Langbahn-Auftakt für die potentielle DM-Kandidaten, von links: Gerrit Lüngen, Claudius Ditz, Timo Pohlmann, Alexander Teubert, Pia Oberhokamp, Janina Poppensieker, Karolin Pult, Pia Kleinebekel, Fabian Mund, Thorben Oevermann, Janne Lüngen. Es fehlen Annika Günzel und Carla Beckmann. Foto: Peter Unger

 

 

 

  1. Piranha-Meeting: Wasserfreunde freuen sich über 25 Podestplätze.

 

Der erste Langbahn-Auftritt der Wasserfreunde-Schwimmer im Stadionbad von Hannover ist geglückt. „Das war nicht selbstverständlich“, erläuterte Christof Taube. „Nach den Wettkämpfen auf der Kurzbahn benötigen die Schwimmer normalerweise einige Vorbereitungswettkämpfe bis es auf der langen Bahn wieder rund läuft.“

 

Wie jedes Jahr war das zum 19-ten Mal ausgerichtete Piranha-Meeting der SGS Hannover mit über 700 Teilnehmern aus ganz Deutschland sowie drei Vereinen aus Grpßbritannien, Finnland und Weissrußland bestens besucht. Am Ende eines auch sportlich ambitionierten Wettkampfes konnten sich die Trainer nicht nur über 25 Podestplätze (5 x Gold, 9 x Silber, 11 x Bronze) freuen, sondern auch über einige Bestzeiten und Finalteilnahmen von dreizehn Wasserfreunde-Schwimmern. „Wir haben diesen Wettkampf, der direkt nach den DMS liegt, insbesondere für Schwimmer mit DM-Aussichten ausgesucht“, erläuterte Christof Taube.

 

Ihre gute Frühform bestätigte Karolin Pult (25) mit drei Siegen über 50m, 100m und 200 m Rücken sowie zwei Finalteilnahmen über 100 m Rücken (1:08,86 min/4.) und 100m Schmetterling (1:06,69 min/5.). „Die kürzeren Strecken liefen schon sehr gut“, urteilte Christof Taube. „Außerdem war die Delphin-Zeit bemerkenswert.“ Gleich drei persönliche Langbahn-Bestzeiten belohnt mit drei Bronzerängen erzielte Alexander Teubert – über 50m, 100m und 200m Freistil (25,84 sec/ 57,95 sec/2:06,61 min). Der 15-jährige Schüler überzeugte auch über 100m Rücken (1:03,08 min/6.), wo er sich im Finale um fast zwei (!) Sekunden noch einmal deutlich steigerte.

 

Bestechend auch die Anpassungsfähigkeit der dreizehnjährigen Lüngen-Zwillinge auf die ungewohnte Langbahn. Während Gerrit u.a. über 100m (1:15,74 min/3.) und 200m Brust (2:46,75 min/2.) glänzte, überzeugte Janne über 50m Rücken (31,60 sec/3.) und 200m Rücken (2:26,01min/3.). „Das war über 200 m Rücken schon sehr nah an seine, im Vorjahr bei den NRW-Meisterschaften geschwommenen Zeit.“ Carla Beckmann (32) hat sich in Hannover auf die 200m Schmetterling (2:31,56 min/3.) konzentriert. „Damit hat sie gleiche Zeit wie zuletzt auf der Kurzbahn erzielt, war also deutlich besser.“

 

Überraschend gut kam auch Janina Poppensieker (14) mit der langen Bahn zurecht. „Besonders auf den kürzeren Strecken hat sie sich sehr gut präsentiert“, lobte Christof Taube. Ihre beste Platzierung erreichte die 14-jährige Schülerin mit neuer Bestzeit über 50m Rücken (32,99 sec/2.). Kein DM-Kandidat ist Claudius Ditz, der mangels Alternativen aber in Hannover mit geschwommen ist. Das zahlte sich für ihn aus, denn über 200m Schmetterling (2:28,38 min/2.) steigerte er sich um gleich sechs Sekunden. Zudem erreichte der 22-jährige das Finale über 100m Schmetterling (1:03,18min/6.).

 

Seine große Klasse im Schmetterlings-Stil bescherte Timo Pohlmann (14) über 50m (28,22sec/1.), 100m (1:06,61min/3.) und 200m Schmetterling (2:33,22min/2.) gleich drei Podestplätze. Eher auf den längeren Strecken glänzte neben der achtzehnjährigen Pia Oberhokamp, die über 800m Freistil in 9:55,19 min Platz eins belegte, noch Pia Kleinebekel (14), die auf der selben Strecke in 10:14,84 Minuten auf dem zweiten Platz landete.

 

Zufrieden mit ihren Zeiten und Platzierungen konnte auch Annika Günzel (17) sein. Hervorzuheben sind neben den 50m Schmetterling (30,84 sec/2.) noch ihre Leistung über 50m Freistil (28,94sec/5.). Trotz akuter Knieprobleme und entsprechend reduziertem Training haut Fabian Mund (20) eine gute Zeit nach der anderen heraus. So in Hannover, wo er im 100m Brust-Finale (1:10,30min/7.) war. Aber auch seine 50m Brust-Zeit (30,89sec/2.), wo er in die Medaillenränge schwamm, und sein 50m Freistil-Sprint (26,09sec/10.) können sich sehen lassen. Denn alle Strecken absolvierte Fabian Mund im Bereich seiner Bestzeiten.

Die zweite Herrenmannschaft der Wasserfreunde schafft den Aufstieg in die Landesliga, von links: Claudius Ditz, Gerrit Lüngen, Timo Pohlmann, Alexander Bockhorst, Matthias Zinram, Jens Jagiella, Janne Lüngen und Christof Taube. Foto: Peter Unger

 

Herausragende Leistungen der Lüngen-Zwillinge

 

Schwimmen: Die zweiten Damen- und Herrenmannschaften der Wasserfreunde steigen auf. – 2018 startet das zweite Herrenteam in der DMS-Landesliga, während die zweite Damen in der DMS-Bezirksliga antreten. – Die Wasserfreunde sind von der Bezirksklasse bis zur 2. Bundesliga mit einem Team vertreten.

