Pohlmann (26,62 sec) und Schlussschwimmerin Annika Günzel (27,50 sec).

 

Vereinsrekorde erzielten zudem noch die 4 x 50m Lagen-Mixed-Staffel (1:50,43 min / 16.) mit Karolin Pult, Fabian Mund, Lena Rosenstengel und Gabriel Lotz sowie die 4 x 50m Freistil-Staffel der Männer (1:36,74 min / 21.) mit Gabriel Lotz, Fabian Mund, Niklas Klingenberg und Timo Pohlmann, der sich als jüngster Starter mit seinen 14 Jahren nahtlos in die Staffel einfügte und in 25,51 Sekunden einen starken Schlussspurt hinlegte.

 

Dreimal knapp an einer Finalteilnahme vorbei schrammte die 25-jährige Karolin Pult, die nach den sehr guten Leistungen mit den Staffeln auch überzeugende Einzelrennen absolvierte – mit Top-Zeiten über 100 m Rücken (1:03,32 min / 29. Platz), 200 m Rücken (2:18,79 min / 27.) und über 100 m Schmetterling (1:03,51 min / 29.). „Das waren enorme Verbesserungen im Vergleich zum Vorjahr.“

 

Extrem flott unterwegs war auch 18-jährige Pia Oberhokamp, die sich derart gut in ihren 1500-Meter-Freistil-Marathon (18:09,37 min / 50. Platz) „hereinsteigerte“, dass am Ende eine Top-Zeit heraussprang. Lautstark angefeuert blieb sie über 17 Sekunden (!) unter ihrer alten Bestmarke. Über zwei Saisonbestzeiten konnte sich Annika Günzel (17) freuen – über 50 m Schmetterling (29,68 sec / 52.) und über 100 m Schmetterling (1:06,23 min / 42.). „Das war technisch richtig gut.“

 

Noch besser platziert war die Ex-Gütersloherin Carla Beckmann (32), die sich bei den Wasserfreunden noch einmal technisch weiterentwickelt hat und eine Bestzeit nach der anderen schwimmt – so wie jetzt in Berlin über 200 m Schmetterling (2:23,02 min / 35. Platz). Ihren Wechsel zu den Wasserfreunden dürfte auch Ilka Bathge (20) nicht bereut haben, die erstmals bei einer DM startete und ihre Quali-Zeit über 50 m Brust (34,33 sec / 50.) bestätigte. „Ilka hätte nie gedacht, dass sie mal bei den Deutschen startet.“ Mit konstant guten Leistungen überzeugte auch Lara Pohlmann (17), die in den Staffeln unverzichtbar ist, und auch bei ihrem DM-Einsatz über 50 m Freistil (26,92 sec / 48.) ihre Zeit bestätigte. Für einen weiteren Vereinsrekord und krönenden Abschluss sorgte indes Vasileios Tekidis (16) über 800 m Freistil (8:49,14 min / 69. Platz / 35.Platz in der Juniorenwertung).

 

Fazit von Christof Taube: „Wir haben in Berlin mit einer starken Mannschaftsleistung überzeugt.“

 

 

Lena Rosenstengel ist der zweitschnellste Schmetterling in NRW

Wasserfreunde gewinnen insgesamt fünf Medaillen bei NRW-Kurzbahnmeisterschaften – Vierter Platz für die Damen-Lagenstaffel

Die Wasserfreunde blicken erneut auf erfolgreiche NRW-Kurzbahnmeisterschaften zurück. „Bei den Landesmeisterschaften waren wir wieder sehr erfolgreich mit sehr vielen, sehr guten Zeiten“, stellte Christof Taube seinem Team ein blendendes Zeugnis aus. 18 Aktive hatten die Tickets für die NRW-Meisterschaften in der Wuppertaler Schwimmoper gelöst – so viele wie noch nie. Unter dem Strich verbuchten die Bielefelder zahlreiche Finalteilnahmen, standen fünfmal auf dem Podest und verbuchten zehn Vereinsrekorde, zwei davon mit den Staffeln. Zudem stellten die Wasserfreunde mit Lena Rosenstengel die zweitschnellste Frau in NRW über 100 Meter Schmetterling.