 

 

Das vergangene Wochenende stand ganz im Zeichen der Entscheidungen in den Bezirksligen und Bezirksklassen beim Deutschen Mannschaftswettbewerb Schwimmen (DMS). Im Fokus der Wasserfreunde standen dabei die zweiten und dritten Mannschaften der Bielefelder, die wie bereits die ersten Garnituren in der 2. Bundesliga (Damen) und in der Oberliga (Herren) mit Top-Leistungen aufwarteten.

 

Während die Aufstiegsträume des Schwimm-Teams Bielefeld I (11.690 Punkte) nach ihrem zweiten Platz hinter der zweiten Mannschaft der Wasserfreunde (12.104 Punkte) in der Bezirksliga vorerst platzten, steigen die Wasserfreunde als punktbester Vertreter in die Landesliga auf. Bereits nach dem zweiten Rennen hatten die Wasserfreunde die Führung im Gesamt-Klassement übernommen und bis zum Schluss verteidigt. Dabei musste Matthias Zinram kurzfristig für den erkrankten Thomas Heinze einspringen. Der 30-jährige Zinram hält sich zur Zeit mit einem gezielten Trockentraining (Laufen und Radfahren) ohne Wassereinheiten fit. Umso erstaunlicher waren seine Zeiten über 100 m Schmetterling (1:02,07 min) und über die Freistilstrecken (50 m: 25,61 sec / 100 m: 55,92 sec), mit denen er am Ende – mit insgesamt 1.703 Punkten belohnt – einen bemerkenswerten Beitrag zum Landesliga-Aufstieg leistete.

 

Herausragend aus der Sicht des Trainers waren die Leistungen der dreizehnjährigen Lüngen-Zwillinge, die nahezu nach jedem Start mit einer neuen Bestzeit aus dem Wasser stiegen. Während Janne (1.590 Punkte) über 100 m Rücken (1:06,02 min) und 200 m Rücken (2:19,26 min) sowie über 1.500 m Freistil (17:54,19 min) überzeugte, lobte Christof Taube die Rennen von Zwillingsbruder Gerrit (1.975 Punkte) über 200 m Lagen (2:23,70 min) und 400 m Lagen (5:09,10 min) sowie über 200 m Rücken (2:23,32 min) und 200 m Brust (2:42,66 min).

 

Die höchste Einzelpunktzahl verbuchte Claudius Ditz (22) mit 2.176 Punkten, die aus vier Starts und vier Bestzeiten resultierten. Seine beste Leistung erzielte der 22-jährige über 200 m Lagen (2:19,48 min). Zweibester Punktesammler war Timo Pohlmann (2.119 Punkte), der gleich im ersten Abschnitt über 1.500 Meter (17:43,29 min) und 400 m Lagen (5:15,98 min) extrem gefordert wurde. Nach muskulären Verspannungen und einer Lockerungs-Massage glänzte der 14-jährige im weiteren Verlauf mit Top-Leistungen auf Bestzeiten-Niveau über 200 m Freistil (2:05,07 min) und 400 m Freistil (4:28,98).

 

Erstmals unter 1:10 Minuten blieb Alexander Bockhorst (29) bei seinem Auftritt über 100 m Brust (1:08,67 min). „Dafür lief es für ihn über die Kraulstrecken nicht ganz so rund“, kommentierte Christof Taube. Ganz anders präsentierte sich Jens Jagiella (30) über die Freistilstrecken, der insbesondere über 200 m Freistil (2:02,60 min) Jannik Purschke vom Schwimm-Team Bielefeld das Leben schwer machte. „Jannik lag nach 100 Metern bereits eine Länge vor Jens, der wiederum auf den zweiten hundert Metern aufdrehte und das Rennen fast noch egalisieren konnte“, beschreibt Christof Taube den Rennverlauf.

 

Erstmalig versuchte sich Christof Taube über 100 m Rücken, wo er sich von 1:07 Minuten auf 1:05,87 Minuten steigern konnte. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell bin“, kommentierte der Aktiventrainer seine Premiere. Über 100 m Schmetterling (1:03,28 min) und 200 m Schmetterling (2:23,20 min) blieb der Schmetterlings-Spezialist im Rahmen dessen, was er momentan zu leisten in der Lage ist.

 

Parallel zum Titelgewinn der zweiten Herrenmannschaft in der DMS-Bezirksliga hat sich die zweite Wasserfreunde-Garnitur (10.373 Punkte) bei den Damen eine Klasse tiefer den Titel vor dem SV 1860 Minden (10.153 Punkte) in der DMS-Bezirksklasse gesichert. „Nach diesen tollen Ergebnissen sind die Wasserfreunde erstmalig in allen Klassen des Deutschen Mannschaftswettbewerb Schwimmen (DMS) vertreten – von der Bezirksklasse bis zur 2. Bundesliga“, jubelte Christof Taube. „Das gab es noch nie.“

 

Erfolgreichste Punktesammlerinnen waren im Bezirksklasse-Team Janina Poppensieker (1862 Punkte) gefolgt von Lina Haberstroh (1650 Punkte), Christina Teubert (1624 Punkte) und Maren Knollmann (1591 Punkte). Die weiteren Schwimmerinnen Anna Scheffler (1529 Punkte), Anna Haberstroh (1448 Punkte) und Juliane Schröder (678 Punkte) sorgten in der gleichmäßig besetzten zweiten Frauenmannschaft für einen knappen Vorsprung vor dem SV 1860 Minden. Hervorzuheben sind u.a. die Zeiten von Christina Teubert (19) über 400 m Lagen (5:43,31 min) und über 100 m Rücken (1:15,80 min). Aber auch die gesundheitlich leicht angeschlagene Janina Poppensieker (14) erzielte über 50 m Freistil (29,02 sec) und 200 m Rücken (2:34,64 min) respektable Zeiten genauso wie Anna Scheffler (19) über 200 m Schmetterling (2:46,55 min).