 

Die 21-jährige Studentin zeigte zuletzt konstant starke Leistungen und präsentierte sich auch in Wuppertal in Topform. Die Bielefelderin war in 1:01,27 Minuten in das 100 Meter Schmetterlings-Finale gekommen. Im Finale bestätigte sie ihre Leistung und musste sich in 1:01,04 Minuten (!) und zweimal verbessertem Vereinsrekord nur Lisa Höpink von der SG Essen geschlagen geben. Nach dem Gewinn der Vizemeisterschaft holte Lena Rosenstengel noch Bronze über 200 m Schmetterling (2:15,93 min). Dabei lag sie nur dreizehntel Sekunden hinter Dana Volmerhaus von der SG Ruhr. Lisa Höpink konnte in diesem Rennen ihren zweiten Sieg feiern. „Das war für Lena mit insgesamt zehn Starts ein perfektes Wochenende“, urteilte Christof Taube. „Neben ihrer ohnehin schon sehr guten Technik zeichnet sie eine überragende Fitness aus.“

 

Drei weitere Medaillen sammelten die Wasserfreunde in der Jahrgangswertung. Ebenso topfit wie Lena Rosenstengel präsentierte sich Torben Knollmann in Wuppertal über 400 m Lagen (4:52,59 min). Knapp hinter dem neuen NRW-Kurzbahn-Jahrgangsmeister Omar Altolimy (4:49,48 min) vom TPSK aus Kölnliegend gewann der 18-jährige Schüler eine Silbermedaille. Mit Saisonbestzeit holte sich Torben Knollmann über 1500 m Freistil (17:07,34 min) eine zweite, dieses Mal bronzene Medaille. Mit einem Vereinsrekord (16:35,43 min) musste sich Vasileios Tekidis (16) trösten, der mit einer schnelleren Zeit auf derselben Strecke undankbarer Vierter wurde. „Immerhin hat er den über zehn Jahre alten Rekord von Bernd Kuhlmann um zwei Sekunden verbessert“, erläuterte Christof Taube. Bemerkenswert: „Bei seinem Rekord schwamm er nahezu konstant einen 33 Sekunden-Schnitt auf 50 Metern.“

 

Bronze gab es auch für Pia Kleinebekel, allerdings über 800 m Freistil (9:52,38 min). Ausgerechnet bei ihrem ersten Auftritt auf Landesebene gelang der 14-jährigen Schülerin ebenfalls auf einer längeren Distanz der Sprung aufs Treppchen. Neuzugang Niklas Klingenberg verbesserte den von Matthias Zinram gehalten Vereinsrekord über 200 m Schmetterling gleich zweimal. Im Finale (2:10,56 min) erreichte der 21-jährige Ex-Ahlener damit Rang 9. „Niklas fühlt sich wohl bei uns und die Trainingsumstellung hat ihm bei allen Starts noch einmal einen deutlichen Schub nach vorne gebracht.“ Niklas Klingenberg war auch am Vereinsrekord der 4x50m Freistil-Staffel (1:37,29 min / 8. Platz) der Männer mit Gabriel Lotz, Philipp Strehle und Thorben Oevermann beteiligt. Den verbesserte auch die 4x50m Lagen-Mixed-Staffel (1:52,54 min / 5. Platz).

 

Leider verfehlte die  4 x 50 Meter Lagen-Staffel der Damen mit Karolin Pult (25), Ilka Bathge (20), Lena Rosenstengel (21) und Lara Pohlmann (17) in 1:58,60 Minuten als Vierte nur denkbar einen Medaillenring. Immerhin wurde die 4 x 50 Meter-Freistil-Staffel der Frauen (1:47,84 min) in der Besetzung mit Lara Pohlmann, Lena Rosenstengel, Karolin Pult und Annika Günzel in einem illustren Feld noch gute Fünfte. Zudem schwamm Lara Pohlmann über 100 m Freistil (59,45 sec / 25.) eine neue Bestzeit. Den Anschluss geschafft hat auch wieder Janina Poppensieker (14) mit sehr guten Zeiten über 100 m Rücken (1:10,07 min / 11.) und 200 m Rücken (2:31,30 min / 10.).

 

Mit für sie wenigen Starts verpasste Karolin Pult ebenfalls nur denkbar knapp einen Podestplatz nach ihrem Finaleinzug über 100 m Rücken (1:03,98 min / 4. Platz). Dank einer extremen Steigerung über 200 m Schmetterling (2:24,79 min / 8. Platz) schaffte Carla Beckmann den Sprung in die Top-Ten. „Carla schwimmt schon länger stabil gute Zeiten. Mit etwas Glück reicht diese Zeit sogar für einen Ranking-Platz (Top 100) bei den deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Berlin. Diese Leistung schätzt sie sogar höher ein als ihren Masters-WM-Titel in Kazan.“ Sprinter Gabriel Lotz erreichte über 50 m Freistil (23,97 sec / 17.) seine beste Leistung. Gesteigert hat sich auch wieder Alexander Bockhorst über 50 m Brust (31,37 sec / 57.). Etwas langsamer war auf dieser Strecke Ilka Bathge (34,57 sec / 31.). Mit gesundheitlichen Problem kämpft zur Zeit Annika Günzel, die in der Staffel aber unverzichtbar ist und in Richtung der Deutschen immer besser in Schwung kommt.

 

Trotz Prüfungsstress hat der Brust-Spezialist Fabian Mund (20) eine sehr gute Meisterschaft geschwommen. Über 50 m Brust (30,17 sec / 22.) lag er nur achthundertstel Sekunden über seiner Bestmarke. Nach Anlaufschwierigkeiten überzeugte auch Pia Oberhokamp (18) mit starken Leistungen, herauszuheben sind die 400 m Freistil (4:35,62 min / 16.). Ebenso überzeugend präsentierte sich  Alexander Teubert bei seinem ersten Landesmeisterschaften über 200 m Rücken (2:14,76 min / 28.) und 100 m Rücken (1:02,40 min / 52.). Immer besser in Schwung kommt auch der Ex-Paderborner Thorben Oevermann (19), etwa über 100 m Rücken (1:00,78 min / 33.), während Philipp Strehle über 50 m Schmetterling (26,00 sec / 24.) seine Bestzeit einstellte.

Nachwuchs-Staffeln der Wasserfreunde überzeugen beim Deutschen-Mannschaftswettbewerb-Schwimmen der Jugend (DMS-J).

 

 

Mit einem Erfolg auf Bezirksebene stimmte sich der Nachwuchs der Wasserfreunde Bielefeld auf die OWL-Kurzbahn-Meisterschaften Anfang Dezember in Lübbecke ein. So siegten beim Deutschen-Mannschaftswettbewerb-Schwimmen der Jugend (DMS-J) bei den Frauen die C-Jugendlichen (Jahrgänge 2003/2004) in 26:52,78 Minuten denkbar knapp mit vier Sekunden Vorsprung vor dem 1. Paderborner SV (26:56,42 min). Auf dem dritten Platz landete das Schwimm-Team Bielefeld in 27:07,39 Minuten.

 

„Unser Team überzeugte auf ganzer Linie“, strahlten Julia Wolff und Janina Kistenmacher über den nicht unbedingt zu erwartenden Erfolg. Für weitere Podestplätze sorgten die weibliche B-Jugend (Jg. 2001/2002) sowie die weibliche D-Jugend (2005/2006), die jeweils hinter dem SC Herford den zweiten Platz belegten. Abgerundet wird der starke Auftritt der Wasserfreunde mit einem dritten Rang durch die männliche B-Jugend (Jg. 2001/2002).

 

Zum besseren Verständnis: Zur DMS-J in der Familien-Oase in Hamm-Heessen schickten acht Vereine aus der Region ihre Aktiven zu jeweils fünf Staffelrennen über 4 x 100 Meter Freistil, 4 x 100 Meter Brust, 4 x 100 Meter Rücken, 4 x 100 Meter Schmetterling sowie über 4 x 100 Meter Lagen ins Wasser. Aus der Addition der Staffelzeiten wird dann das Gesamtergebnis ermittelt.