 

Auf Rang Sieben folgte die dritte Damen-Mannschaft der Wasserfreunde mit 6903 Punkten. Am meisten Zähler sammelten Lena-Marie Heinze (1345 Punkte), Annika Schwalm (1152 Punkte) und Priyanga Selvenesan (1079 Punkte). Komplettiert wurde das Team mit Joke Oberhokamp, Annika Knoche, Joline Poppensieker und Anastas Melissopoulou. Ebenfalls Rang Sieben erreichten das dritte Männer-Team der Wasserfreunde mit Nils Kombrink (1594 Punkte), Felix Tiekemeier (1120 Punkte), Maksimilian Pöschel (752 Punkte) sowie Mohammad Gholami, Dimitrij Bormann und Leon Uwarow.

 

Das verjüngte DMS-Team der Wasserfreunde startet auch im kommenden Jahr wieder in der Oberliga, vorne von links: Alexander Teubert, Trainer Alexander Bockhorst, Torben Knollmann, Trainer Christof Taube, Claudius Ditz, Thorben Oevermann. Hinten von links: Niklas Klingenberg, Martin Wolff, Max Borchers, Philipp Strehle, Vasileios Tekidis und Fabian Mund. Foto: Peter Unger

 

Schwimmen: Wasserfreunde überzeugen mit Platz Fünf in der DMS-Oberliga – Torben Knollmann mit Mammutpensum

 

Noch vor einer Woche jubelten die Frauen über ihren Verbleib in der 2. Bundesliga. Jetzt legten die Männer der Wasserfreunde nach und feierten in Mühlheim ausgelassen den Klassenerhalt in der DMS-Oberliga. Mit diesem Doppel-Erfolg erfüllten beide Bielefelder Teams die in sie gesetzten Erwartungen beim Deutschen Mannschaftswettbewerb Schwimmen (DMS).

 

Entsprechend zufrieden äußerte sich Christof Taube nach den 13 Rennen auf der 25 Meter Bahn im Mühlheimer Hallenbad. „In der Endabrechnung hatten wir gerade mal hundert Punkte weniger als geplant. Unterm Strich können wir mit den Leistungen des deutlich verjüngten Teams sehr zufrieden sein. Darauf können wir in Zukunft aufbauen.“ Am Ende mussten sich die Bielefelder mit 13.969 Punkten als Fünfte nur der SG Gladbeck / Recklinghausen (15.017 Punkte), der SG Schwimmen Münster (14.364 Punkte), der SG Rhein Erft Köln (14.345 Punkte) und der gastgebenden SG Mühlheim (14.225 Punkte) geschlagen geben. Immerhin fehlten mit Tobias Lange, Martin Stoffel, Matthias Zinram sowie dem in China weilenden Gabriel Lotz vier Leistungsträger der vergangenen Jahre. „Vier Hochkaräter kann man eigentlich nicht ersetzen. Vor diesem Hintergrund ist das Ergebnis und die erzielte Punktzahl absolut beachtlich.“

 

Herausragend sind neben einigen persönlichen Bestmarken zwei neue Vereinsrekorde. Der eine geht auf das Konto des zwanzigjährigen Philipp Strehle, der den von ihm gehaltenen Rekord über 100 m Schmetterling um achtzehn Hundertstelsekunden auf 56,95 Sekunden verbessert hat. Den zweiten Vereinsrekord schwamm der fünfzehnjährige Alexander Teubert über 200 m Rücken in bärenstarken 2:09,11 Minuten. Der fünfzehnjährige Schüler blieb damit fast vier Sekunden (!) unter seiner Bestzeit.

 

„Zuvor hatten sich Tobias Lange und Martin Stoffel jahrelang vergeblich bemüht, den Rekord von Johannes Englisch aus dem Jahre 2013 zu tilgen“, berichtet Christof Taube. „So hatte Alexander den Rekord gar nicht auf dem Schirm.“ Als er sich aber über 100 m Rücken bereits um 1,58 Sekunden auf 1:00,10 Minuten steigerte, machte ihm der Trainer Mut, den Rekord über die 200 Meter-Distanz anzugehen. „Dann hat Alexander in der Tat ein Super-Rennen geliefert, das letztlich im neuen Vereinsrekord mündete.“

 

Überragend lief der Wettkampf auch für Torben Knollmann, der mit einem Mammutpensum – er schwamm insgesamt 2.500 Meter – mit 2.488 Punkten zum größten Punktesammler seiner Mannschaft avancierte. Der achtzehnjährige Schüler präsentierte sich Top-Form und spulte routiniert sein ambitioniertes Programm ab. Während er über 200 m Freistil (1:59,90 min) und 400 m Freistil (4:17,20 min) sowie über 400 m Lagen (4:48,40 min) deutlich unter seinen alten Bestmarken blieb, verfehlte er diese auf der Langdistanz über 1.500 m Freistil (17:02,75 min) nur ganz knapp.

 

Im mannschaftsinternen Punkte-Ranking folgten Niklas Klingenberg (2.410 Punkte) und Vasileios Tekidis (2.208 Punkte). Während es bei Niklas Klingenberg zumindest im ersten Abschnitt über 200 m Freistil (1:58,10 min) und über 200 m Lagen (2:16,39 min) sehr gut lief, hat Vasileios Tekidis mit einem Formtief zu kämpfen. „Wir haben auch keine eindeutige Erklärung für seinen Leistungsabfall. Bereits beim Vorbereitungs-Wettkampf in Recklinghausen lief es nicht rund. Vasileios hat aber in jedem Rennen alles gegeben und somit noch viele Punkte für uns gesammelt.“ Beide Schwimmer absolvierten wie Torben Knollmann das Maximum von vier Einsätzen.