 

Für die hoch motivierte weibliche C-Jugend gingen Anna und Lina Haberstroh, Juliane Schröder, Saskia Kalivoda, Emma Nowitzki und Miriam Unger ins Wasser. Nach den ersten beiden Disziplinen, der Freistil- und Bruststaffel, lagen die Wasserfreunde auf Kurs – allerdings hinter dem bis dahin führenden Schwimmteam und dem 1. Paderborner SV. Nach dem Rückenschwimmen das gleiche Bild, wobei die Paderborner Auswahl vor dem Schwimm-Team liegend die Führung übernahm. Mit einer couragierten Leistung der Schmetterlings-Staffel, die beim Nachschwimmen die anderen Teams förmlich deklassierte, gelang dem Wasserfreunde C-Nachwuchs der Sprung ganz nach vorne.

 

Ebenso spannend verlief der Wettkampf für die weibliche B-Jugend (2001/2002), die mit Maren Knollmann, Lena-Marie Heinze, Priyanga Selvenesan sowie Janina Poppensieker und Neu-Zugang Pia Kleinbekel die DMS-J bestritt. Schon frühzeitig zeichnete sich ein hochklassiges Duell zwischen den Wasserfreunden und dem SC Herford ab, in dem die Bielefelder nach ihrem Auftaktsieg mit der Freistilstaffel zunächst die Führung übernahmen. In dieser Staffel schwammen Janina Poppensieker und Neu-Zugang Pia Kleinbekel jeweils starke 1:02 Minuten über 100 Meter Freistil. „In den anderen Lagen waren die Herforder einfach besser besetzt“, urteilte Julia Wolff. Dafür lagen die Wasserfreunde in der Endabrechnung über eine Minute vor dem Schwimm-Team.

 

Genauso überzeugend war die Leistung der weiblichen D-Jugend (2005/2006) mit Joline Poppensieker, Annika Knoche, Liv Kempmann, Greta Bachmann und Annissa Ziane, die nach fünf Staffelrennen und einer Gesamtzeit von 29:11,44 Minuten nur dem SC Herford (27:01,21 min) den Vortritt lassen mussten.

 

Dagegen blieb die ansonsten gut besetzte männliche B-Jugend der Wasserfreunde gegen eine bärenstarke Formation des SC Steinhagen-Amshausen (24:10,15 min) chancenlos. Mit einer Gesamtzeit von 26:53,35 Minuten belegte das Wasserfreunde-Quintett mit Maksimilian Pöschel, Gholami Mohammad Arshia, Dimitrij Bormann, Oliver Giss und Timo Pohlmann hinter dem Gütersloher SV (25:24,85 min) immerhin noch einen guten dritten Platz. Als Startschwimmer der 4 x 100 Meter Freistilstaffel (4:25,95 min) schwamm Timo Pohlmann schnelle 58,62 Sekunden. Ebenso flott war das 14-jährige Talent (1:06,40 min) mit der 4 x 100 Meter Schmetterlingsstaffel unterwegs.

„Meine Mannschaft hat alle Erwartungen mehr als erfüllt“, strahlte Christof angesichts der überwältigenden Vorstellung der Wasserfreunde bei den OWL-Staffelmeisterschaften. Die Stimmung innerhalb des Teams war bereits vor den Wettkampf prächtig. Nachdem die Wasserfreunde nach zwei Wettkampftagen alle (!) Titel auf der Kurzbahn in Hamm-Heessen einheimsten, war der Jubel natürlich riesengroß.

 

Dadurch sicherten sich die Wasserfreunde in überlegener Manier mit 132 Punkten die erstmals ausgelobte Mannschaftswertung und nahmen voller Stolz den Team-Pokal mit nach Bielefeld. Dahinter platzierten sich mit dem SC Steinhagen-Amshausen (70 Punkte) und dem Schwimm-Team Bielefeld (38 Punkte) zwei weitere Mitbewerber um den Pokalgewinn. Durch die Zusammenlegung mit dem Deutschen Mannschaftswettbewerb Schwimmen der Jugend (DMS-J) hatte sich der Schwimmverband OWL allerdings eine größere Resonanz erhofft. Nur sechs Teams gingen in Hamm-Heessen an den Start.