 

Auf drei Einsätze kam der Ex-Paderborner Thorben Oevermann (1.704 Punkte), der sich mit zwei Bestzeiten über 50 m Freistil (23,91 sec) und 100 m Rücken (1:00,49 min) ebenfalls topfit präsentierte. Obwohl er sich seit einigen Wochen mit Knieproblemen herumschlägt und deshalb auch nur ein reduziertes Trainingsprogramm absolviert hat, überzeugte Fabian Mund (20) mit zwei bemerkenswerten Leistungen über 100 m Brust (1:06,68 min) und über 200 m Brust (2:29,74 min). Dagegen war Max Borchers (22) eher unzufrieden mit seiner Leistung über 200 m Rücken (2:20,06 min). „Wahrscheinlich ist Max sein Rennen zu schnell angegangen und ist auf den letzten 50 Metern eingebrochen“, meint Christof Taube.

 

In den Dienst der Mannschaft gestellt hat sich Martin Wolff (27), der sich nach der Absage von Tobias Lange als Brustschwimmer zur Verfügung stellte und sich bei der Gelegenheit auch über 200 m Lagen (2:19,40 min) zur Verfügung stellte. „Nach seiner Rückkehr aus Japan, wo er einige Zeit tätig war, hat sich Martin innerhalb von acht Wochen in Stuttgart vorbereitet und bei der DMS eine absolut respektable Leistung abgeliefert“, lobte Christof Taube seinen ehemaligen Schützling aus der ersten Mannschaft. „Über 200 m Brust (2:19,40 min) war Martin sogar etwas schneller als Fabian Mund, dagegen war die Frequenz über 100 m Brust (1:09,37 min) etwas zu hoch.“

 

Schwimmen: Wasserfreunde-Damen sichern sich souverän den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga – Fünfter Platz für das Taube-Team – Vereinsrekord für Karolin Pult

 

Bei ihrer zwölften Teilnahme in Folge präsentierten sich die Damen der Wasserfreunde Bielefeld erneut in Rekordlaune. Das Team von Christof Taube bestätigte mit einem fünften Platz nicht nur ihre bisher beste Platzierung, sondern kehrte auch mit einem Vereinsrekord und einigen persönlichen Bestzeiten mehr als zufrieden aus Gelsenkirchen zurück. Bei den Ligenwettkämpfen werden alle olympischen Strecken geschwommen.

 

„Der fünfte Platz ist in der Tat eine sehr gute Platzierung, vor allem, wenn man berücksichtigt, welche namhaften Vereine wir hinter uns gelassen haben“, jubelte der Wasserfreunde-Coach, der es immer wieder schafft, ein konkurrenzfähiges Team in den Deutschen Mannschaftswettbewerb Schwimmen (DMS) zu schicken. Hinter den Bielefelder landeten u.a. die SG Schwimmen Münster, der SV Blau-Weiß Bochum und die SG Gelsenkirchen auf den weiteren Plätzen.

 

Klassenerhalt in der 2. Bundesliga gesichert!

15173 Punkte - Platz 5

Bereit für die OWL-Titelkämpfe: Die C-Jugend der Wasserfreunde landet nach einer satten Steigerung auf Rang 15.

Nach ihrem Sieg auf Bezirksebene startete seit langer Zeit mal wieder ein Nachwuchs-Team der Wasserfreunde beim Deutschen-Mannschaftswettbewerb-Schwimmen der Jugend (DMS-J) auf Landesebene. Die diesjährige weibliche C-Jugend (2003/2004) ist erst die dritte Nachwuchsmannschaft der Bielefelder, die den Sprung auf NRW-Niveau geschafft hat.

 

Entsprechend groß war die Vor- und Einsatzfreude der sechs Schwimmer, die für die Wasserfreunde in Wuppertal zum Einsatz kamen. „Das C-Jugendteam hat sich wirklich sehr gut geschlagen“, lobte Trainerin Julia Wolff ihr Team über den grünen Klee. Zumal sich ihre Schwimmerinnen mit Mannschaften messen mussten, die einen wesentlich höheren Trainingsaufwand mit bis zu zehn Einheiten in der Woche betreiben.

 

„Im Vergleich zum Wettbewerb auf OWL-Ebene hat sich meine Mannschaft in der Endabrechnung um 21 Sekunden (!) verbessert. Dadurch sind die Wasserfreunde immerhin um einen Platz weiter nach vorne gerutscht.“ Zudem purzelten, angespornt durch die inspirierende Atmosphäre in der Wuppertaler Schwimmoper, einige persönliche Bestleistungen.

 

Anders als die DMS werden die DMS-J als Staffelwettkampf geschwommen. In Wuppertal starteten die jeweils 16 besten Nachwuchsteams aus Nordrhein-Westfalen zu jeweils fünf Staffelrennen über 4 x 100 Meter Freistil, 4 x 100 Meter Brust, 4 x 100 Meter Rücken, 4 x 100 Meter Schmetterling sowie über 4 x 100 Meter Lagen ins Wasser. Aus der Addition der Staffelzeiten wird dann das Gesamtergebnis ermittelt.

 

Nach zwei Wettkampftagen landeten die Wasserfreunde (26:31,23 Minuten) noch vor dem SV Neptun Recklinghausen und hinter der SG Gladbeck/Recklinghausen auf dem 15. Platz. Deutscher Mannschaftsmeister der weiblichen C-Jugend wurde mit komfortablem Vorsprung die SG Bayer (23:11,84 min). Die weiteren Podestplätze belegten die SG Essen (24:00,35 min) und die TPSK Köln (24:04,04 min).

 

Für die hoch motivierte weibliche C-Jugend der Wasserfreunde gingen mit Anna und Lina Haberstroh zwei NRW-erfahrene Aktive in die Rennen. Dazu gesellten sich mit Juliane Schröder, Saskia Kalivoda, Emma Nowitzki und Miriam Unger Schwimmerinnen, die erstmals die Atmosphäre bei einem „großen Wettkampf“ genießen konnten. Hervorzuheben aus der Fülle an guten Leistungen ist die starke Zeit (1:26,16 min) von Lina Haberstroh, die sie als Schlussschwimmerin der Bruststaffel erzielte. Ebenso bemerkenswert sind die 1:17,82 Minuten von Startschwimmerin Emma Nowitzki mit der Rückenstaffel.