 

Die Vorgabe für die Wasserfreunde war den Pokal und möglicht viele Staffeln zu gewinnen – idealerweise in OWL-Rekordzeit. „Das ist uns immerhin dreimal geglückt“, frohlockte der Wasserfreunde-Coach. Neben der 4x100-Meter-Freistilstaffel (Gabriel Lotz, Philipp Strehle, Niklas Klingenberg, Thorben Oevermann) in 3:41,88 min siegten auch die Rückenstaffel (Alexander Teubert, Niklas Klingenberg, Gabriel Lotz, Thorben Oevermann) in 4:18,33 min und die Lagenstaffel (Alexander Teubert, Gabriel Lotz, Philipp Strehle, Matthias Zinram) in 4:07,17 min in jeweils leicht veränderter Formation in OWL-Rekordzeit.

 

Erstmalig gingen bei den OWL-Meisterschaften auch Mixed-Staffeln in die Rennen. „Leider nicht so wie es im internationalen Schwimmsport üblich ist mit jeweils zwei Männern und zwei Frauen. Hier mussten nur jeweils eine Frau oder ein Mann gesetzt sein“, erläuterte der Wasserfreunde-Coach. Um die Siege nicht zu gefährden, musste Christof Taube mindestens drei Männer in den Mixed-Staffeln einsetzen. Diese Rechnung ging voll auf. Mehr als das – denn am Ende konnten die Wasserfreunde alle 22 Staffeln gewinnen. Dieser Erfolg ist umso bemerkenswerter, da der Sieg von zwei Männer- und zwei Mixed-Staffeln angesichts der Konkurrenz kein Selbstläufer war.

 

Entsprechend spannend verlief etwa das Rennen der 4x100-Meter-Bruststaffel der Männer, bei dem der SC Steinhagen-Amshausen traditionell gut besetzt ist. Fabian Mund, Gabriel Lotz und Alexander Bockhorst sorgten für einen komfortablen Vorsprung der Bielefelder Staffel, der am Ende wie Schnee in der Wintersonne zusammenschmolz. Doch Gerrit Lüngen, der jüngste im Feld, wehrte als Schlussschwimmer die Attacke der Steinhagener erfolgreich ab. „Das hat Gerrit wirklich klasse gemacht“, lobte Christof Taube.

 

Beim Blick auf die Ergebnisliste wird deutlich, dass der insgesamt ungefährdete Pokalsieg der Bielefelder auch dank hervorragender Einzelleistungen erzielt wurde. Herauszuheben aus der Fülle an guten Zeiten sind etwa die Ergebnisse von Lena Rosenstengel über 100m Schmetterling (1:02 min) und über 100m Freistil (57,5 sec), die vor den NRW-Meisterschaften in bestechender Form ist. Aber auch die 1:08 Minute von Gabriel Lotz sind ebenso erwähnenswert wie der Auftritt von Philipp Strehle, der innerhalb von fünfzehn Minuten (!) die 100m Schmetterling dreimal unter einer Minute abspulte. Von der Leistungsstärke anstecken ließ sich auch Carla Beckmann, die vor kurzem erst ihre Bestzeit über 200m Schmetterling unterbot und in Hamm auch über 100m Schmetterling (1:06,20 min) eine neue Bestmarke schaffte.

Herbstpokal der Wasserfreunde: 400 Schwimmer aus 20 Vereinen absolvieren im Sennestadtbad über 2000 Starts.

 

„Beim diesjährigen Herbstpokal haben wir durch die Bank wirklich sehr gute Leistungen erzielt“, lobte Christof Taube sein Team nach einem kräftezehrenden Wochenende, in denen jeder der 60 Aktiven der Wasserfreunde in der Spitze bis zu 15 Starts absolvierte.

 

Dass trotz des enormen Pensums herausragende Leistungen heraus springen, bewies etwa Lena Rosenstengel. Sie erzielte bei ihrem 100 Meter Schmetterling-Rennen in 1:01,96 Minuten nicht nur einen neuen Vereinsrekord, sondern kratzte mit dieser Zeit auch am OWL-Rekord von Marie Brockhaus vom 1. Paderborner SV. Zur Rekord-Flut beigetragen haben auch die neuen Startblöcke in Bielefelds Vorzeigebad in der Sennestadt. „Absolut lobenswert“ wie die Sportler aus NRW, Niedersachsen und dem Rheinland bestätigen.