 

„Das waren deutliche Verbesserungen im Vergleich zum OWL-Wettbewerb“, lobte Julia Wolff. „Aber auch Saskia, Juliane und Miriam konnten sich nochmals steigern und haben sich hier auf einem sehr guten Niveau präsentiert.“ Entsprechend selbstbewusst kann die 2. Mannschaft der Wasserfreunde zu den OWL-Meisterschaften nach Lübbecke reisen. „Insgesamt treten wir am kommenden Wochenende mit 16 Schwimmern an. Damit haben wir so viele Aktive wie noch nie aus der 2. Mannschaft am Start.“

 

„Marco Koch war einer der wenigen etablierten Stars, die bei der Kurzbahn-DM starteten“, erläuterte Christof Taube. Drei Monate nach Rio schwamm Marco Koch Weltrekord über 200 Meter Brust (2:00,44 Minuten) und Deutschen Rekord über 100 Meter Brust (56,75 Sekunden). Selten kochte die Stimmung im Berliner Europasportpark so über, selten wurde in der Schwimmhalle so lautstark angefeuert.

 

Da konnten die Wasserfreunde locker mithalten. Kein Wunder, denn für Stimmung und gute Laune sorgten allein schon die guten Zeiten und die prächtigen Platzierungen des Bielefelder Teams, die damit nahtlos an die überzeugende Vorstellung bei den NRW-Kurzbahn-Meisterschaften anknüpften. So fällt das Fazit von Wasserfreunde-Coach Christof Taube extrem gut aus: „Alle Schwimmer haben sich nach den Landesmeisterschaften noch einmal deutlich steigern können.“

 

Acht Vereinsrekorde und drei Finalteilnahmen verdeutlichen den Leistungssprung. „Wir sind durch die Bank wirklich Top-Zeiten geschwommen.“ Immerhin reisten in diesem Jahr zwölf Wasserfreunde zum Jahreshighlight auf der Kurzbahn, von denen sich allein acht Aktive für Einzelrennen qualifiziert hatten – so viele wie noch nie. Der Rest kam in den sechs Staffelrennen zu ihrem DM-Einsatz.

 

Eine perfekte DM schwamm Lena Rosenstengel, die bereits im Vorlauf über 200 m Schmetterling (2:14,67 min) ihre Klasse andeutete und mit neuem Vereinsrekord als Sechste den Sprung ins Finale schaffte. Hier steigerte sie ihre eigene Bestmarke um über 2 Sekunden (!) und wurde nach einem packenden Finish in 2:13,90 Minuten DM-Siebte, die beste Platzierung die je eine Bielefelderin bei einer Deutschen Kurzbahn-DM erreichte. Knapp zwei Sekunden trennten die 21-jährige Sportstudentin vom Bronze-Rang. Es siegte die NRW-Meisterin Lisa Höpink (SG Essen) in 2:08,22 Minuten.

 

Darüber hinaus überzeugte sie mit weiteren Auftritten in zwei B-Finals. So steigerte sie ihre Bestzeit über 50 m Schmetterling (9. Platz) auf 27,43 Sekunden – „eine wahnsinnig gute Zeit“. Über 100 Meter Schmetterling (10. Platz) blieb sie in 1:01,53 Minuten knapp über ihrer Bestmarke, schaffte damit aber immerhin ihre dritte Top-Ten-Platzierung in einem Einzelrennen. Außerdem war sie an zwei weiteren Top-Ten-Platzierungen der Wasserfreunde maßgeblich beteiligt.

 

Klangvolle Namen wie die SG München oder die TPSK Köln hinter sich ließ zum einen die 4 x 50m Freistil-Mixed-Staffel (1:38,95 min) mit Gabriel Lotz (23,57 sec), Niklas Klingenberg (23,28 sec), Lena Rosenstengel (25,99 sec) und Lara Pohlmann (26,11 sec), die ebenso Zehnte wurde wie die 4 x 50m Freistil-Staffel der Frauen (1:46,90 min). Für ein hohes Anfangstempo sorgte in dieser Formation gleich Startschwimmerin Lena Rosenstengel (26,09 sec), gefolgt von Karolin Pult (26,69 sec), der nervenstarken Lara Pohlmann (26,62 sec) und Schlussschwimmerin Annika Günzel (27,50 sec).

 

Vereinsrekorde erzielten zudem noch die 4 x 50m Lagen-Mixed-Staffel (1:50,43 min / 16.) mit Karolin Pult, Fabian Mund, Lena Rosenstengel und Gabriel Lotz sowie die 4 x 50m Freistil-Staffel der Männer (1:36,74 min / 21.) mit Gabriel Lotz, Fabian Mund, Niklas Klingenberg und Timo Pohlmann, der sich als jüngster Starter mit seinen 14 Jahren nahtlos in die Staffel einfügte und in 25,51 Sekunden einen starken Schlussspurt hinlegte.

 

Dreimal knapp an einer Finalteilnahme vorbei schrammte die 25-jährige Karolin Pult, die nach den sehr guten Leistungen mit den Staffeln auch überzeugende Einzelrennen absolvierte – mit Top-Zeiten über 100 m Rücken (1:03,32 min / 29. Platz), 200 m Rücken (2:18,79 min / 27.) und über 100 m Schmetterling (1:03,51 min / 29.). „Das waren enorme Verbesserungen im Vergleich zum Vorjahr.“

 

Extrem flott unterwegs war auch 18-jährige Pia Oberhokamp, die sich derart gut in ihren 1500-Meter-Freistil-Marathon (18:09,37 min / 50. Platz) „hereinsteigerte“, dass am Ende eine Top-Zeit heraussprang. Lautstark angefeuert blieb sie über 17 Sekunden (!) unter ihrer alten Bestmarke. Über zwei Saisonbestzeiten konnte sich Annika Günzel (17) freuen – über 50 m Schmetterling (29,68 sec / 52.) und über 100 m Schmetterling (1:06,23 min / 42.). „Das war technisch richtig gut.“

 

Noch besser platziert war die Ex-Gütersloherin Carla Beckmann (32), die sich bei den Wasserfreunden noch einmal technisch weiterentwickelt hat und eine Bestzeit nach der anderen schwimmt – so wie jetzt in Berlin über 200 m Schmetterling (2:23,02 min / 35. Platz). Ihren Wechsel zu den Wasserfreunden dürfte auch Ilka Bathge (20) nicht bereut haben, die erstmals bei einer DM startete und ihre Quali-Zeit über 50 m Brust (34,33 sec / 50.) bestätigte. „Ilka hätte nie gedacht, dass sie mal bei den Deutschen startet.“ Mit konstant guten Leistungen überzeugte auch Lara Pohlmann (17), die in den Staffeln unverzichtbar ist, und auch bei ihrem DM-Einsatz über 50 m Freistil (26,92 sec / 48.) ihre Zeit bestätigte. Für einen weiteren Vereinsrekord und krönenden Abschluss sorgte indes Vasileios Tekidis (16) über 800 m Freistil (8:49,14 min / 69. Platz / 35.Platz in der Juniorenwertung).

 

Fazit von Christof Taube: „Wir haben in Berlin mit einer starken Mannschaftsleistung überzeugt.“

 

 

Lena Rosenstengel ist der zweitschnellste Schmetterling in NRW

Wasserfreunde gewinnen insgesamt fünf Medaillen bei NRW-Kurzbahnmeisterschaften – Vierter Platz für die Damen-Lagenstaffel

Die Wasserfreunde blicken erneut auf erfolgreiche NRW-Kurzbahnmeisterschaften zurück. „Bei den Landesmeisterschaften waren wir wieder sehr erfolgreich mit sehr vielen, sehr guten Zeiten“, stellte Christof Taube seinem Team ein blendendes Zeugnis aus. 18 Aktive hatten die Tickets für die NRW-Meisterschaften in der Wuppertaler Schwimmoper gelöst – so viele wie noch nie. Unter dem Strich verbuchten die Bielefelder zahlreiche Finalteilnahmen, standen fünfmal auf dem Podest und verbuchten zehn Vereinsrekorde, zwei davon mit den Staffeln. Zudem stellten die Wasserfreunde mit Lena Rosenstengel die zweitschnellste Frau in NRW über 100 Meter Schmetterling.

 

Die 21-jährige Studentin zeigte zuletzt konstant starke Leistungen und präsentierte sich auch in Wuppertal in Topform. Die Bielefelderin war in 1:01,27 Minuten in das 100 Meter Schmetterlings-Finale gekommen. Im Finale bestätigte sie ihre Leistung und musste sich in 1:01,04 Minuten (!) und zweimal verbessertem Vereinsrekord nur Lisa Höpink von der SG Essen geschlagen geben. Nach dem Gewinn der Vizemeisterschaft holte Lena Rosenstengel noch Bronze über 200 m Schmetterling (2:15,93 min). Dabei lag sie nur dreizehntel Sekunden hinter Dana Volmerhaus von der SG Ruhr. Lisa Höpink konnte in diesem Rennen ihren zweiten Sieg feiern. „Das war für Lena mit insgesamt zehn Starts ein perfektes Wochenende“, urteilte Christof Taube. „Neben ihrer ohnehin schon sehr guten Technik zeichnet sie eine überragende Fitness aus.“

 

Drei weitere Medaillen sammelten die Wasserfreunde in der Jahrgangswertung. Ebenso topfit wie Lena Rosenstengel präsentierte sich Torben Knollmann in Wuppertal über 400 m Lagen (4:52,59 min). Knapp hinter dem neuen NRW-Kurzbahn-Jahrgangsmeister Omar Altolimy (4:49,48 min) vom TPSK aus Kölnliegend gewann der 18-jährige Schüler eine Silbermedaille. Mit Saisonbestzeit holte sich Torben Knollmann über 1500 m Freistil (17:07,34 min) eine zweite, dieses Mal bronzene Medaille. Mit einem Vereinsrekord (16:35,43 min) musste sich Vasileios Tekidis (16) trösten, der mit einer schnelleren Zeit auf derselben Strecke undankbarer Vierter wurde. „Immerhin hat er den über zehn Jahre alten Rekord von Bernd Kuhlmann um zwei Sekunden verbessert“, erläuterte Christof Taube. Bemerkenswert: „Bei seinem Rekord schwamm er nahezu konstant einen 33 Sekunden-Schnitt auf 50 Metern.“

 

Bronze gab es auch für Pia Kleinebekel, allerdings über 800 m Freistil (9:52,38 min). Ausgerechnet bei ihrem ersten Auftritt auf Landesebene gelang der 14-jährigen Schülerin ebenfalls auf einer längeren Distanz der Sprung aufs Treppchen. Neuzugang Niklas Klingenberg verbesserte den von Matthias Zinram gehalten Vereinsrekord über 200 m Schmetterling gleich zweimal. Im Finale (2:10,56 min) erreichte der 21-jährige Ex-Ahlener damit Rang 9. „Niklas fühlt sich wohl bei uns und die Trainingsumstellung hat ihm bei allen Starts noch einmal einen deutlichen Schub nach vorne gebracht.“ Niklas Klingenberg war auch am Vereinsrekord der 4x50m Freistil-Staffel (1:37,29 min / 8. Platz) der Männer mit Gabriel Lotz, Philipp Strehle und Thorben Oevermann beteiligt. Den verbesserte auch die 4x50m Lagen-Mixed-Staffel (1:52,54 min / 5. Platz).