 

„Dieses anspruchsvolle Programm schult die Wettkampfhärte“, erläuterte Lena Rosenstengel mit einem Lachen auf den Lippen ihr strammes Pensum. Die erzielten Leistungen können sich auch deshalb sehen lassen, weil sie aus dem vollen Training heraus geschwommen wurden. „Wir haben in den Herbstferien voll durchtrainiert und in der Woche acht Wassereinheiten à zwei Stunden und zusätzlich drei Landeinheiten absolviert“, berichtet Wasserfreunde-Coach Christof Taube, der sich auch über die extrem hohe Trainingsbeteiligung freute. Entsprechend ausgelaugt sind die Wasserfreunde in den Herbstpokal gegangen. „Sobald die Schwimmer im Wettkampf-Modus sind, fällt der Herbstpokal trotzdem recht leicht. Dafür sprechen auch die vielen Top-Zeiten.“

 

Angesichts der Fülle fällt es schwer, die Leistungen aller Schwimmer zu würdigen. Neben Lena Rosenstengel, die auch technisch ein perfektes Rennen über 100 m Schmetterling hinlegte, überzeugte auch Karolin Pult bei ihrem Sieg über 200 m Rücken in 2:18,24 Minuten, einer Zeit in Nähe ihres Vereinsrekordes. Gabriel Lotz drückte über 50 m Freistil (23,92 sec) im Vorlauf seine Bestmarke unter 24 Sekunden und siegte auch im Sprintfinale in der offenen Klasse (Jahrgang 2000 und älter) mit klarem Vorsprung. Der 20-jährige Wasserfreund feierte am Ende einen Doppelsieg, da er auch über 50 m Rücken (27,17 sec) der Konkurrenz keine Chance ließ.

 

Mit neuen Bestmarken beendeten auch Ilka Bathge (20), Zweite im Brust-Final (34,08 sec) und Fabian Mund, in 30,09 Sekunden Vierter bei den Männern, ihre Finals.

 

Ebenso dominant präsentierte sich in den Sprint-Finalläufen der jüngeren Jahrgänge (2002 – 2008) der 14jährige Timo Pohlmann bei seinem Doppelerfolg über 50 m Freistil (25,63 sec.) und 50 m Schmetterling (27,88 sec). Für die Siege fünf und sechs sorgten in den Finalläufen Gerrit Lüngen (13) über 50 m Brust (34,30 sec) und Lina Haberstroh (12) über dieselbe Strecke in 37,69 Sekunden. Schnellste Sprinterin über 50 m Freistil war in 26,08 Sekunden wie bereits im Vorjahr Karolin Kuhlmann (21 Jahre) vom SC Steinhagen-Amshausen. Dahinter platzierten sich mit Lena Rosenstengel (26,69 sec), Karolin Pult (27,36 sec), Lara Pohlmann (27,73 sec) und Annika Günzel (28,18 sec) ein Wasserfreunde-Quartett.

 

Äußerst erfreut war Christof Taube über das jetzt schon wieder hohe schwimmerische Niveau von Janina Poppensieker, die gesundheitsbedingt lange Zeit nicht trainieren konnte und sich gleich mit einem Paukenschlag eindrucksvoll zurückmeldete. Bei ihrem Goldrennen über 200 m Rücken (2:30,82 min) verbesserte sie ihre Bestzeit um gleich vier Sekunden. Richtig flott unterwegs war auch Vasilis Tekidis über 400 m Freistil (4:14,76 min / 2. Platz). Enorme Moral bewies Pia Oberhokamp, die trotz Kapselrissen in drei Fingern, die sie sich im Training zugezogen hatte, insgesamt zehn Starts absolvierte und mit zwei Bestzeiten über 50 m Freistil (28,83 sec) und 100 m Freistil (1:02,14 min / 3. Platz) glänzte.