 

Leider verfehlte die  4 x 50 Meter Lagen-Staffel der Damen mit Karolin Pult (25), Ilka Bathge (20), Lena Rosenstengel (21) und Lara Pohlmann (17) in 1:58,60 Minuten als Vierte nur denkbar einen Medaillenring. Immerhin wurde die 4 x 50 Meter-Freistil-Staffel der Frauen (1:47,84 min) in der Besetzung mit Lara Pohlmann, Lena Rosenstengel, Karolin Pult und Annika Günzel in einem illustren Feld noch gute Fünfte. Zudem schwamm Lara Pohlmann über 100 m Freistil (59,45 sec / 25.) eine neue Bestzeit. Den Anschluss geschafft hat auch wieder Janina Poppensieker (14) mit sehr guten Zeiten über 100 m Rücken (1:10,07 min / 11.) und 200 m Rücken (2:31,30 min / 10.).

 

Mit für sie wenigen Starts verpasste Karolin Pult ebenfalls nur denkbar knapp einen Podestplatz nach ihrem Finaleinzug über 100 m Rücken (1:03,98 min / 4. Platz). Dank einer extremen Steigerung über 200 m Schmetterling (2:24,79 min / 8. Platz) schaffte Carla Beckmann den Sprung in die Top-Ten. „Carla schwimmt schon länger stabil gute Zeiten. Mit etwas Glück reicht diese Zeit sogar für einen Ranking-Platz (Top 100) bei den deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Berlin. Diese Leistung schätzt sie sogar höher ein als ihren Masters-WM-Titel in Kazan.“ Sprinter Gabriel Lotz erreichte über 50 m Freistil (23,97 sec / 17.) seine beste Leistung. Gesteigert hat sich auch wieder Alexander Bockhorst über 50 m Brust (31,37 sec / 57.). Etwas langsamer war auf dieser Strecke Ilka Bathge (34,57 sec / 31.). Mit gesundheitlichen Problem kämpft zur Zeit Annika Günzel, die in der Staffel aber unverzichtbar ist und in Richtung der Deutschen immer besser in Schwung kommt.

 

Trotz Prüfungsstress hat der Brust-Spezialist Fabian Mund (20) eine sehr gute Meisterschaft geschwommen. Über 50 m Brust (30,17 sec / 22.) lag er nur achthundertstel Sekunden über seiner Bestmarke. Nach Anlaufschwierigkeiten überzeugte auch Pia Oberhokamp (18) mit starken Leistungen, herauszuheben sind die 400 m Freistil (4:35,62 min / 16.). Ebenso überzeugend präsentierte sich  Alexander Teubert bei seinem ersten Landesmeisterschaften über 200 m Rücken (2:14,76 min / 28.) und 100 m Rücken (1:02,40 min / 52.). Immer besser in Schwung kommt auch der Ex-Paderborner Thorben Oevermann (19), etwa über 100 m Rücken (1:00,78 min / 33.), während Philipp Strehle über 50 m Schmetterling (26,00 sec / 24.) seine Bestzeit einstellte.

Nachwuchs-Staffeln der Wasserfreunde überzeugen beim Deutschen-Mannschaftswettbewerb-Schwimmen der Jugend (DMS-J).

 

 

Mit einem Erfolg auf Bezirksebene stimmte sich der Nachwuchs der Wasserfreunde Bielefeld auf die OWL-Kurzbahn-Meisterschaften Anfang Dezember in Lübbecke ein. So siegten beim Deutschen-Mannschaftswettbewerb-Schwimmen der Jugend (DMS-J) bei den Frauen die C-Jugendlichen (Jahrgänge 2003/2004) in 26:52,78 Minuten denkbar knapp mit vier Sekunden Vorsprung vor dem 1. Paderborner SV (26:56,42 min). Auf dem dritten Platz landete das Schwimm-Team Bielefeld in 27:07,39 Minuten.

 

„Unser Team überzeugte auf ganzer Linie“, strahlten Julia Wolff und Janina Kistenmacher über den nicht unbedingt zu erwartenden Erfolg. Für weitere Podestplätze sorgten die weibliche B-Jugend (Jg. 2001/2002) sowie die weibliche D-Jugend (2005/2006), die jeweils hinter dem SC Herford den zweiten Platz belegten. Abgerundet wird der starke Auftritt der Wasserfreunde mit einem dritten Rang durch die männliche B-Jugend (Jg. 2001/2002).

 

Zum besseren Verständnis: Zur DMS-J in der Familien-Oase in Hamm-Heessen schickten acht Vereine aus der Region ihre Aktiven zu jeweils fünf Staffelrennen über 4 x 100 Meter Freistil, 4 x 100 Meter Brust, 4 x 100 Meter Rücken, 4 x 100 Meter Schmetterling sowie über 4 x 100 Meter Lagen ins Wasser. Aus der Addition der Staffelzeiten wird dann das Gesamtergebnis ermittelt.

 

Für die hoch motivierte weibliche C-Jugend gingen Anna und Lina Haberstroh, Juliane Schröder, Saskia Kalivoda, Emma Nowitzki und Miriam Unger ins Wasser. Nach den ersten beiden Disziplinen, der Freistil- und Bruststaffel, lagen die Wasserfreunde auf Kurs – allerdings hinter dem bis dahin führenden Schwimmteam und dem 1. Paderborner SV. Nach dem Rückenschwimmen das gleiche Bild, wobei die Paderborner Auswahl vor dem Schwimm-Team liegend die Führung übernahm. Mit einer couragierten Leistung der Schmetterlings-Staffel, die beim Nachschwimmen die anderen Teams förmlich deklassierte, gelang dem Wasserfreunde C-Nachwuchs der Sprung ganz nach vorne.

 

Ebenso spannend verlief der Wettkampf für die weibliche B-Jugend (2001/2002), die mit Maren Knollmann, Lena-Marie Heinze, Priyanga Selvenesan sowie Janina Poppensieker und Neu-Zugang Pia Kleinbekel die DMS-J bestritt. Schon frühzeitig zeichnete sich ein hochklassiges Duell zwischen den Wasserfreunden und dem SC Herford ab, in dem die Bielefelder nach ihrem Auftaktsieg mit der Freistilstaffel zunächst die Führung übernahmen. In dieser Staffel schwammen Janina Poppensieker und Neu-Zugang Pia Kleinbekel jeweils starke 1:02 Minuten über 100 Meter Freistil. „In den anderen Lagen waren die Herforder einfach besser besetzt“, urteilte Julia Wolff. Dafür lagen die Wasserfreunde in der Endabrechnung über eine Minute vor dem Schwimm-Team.