 

Lange auf eine Bestzeit hin gearbeitet hat Carla Beckmann. Umso größer war die Freude bei der 31-jährigen Schwimmerin über ihre neue Bestmarken über 200 m Schmetterling (2:25,60 min).

 

Bei den Männern überzeugte Timo Pohlmann nicht nur in den Sprint-Finals. Der erst vierzehnjährige Schüler konnte nach seinen zehn Starts insgesamt neun Siege feiern – u.a. über 100 m Schmetterling (1:04,73 min) und über 200 m Freistil (2:07,05 min). Anerkennende Worte fand Christof Taube auch zu den Leistungen der ein Jahr jüngeren Lüngen-Zwillinge, die über 200 m Freistil die Plätze Eins (Gerrit: 2:11,94 min) und Zwei (Janne: 2:12,36 min) belegten.

 

Voll des Lobes war der Wasserfreunde-Trainer auch über die Neuzugänge, darunter die vom Schwimm-Team kommende Pia Kleinbekel (14), die das 400 m Freistil-Rennen (4:48,57 min) in ihrer Altersklasse gewann. Der Ex-Paderborner Thorben Oevermann (19) siegte über 100 m Rücken (1:02,41 min) und schwamm in zwei Finals. Über 50 m Rücken (28,05 sec) wurde er Zweiter hinter Gabriel Lotz. Gleich 14 Starts absolvierte Niklas Klingenberg, der dritte Neuzugang der Wasserfreunde. Der 21-jährige Ex-Ahlener überzeugte mit Platz Eins über 200 m Schmetterling in 2:17,13 Minuten. „Das geht aber noch deutlich schneller“, urteilte Christof Taube, der die neuen Schwimmer erst noch besser kennen lernen muss.

 

Zu ergänzen bleibt, dass die Wasserfreunde die meisten Wertungspunkte (1109) sammelten – allerdings außer Konkurrenz. Dafür löste das Schwimmteam Bielefeld mit 461 Punkten den Paderborner SV (5. Platz / 337 Punkte) als Pokalsieger ab. Dritter wurde die Warendorfer SU (379 Punkte), die ebenso wie die Paderborner auf einer 50 Meter Bahn trainieren können. Auf den weiteren Plätzen landete der SC Steinhagen-Amshausen (347 Punkte) mit gut 100 Zählern Vorsprung vor der SG Mühlheim (234 Punkte). Dahinter rangierten mit dem SC Herford (7. / 159 Punkte), der SG Beckum (8. / 157 Punkte) und dem MTV 1860 Minden (9. / 153 Punkte) weitere Vereine aus der Region.

Quirkendörper Spezialisten-Cup: Die Wasserfreunde starten mit der 2. und 3. Mannschaft in die Kurzbahn-Saison.

 Bielefeld (WB). Zum Auftakt der Kurzbahnsaison nutzten 27 Aktive der Wasserfreunde den 27. Quirkendörper Spezialisten-Cup zur ersten Standortbestimmung. Insgesamt standen die Aktiven der 2. und 3. Mannschaft im Aquawede insgesamt 65-mal (23 x Platz 1, 22 x Platz 2, 20 x Platz 3) auf dem Podest. Entsprechend positiv fiel das Fazit von Julia Wolff, Janina Kistenmacher und Lena Rosenstengel aus.

 

„Bis auf wenige Ausnahmen haben alle Schwimmer und Schwimmerinnen mit durchweg guten Leistungen überzeugt“, lobte Janina Kistenmacher stellvertretend für das Trainer-Trio. Herausragend waren die Leistungen von Anna (13) und Lina Haberstroh (12), die bei jeweils sechs Starts achtmal als Siegerin aus dem Wasser stiegen. So blieb Anna über 200 m Freistil (2:29,23 min) erstmals unter 2:30 Minuten. Ihre ein Jahr jüngere Schwester Lina verbesserte sich über 200 m Schmetterling um über 17 Sekunden (!) auf 3:01,17 Minuten und belegte zusätzlich über 200 m Freistil (2:30,53 min) und über 200 m Rücken (2:47,12 min) die Plätze Zwei und Drei.

 

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