 

Genauso überzeugend war die Leistung der weiblichen D-Jugend (2005/2006) mit Joline Poppensieker, Annika Knoche, Liv Kempmann, Greta Bachmann und Annissa Ziane, die nach fünf Staffelrennen und einer Gesamtzeit von 29:11,44 Minuten nur dem SC Herford (27:01,21 min) den Vortritt lassen mussten.

 

Dagegen blieb die ansonsten gut besetzte männliche B-Jugend der Wasserfreunde gegen eine bärenstarke Formation des SC Steinhagen-Amshausen (24:10,15 min) chancenlos. Mit einer Gesamtzeit von 26:53,35 Minuten belegte das Wasserfreunde-Quintett mit Maksimilian Pöschel, Gholami Mohammad Arshia, Dimitrij Bormann, Oliver Giss und Timo Pohlmann hinter dem Gütersloher SV (25:24,85 min) immerhin noch einen guten dritten Platz. Als Startschwimmer der 4 x 100 Meter Freistilstaffel (4:25,95 min) schwamm Timo Pohlmann schnelle 58,62 Sekunden. Ebenso flott war das 14-jährige Talent (1:06,40 min) mit der 4 x 100 Meter Schmetterlingsstaffel unterwegs.

„Meine Mannschaft hat alle Erwartungen mehr als erfüllt“, strahlte Christof angesichts der überwältigenden Vorstellung der Wasserfreunde bei den OWL-Staffelmeisterschaften. Die Stimmung innerhalb des Teams war bereits vor den Wettkampf prächtig. Nachdem die Wasserfreunde nach zwei Wettkampftagen alle (!) Titel auf der Kurzbahn in Hamm-Heessen einheimsten, war der Jubel natürlich riesengroß.

 

Dadurch sicherten sich die Wasserfreunde in überlegener Manier mit 132 Punkten die erstmals ausgelobte Mannschaftswertung und nahmen voller Stolz den Team-Pokal mit nach Bielefeld. Dahinter platzierten sich mit dem SC Steinhagen-Amshausen (70 Punkte) und dem Schwimm-Team Bielefeld (38 Punkte) zwei weitere Mitbewerber um den Pokalgewinn. Durch die Zusammenlegung mit dem Deutschen Mannschaftswettbewerb Schwimmen der Jugend (DMS-J) hatte sich der Schwimmverband OWL allerdings eine größere Resonanz erhofft. Nur sechs Teams gingen in Hamm-Heessen an den Start.

 

Die Vorgabe für die Wasserfreunde war den Pokal und möglicht viele Staffeln zu gewinnen – idealerweise in OWL-Rekordzeit. „Das ist uns immerhin dreimal geglückt“, frohlockte der Wasserfreunde-Coach. Neben der 4x100-Meter-Freistilstaffel (Gabriel Lotz, Philipp Strehle, Niklas Klingenberg, Thorben Oevermann) in 3:41,88 min siegten auch die Rückenstaffel (Alexander Teubert, Niklas Klingenberg, Gabriel Lotz, Thorben Oevermann) in 4:18,33 min und die Lagenstaffel (Alexander Teubert, Gabriel Lotz, Philipp Strehle, Matthias Zinram) in 4:07,17 min in jeweils leicht veränderter Formation in OWL-Rekordzeit.

 

Erstmalig gingen bei den OWL-Meisterschaften auch Mixed-Staffeln in die Rennen. „Leider nicht so wie es im internationalen Schwimmsport üblich ist mit jeweils zwei Männern und zwei Frauen. Hier mussten nur jeweils eine Frau oder ein Mann gesetzt sein“, erläuterte der Wasserfreunde-Coach. Um die Siege nicht zu gefährden, musste Christof Taube mindestens drei Männer in den Mixed-Staffeln einsetzen. Diese Rechnung ging voll auf. Mehr als das – denn am Ende konnten die Wasserfreunde alle 22 Staffeln gewinnen. Dieser Erfolg ist umso bemerkenswerter, da der Sieg von zwei Männer- und zwei Mixed-Staffeln angesichts der Konkurrenz kein Selbstläufer war.

 

Entsprechend spannend verlief etwa das Rennen der 4x100-Meter-Bruststaffel der Männer, bei dem der SC Steinhagen-Amshausen traditionell gut besetzt ist. Fabian Mund, Gabriel Lotz und Alexander Bockhorst sorgten für einen komfortablen Vorsprung der Bielefelder Staffel, der am Ende wie Schnee in der Wintersonne zusammenschmolz. Doch Gerrit Lüngen, der jüngste im Feld, wehrte als Schlussschwimmer die Attacke der Steinhagener erfolgreich ab. „Das hat Gerrit wirklich klasse gemacht“, lobte Christof Taube.

 

Beim Blick auf die Ergebnisliste wird deutlich, dass der insgesamt ungefährdete Pokalsieg der Bielefelder auch dank hervorragender Einzelleistungen erzielt wurde. Herauszuheben aus der Fülle an guten Zeiten sind etwa die Ergebnisse von Lena Rosenstengel über 100m Schmetterling (1:02 min) und über 100m Freistil (57,5 sec), die vor den NRW-Meisterschaften in bestechender Form ist. Aber auch die 1:08 Minute von Gabriel Lotz sind ebenso erwähnenswert wie der Auftritt von Philipp Strehle, der innerhalb von fünfzehn Minuten (!) die 100m Schmetterling dreimal unter einer Minute abspulte. Von der Leistungsstärke anstecken ließ sich auch Carla Beckmann, die vor kurzem erst ihre Bestzeit über 200m Schmetterling unterbot und in Hamm auch über 100m Schmetterling (1:06,20 min) eine neue Bestmarke schaffte.

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